Supe Health Center – Das neue Health Center in Westäthiopien

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Das Supe Health Center wurde 1989 in dem Dorf Supe, etwa 30 km von Mettu entfernt errichtet. Die Straße ist bergig und holprig und sieht noch genauso schlimm aus wie in den Anfangsjahren. HFE begann vor 2 Jahren mit der Unterstützung.
Eine der Auswahlkriterien ist die schlechte Gesundheitsversorgung der Mütter aufgrund fehlender Hebammen. So wurde Supe zu einem der 14 von HFE unterstützen Health Center unter Aufsicht des Mettu Außenzentrums.
„Obwohl wir etwa 19.000 Menschen versorgen sollen, ist Kreißsaal zu alt und zu klein, die Liege ist alt und kaputt, die Geräte sind unzureichend, die wir in der Klinik haben, viele Müttern gebären lieber zuhause. Aber nachdem HFE vor zwei Jahren seine Unterstützung begonnen und seine zwei qualifizierten Hebammen eingesetzt hat, erleben wir einige Veränderungen und hoffen, dass sich in Zukunft alles ändert.“ sagten Kasim, der Leiter des Health Center und Meron, die Hebamme.
Seit Hamlin Hebammen dort arbeiten haben sich die Verhältnisse langsam gebessert und die Zahl der Geburten ist von 18 auf 30 im Monat angewachsen.
Meron, die vor sechs Monaten in das Health Center kam, sagt: „Wir arbeiten unter sehr schwierigen Bedingungen. Es gibt nur einen winzigen Untersuchungsraum mit einer alten Liege, es gibt zuwenige Handschuhe, aber trotzdem hat die Zahl der Schwangeren und Mütter, die zu uns kommen, zugenommen. Wären wir besser ausgestattet, könnten wir die gleiche Qualität an Pflege geben, die wir während der Ausbildung gelernt haben.“
HFE hat im Rahmen seines Präventionspakets einen Solarkoffer installiert, Medikamente geliefert und arbeitet an einer Lösung für die Verbesserung des Kreißsaals und der allgemeinen mütterlichen Gesundheitsvorsorge.

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Neue Hebammen in Aktion – Meron

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Firomi und Meron gehören zum 7. Jahrgang der Hamlin Hebammenschule und machten letzten Sommer ihren Abschluß. Beide sind in Mettu in Südwestäthiopien aufgewachsen. Dort befindet sich auch eines der Außenzentren des Hamlin Fistula Hospitals. Die jungen Hebammen sind jetzt Anfang 20 und haben vor kurzem in 2 verschiedenen Health Centern ihre  Arbeit aufgenommen.

Merons Fall ist anders. Seit 7 Monaten arbeitet sie in einem neuen Health Center, das über 30 km entfernt von Mettu liegt. Die Fahrt auf schlechten Pisten durch die Berge ist schwierig. Wegen der entfernten Lage, ist dieses Health Center noch sehr schlecht ausgestattet. Der Kreißsaal ist klein und entspricht in keinster Weise dem äthiopischen Standard. Der Geburtsstuhl ist alt und sieht aus wie die Holzbetten, die von den Bewohnern in ihren Hütten benutzt werden. Es gibt auch nicht genügend Medikamente. Meron und ihre Kolleginnen haben große Herausforderungen zu meistern um die Situation zu verbessern.

„Im Vergleich zu Dr. Hamlin, die sich seit Jahrzehnten bemüht, die Müttergesundheit in Äthiopien zu verbessern,  ist meine Aufgabe klein und überschaubar. Wir alle bemühen uns nach Kräften, die Geburten zu verbessern und Vertrauen in der Bevölkerung zu erreichen.“

Kassima, die Leiter des Health Centers und ebenfalls Geburtshelfer, sagt:“ Die Infrastruktur ist sehr schlecht, aber dank der guten Ausbildung der Hebammen wächst das Vertrauen in der Bevölkerung. Wir alle hier hoffen, dass das Engagement von HFE dazu beiträgt, dieses Health Center zu verbessern.“

Firomi und Meron nehmen regelmäßig an Weiterbildungen teil und sind stolz, ein Teil der Aufgabe zu sein, das Leben von Müttern in Äthiopien zu verbessern.

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Neue Hebammen in Aktion – Firomi

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Firomi und Meron gehören zum 7. Jahrgang der Hamlin Hebammenschule und machten letzten Sommer ihren Abschluß. Beide sind in Mettu in Südwestäthiopien aufgewachsen. Dort befindet sich auch eines der Außenzentren des Hamlin Fistula Hospitals. Die jungen Hebammen sind jetzt Anfang 20 und haben vor kurzem in 2 verschiedenen Health Centern ihre  Arbeit aufgenommen.

