Tafetu Ayalew

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Tafetu bedeutet Schatz. Sie kommt aus einem kleinen Dorf, 2 Tage Fußmarsch von der Hauptstraße entfernt. Es gibt dort weder Strom noch fließendes Wasser und auch keine medizinische Versorgung. Auch reicht die traditionelle Laandwirtschaft nicht aus, um die Familien im Dorf zu ernähren.
Tafetu wurde früh verheiratet in einer arrangierten Ehe. Für sie bedeutete das Eheleben, eine zusätzliche Herausforderung. Sie kümmert sich um den Haushalt, geht weit zur Wasserquelle, trägt den Wassertopf auf dem Rücken, danach in den Dschungel, um Feuerholz zu sammeln, und zurück zu Hause kocht sie das Essen. Alle Schritte werden von Hand gemacht. So arbeitet Tafetu von früh bis Mitternacht.
In ihrem Eheleben war Tafetu 5 Mal schwanger, nur zwei Söhne wurden lebend geboren. Sie sind jetzt 10 und 5 Jahre alt. Sie hat alle Kinder zuhause geboren, aber die fünfte Geburt war schlimmer als die anderen und ließ sie inkontinent zurück. In dieser Zeit verlor sie auch nacheinander ihre Mutter und ihren Vater.
Bei der 5. Geburt, Mitte 2014, war Tafetu zu Hause, als die Wehen begannen. Ihr stand nur eine Nachbarin zur Seite. Nach 2 langen Tagen Wehen wurde sie in das nächste Health Center gebracht, etwa 6 Stunden Fußmarsch entfernt. Von dort aus wurde sie mit der Ambulanz in das nächste Krankenhaus gebracht. Nach 4 Tagen hatte sie eine Totgeburt und blieb mit einer Geburtsfistel.
3 Monate später ging Tafetu Anfang 2015 in das Mekelle Außenzentrum. Von dem Krankenhaus hatte sie eine Überweisung erhalten. Seitdem war sie in Behandlung, aber sie konnte erst in Addis vollständig geheilt werden.
„Diese Verletzung hat mein Leben total zerstört und mich der Instabilität überlassen. Mein Mann hat mich verlassen, weil ich ihm nicht mehr dienen kann. Ich bin dann obdachlos von meinen Söhnen weggegangen und bei verschiedenen Verwandten geblieben, während ich immer wieder nach Mekelle auf der Suche nach Heilung gereist bin.“ erinnert sie sich. „Diejenigen, die meinen Fall kannten, ermutigten mich, nicht aufzugeben, während andere, die nicht wussten, was passiert war, gemunkelt haben, warum ich lieber isoliert war“, fügt sie hinzu.
Tafetu war sowohl in Mekelle als auch in Addis seit 2015 in Behandlung. Die beiden Operationen in Mekelle und eine weitere Operation im Hauptkrankenhaus waren erfolglos. Im Dezember kam sie in das Addis Abeba Fistula Hospital für einen weiteren Versuch und nach vielen medizinischen Eingriffen bekam sie die letzte Umleitungsoperation in der ersten Maiwoche. Diesmal wird sie völlig trocken und geheilt.
„Wäre ich nicht in Addis gewesen, ich könnte nicht mehr existieren. Ich bin arm, habe meine Familie früher verloren und bin heimatlos. Dieses Krankenhaus ist mein Zuhause und die Mitarbeiter sind meine Familie. Du hast mein Leben wiederhergestellt, mich geheilt und mich jetzt mit den Fähigkeiten des Lebens bei Desta Mender ausgestattet. Das ist so außergewöhnlich, dass keine Worte Ihnen allen von Herzen danken können. Lang lebe das Krankenhaus und das Personal.“

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Schwester Saron, Senior Hebamme

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Saron Kasahun ist jetzt 27 Jahre alt, geboren und aufgewachsen in der Kleinstadt Yayo 35 km von Mettu entfernt. Als eine der besten Schülerinnen ihrer Highschool bestand Saron 2009 erfolgreich die Aufnahmeprüfung der Hebammenschule. Nach vier Jahren schloß sie die Ausbildung ab und arbeitete in einem Health Center in der Nähe von Yayo. Schwester Saron hat während ihrer Ausbildung über 70 sichere Geburten begleitet und sagt: „Die Qualität der Ausbildung, die sich mehr auf die Praxis konzentriert, macht Hamlin einzigartig. Die Tatsache, dass ich während meiner Studienzeit sowohl auf Krankenhaus- als auch auf Klinikebene Erfahrungen gesammelt habe, machte es mir leicht, mich an die tatsächliche Arbeitsumgebung anzupassen.“
Als eine der ersten Hamlin Hebammen hat sie in ihrem Health Center neue Maßstäbe gesetzt und durch ihre professionelle Art ist das Vertrauen der Bevölkerung gewachsen. So ist die Zahl der Geburten von 10 auf 60 Geburten pro Monat angestiegen. Alle Babies kamen gesund zur Welt. Alle Mütter kehrten gesund nach Hause zurück.
„Jedes Mal, wenn ich Dr. Catherine Hamlin treffe, fühlte ich mich überwältigt und dachte daran, wie selbstlos sie ist. Es ist diese Menschlichkeit, die mich darin bestärkt, lange im Dienst meiner eigenen Gemeinschaft zu bleiben.“ Schwester Saron jetzt schon 6 Jahre in dem Health Center. 2 Jahre länger, als sie sich verpflichtet hatte.

