Die meisten Frauen in Subsahara-Afrika gebären ohne jegliche medizinische Hilfe, selbst einfache Ambulanzen sind viele km entfernt, ohne Straßen erst nach stundenlangem Fußmarsch erreichbar. Bei Komplikationen ist die Gebärende völlig auf sich allein gestellt. Nach tagelangen Wehen kommt es in den meisten Fällen zu einer Totgeburt. Durch den konstanten Druck des kindlichen Kopfes auf das Beckengewebe wird die Blutversorgung unterbrochen und das Gewebe stirbt ab.
So entsteht ein Loch zwischen Blase und Vagina (Blasen-Scheiden-Fistel) oder im schlimmsten Fall auch noch zwischen Vagina und Rektum. Die betroffenen Frauen leiden für den Rest ihres Lebens an schwerster Inkontinenz. Urin und Exkremente tröpfeln ständig und unkontrolliert aus der Scheide. Neben dem traumatischen Geburtserlebnis und dem Verlust des Kindes werden die Frauen oft aus der häuslichen Gemeinschaft ausgeschlossen. Sie verfügen weder über Informationen noch Geld, um nach ärztlicher Hilfe zu suchen.

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