Firomi hatte Glück und wurde in der besten Health Center angestellt, wo in den letzten 5 Jahren schon 2 Hamlin Hebammen sich um die Verbesserung der Müttergesundheit bemüht hatten. Firomi übernahm ohne Probleme die Führung: „Da ich so eine gute Ausbildung genossen hatte, war es für mich sehr einfach, hier weiterzuarbeiten und mich innerhalb kürzester Zeit an alles zu gewöhnen. Der einzige Unterschied ist, dass ich mich als Studentin nie um Nachschub an Medikamenten bemühen musste. Aber ich habe schnell gelernt, mit begrenzten Mitteln zu arbeiten.“

Firomi und Meron nehmen regelmäßig an Weiterbildungen teil und sind stolz, ein Teil der Aufgabe zu sein, das Leben von Müttern in Äthiopien zu verbessern.

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Martha Abebe – Senior Hebamme

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Martha Abebe ist 26 Jahre alt. Sie wuchs in Yayo auf, einer Kleinstadt etwa 20 km entfernt vom Außenzentrum Mettu in Westäthiopien. Während ihrer Ausbildung im Hamlin College of Midwives begleitete sie über 60 Geburten. Vor 5 Jahren erhielt sie ihr Diplom und arbeitete seitdem im Burussa Health Center. Burussa ist eines der 14 von Hamlin unterstützten Health Center, die dem Außenzentrum in Mettu unterstehen. In der Zeit ist die Zahl der monatlichen Geburten von 4 auf 45 gestiegen.
„Wie gut meine Ausbildung war, bemerkte ich, als ich hier mit anderen Hebammen arbeitete, die nicht im College ausgebildet waren. Ich bin sehr froh, dass sich die Müttergesundheit dadurch sehr gebessert hat. Die Frauen haben Vertrauen gefasst und kommen gerne zur Geburt in unser Health Center. Ich habe mich entschlossen, auch weiterhin hier zu arbeiten.“

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Tekele Woldekidan – Desta Mender

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Tekele ist schätzungsweise 46 Jahre als und kommt aus einem kleinen Dorf in Nordäthiopien. Für alle Dorfbewohner war es nicht wichtig, das Geburtsdatum zu kennen, sie schätzen ihr Alter an Lebensereignissen. Tekele ist sehr traditionell aufgewachsen. Da ihre Mutter früh starb, wuchs sie mit ihrem Vater auf, der einige Felder bearbeitete, um den Lebensunterhalt für die Familie zu verdienen. Tekele hütete die Ziegen und half ihrer Stiefmutter. Schule war ein undenkbarer Luxus.
Mit etwa 15 Jahren wurde Tekele verheiratet und kurz danach schwanger. Alle freuten sich über diese Nachricht. Da das nächste Health Center 4 Stunden Fußmarsch entfernt war, ging Tekele während der ganzen Schwangerschaft nie dorthin. Sie wollte ihr Kind zuhause gebären, wie es alle Frauen taten und wie es schon immer Tradition war.
Die Wehen dauerten 4 schmerzhafte Tage und keine der traditionellen Geburtshelferinnen konnte helfen. Nach 4 Tagen wurde das Baby tot geboren und Tekele hatte eine doppelte Fistel. Durch die langen Wehen war auch ihre Beinmuskulatur geschwächt, so dass sie nicht gehen konnte. „Ich war so deprimiert und beschämt von diesem Zustand. Ich blieb ein Jahr lang zu Hause, mein Mann pflegte mich, wusch meine Kleidung, badete und fütterte mich. Mein Mann war der Priester des Dorfes und hielt meine Krankheit den anderen gegenüber geheim.“ erinnert sich Tekele.
Nachdem Tekele wieder alleine laufen konnte, reiste sie zum ersten Mal nach Mekelle auf der Suche nach Heilung. Das Außenzentrum in Mekelle war noch nicht gebaut, aber eine NGO, die dort arbeitete, schickte Tekele nach Addis Abeba.
Vor etwa 20 Jahren kam Tekele im Fistula Hospital an und nach 4 Monaten war dir rektale Fistel und die Beinverletzung geheilt. Tekele sollte 6 Monate später zur nächsten Operation kommen, aber sie tauchte nie auf sondern lebte 20 Jahre mit ihrer Blasen-Scheiden-Fistel. „Mein Mann und ich selbst haben nicht geglaubt, dass die nächste Operation funktionieren könnte, weil wir dachten, dass ich entlassen worden war, weil ich unheilbar war. Also haben wir beschlossen, dass eine weitere Operation nichts als Zeitverschwendung sei. Diese 20 Jahre verbrachte ich völlig istoliert. Niemand im Dorf außer meinem Mann wußte von meiner Inkontinenz.“
Die Nachricht, dass es in Mekelle ein Außenzentrum gab, nährte neue Hoffnung in Tekele. Vor 2 Jahren reiste sie dorthin, aber die Operation war nicht erfolgreich. Tekele wurde erneut nach Addis Abeba weiter geschickt. Letzten Sommer wurde sie erneut operiert und ist jetzt völlig trocken. „Es war wie eine Entlassung nach 20 Jahren Gefängnis. Endlich kann ich teilnehmen an glücklichen oder traurigen Ereignissen im Dorf und muss keine Ausreden mehr erfinden.“
Tekele lebt jetzt in Desta Mender. Die durchläuft die Rehabilitation und wird in wenigen Monaten nach Hause zurückkehren um in Zukuft in ihrem Dorf zu helfen.

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