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23. Mai – Internationaler Tag zur Beendung geburtsbedingter Fisteln

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Geburtsbedingte Fisteln sind eine der schwersten und tragischsten Verletzungen, die während der Geburt auftreten können. Es ist ein Loch zwischen dem Geburtskanal und der Blase oder dem Rektum entstanden, verursacht durch längere, blockierte Wehen ohne Behandlung.

Die Erkrankung führt typischerweise dazu, dass Frauen inkontinent sind, weshalb sie oft von ihren Gemeinschaften gemieden werden. Die Betroffenen erleiden oft Depressionen, soziale Isolation und zunehmende Armut. Viele Frauen leben seit Jahren – oder sogar Jahrzehnten – mit dieser Krankheit, weil sie sich keine Behandlung leisten können oder wissen, dass Behandlung möglich ist.

Schätzungsweise 2 Millionen Frauen in Afrika südlich der Sahara, in Asien, im arabischen Raum sowie in Lateinamerika und der Karibik leben mit dieser Verletzung, und jedes Jahr entwickeln sich zwischen 50.000 und 100.000 neue Fälle. Dennoch sind Fisteln fast vollständig vermeidbar. Ihre Hartnäckigkeit ist ein Zeichen dafür, dass die Gesundheitssysteme den grundlegenden Bedürfnissen der Frauen nicht gerecht werden.

In ihrer Resolution A / RES / 67/147 fordert die Generalversammlung der Vereinten Nationen die internationale Gemeinschaft auf, den Internationalen Tag zu nutzen, um das Bewusstsein für die Beendigung der Geburtsfistel deutlich zu schärfen und die Maßnahmen zu intensivieren.
http://www.un.org/en/events/endfistuladay/

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Schwester Lulit – Hebamme

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Lulit Amberber wuchs in der kleinen, historischen Stadt Gore auf. Gore liegt in der Nähe des Außenzentrums in Mettu.
Schwester Lulit ist jetzt 24 Jahre alt und arbeitet zusammen mit einer Kollegin im Sonxa Health Center, etwa 40 km entfernt vom Hamlin-Fistula-Hospital in Mettu.
Nach ihrem Abschluss im Jahr 2015 wurde Lulit in dem abgelegenen Health Center unter der Aufsicht des Mettu Außenzentrums etwa 40 km entfernt der Hauptstraße eingesetzt. In den vergangenen zwei Jahren haben Lulit und ihre Kollegin, die ebenfalls von Hamlin ausgebildet wurde, die Qualität der Mütterbetreuung gewährleistent. Sie sind bekannt für ihre fachliche Kompetenz in der Gemeinschaft. „Weil ich während meiner Studienzeit über 70 Entbindungen einschließlich Komplikationen begleitet habe, bin ich eine kompetentere Hebamme als andere. Ich und mein Kollege unterstützen uns in der Regel sogar an unseren freien Tagen. Das ermöglicht eine qualitativ hochwertige Pflege und minimiert professionelle Fehler,“ erklärt Lulit.
Das Sonxa Health Center wird seit 2 Jahren von HFE unterstützt und musste viele Herausforderungen, wie Transport, Wasser, Strom und fehlende Einrichtungen meistern. Das Fistula Hospital in Addis unterstützt das Health Center mit Medikamenten, Geräten und einem Solarkoffer.
Während ihrer Ausbildung in der Hebammenschule hatte Lulit die Chance, Dr. Catherine persönlich zu treffen und sagt: „Emaye ist unsere Mutter, sie hat sich wie eine Kerze angezündet, um das Leben vieler armer Mütter unseres Landes zu retten. Sie ist mein Vorbild und ich wünsche ihr ein langes und gesundes Leben “

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Supe Health Center – Das neue Health Center in Westäthiopien

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Das Supe Health Center wurde 1989 in dem Dorf Supe, etwa 30 km von Mettu entfernt errichtet. Die Straße ist bergig und holprig und sieht noch genauso schlimm aus wie in den Anfangsjahren. HFE begann vor 2 Jahren mit der Unterstützung.
Eine der Auswahlkriterien ist die schlechte Gesundheitsversorgung der Mütter aufgrund fehlender Hebammen. So wurde Supe zu einem der 14 von HFE unterstützen Health Center unter Aufsicht des Mettu Außenzentrums.
„Obwohl wir etwa 19.000 Menschen versorgen sollen, ist Kreißsaal zu alt und zu klein, die Liege ist alt und kaputt, die Geräte sind unzureichend, die wir in der Klinik haben, viele Müttern gebären lieber zuhause. Aber nachdem HFE vor zwei Jahren seine Unterstützung begonnen und seine zwei qualifizierten Hebammen eingesetzt hat, erleben wir einige Veränderungen und hoffen, dass sich in Zukunft alles ändert.“ sagten Kasim, der Leiter des Health Center und Meron, die Hebamme.
Seit Hamlin Hebammen dort arbeiten haben sich die Verhältnisse langsam gebessert und die Zahl der Geburten ist von 18 auf 30 im Monat angewachsen.
Meron, die vor sechs Monaten in das Health Center kam, sagt: „Wir arbeiten unter sehr schwierigen Bedingungen. Es gibt nur einen winzigen Untersuchungsraum mit einer alten Liege, es gibt zuwenige Handschuhe, aber trotzdem hat die Zahl der Schwangeren und Mütter, die zu uns kommen, zugenommen. Wären wir besser ausgestattet, könnten wir die gleiche Qualität an Pflege geben, die wir während der Ausbildung gelernt haben.“
HFE hat im Rahmen seines Präventionspakets einen Solarkoffer installiert, Medikamente geliefert und arbeitet an einer Lösung für die Verbesserung des Kreißsaals und der allgemeinen mütterlichen Gesundheitsvorsorge.

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