Hana Tilahun- Hamlin-Hebamme im Jarso Health Center

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Hana ist 24 Jahre alt und kommt aus Babile, einer Kleinstadt in Ost-Äthiopien, 30 km entfert vom Harar Hamlin Fistula Center. Ihre hervorragenden Leistungen beim Abitur und ihr Interesse daran, im Gesundheitswesen für Mütter und Kinder tätig zu sein, machte sie für die Teilnahme am kostenlosen Stipendienprogramm der Hamlin Hebammenschule sehr geeignet.
Nach vier Jahren intensiver Ausbildung erhielt Hana 2016 das Abschlussdiplom als Absolventin des sechsten Hebammen-Jahrgangs. „Nur weil ich hier ausgebildet wurde, bin ich eine Hebamme, die besonderes Augenmerk auf die Vorbeugung von Geburtsfisteln legt. Ich liebe meinen Beruf und freue mich, dass ich meiner Gemeinschaft sowie den Müttern diene, die mich hier aufsuchen.“
Hana hat während ihrer vierjährigen Studienzeit an der Schule mehr als hundert Geburten sicher begleitet und in ihrem fast zweijährigen Arbeitsleben am staatlichen Gesundheitszentrum Jarso fast eintausend sichere Geburten durchgeführt. Diese Regierungsklinik gilt inzwischen als die beste in ihrer mütterlichen Gesundheitsversorgung in der Regionalregierung. Der Löwenanteil dieser Leistung gebührt den die vier Hamlin-Hebammen, die dort gearbeitet haben oder derzeit arbeiten. Hana und ihre Kollegin bemühen derzeit sehr um die Aufrechterhaltung des hohen Standards der Klinik.
„Dr. Catherine Hamlin ist mein Vorbild für positive Energie zur Unterstützung der Ärmsten. Ich wünsche ihr ein langes und gesundes Leben. Ich möchte mich bei den Lehrern an der Schule und den Hausmüttern herzlich dafür bedanken, dass sie meinen Beruf und meine Persönlichkeit geformt haben.“

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Rahmet Kedir – Hebammenschülerin im 2. Jahr

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Rahmet Kedir – unser Geburtshelfer im zweiten Jahr
Rahmet ist jetzt 18 Jahre alt und aufgewachsen in Yayo, einer Kleinstadt in der Nähe von Mettu. Rahmet ist eine excellente Schülerin. Sie war immer Klassenbeste, von der Grundschule bis zum Abitur. Es war diese Qualität von Rahmet, die ihr ermöglichte, das Stipendium der Hebammenschule zu erhalten, und trat der Schule im Jahr 2017 bei.
„Gesundheitserziehung ist mein langjähriger Traum und hier studiere ich meinen Traum und einen der besten Berufe der Welt. Ich bin froh, dass es eine reine Mädchenschule ist, was ein Vorteil ist, um mich auf mein Studium voll zu konzentrieren.“ sagt Rahmet „die gut ausgestattete Einrichtung und der Lehrplan mit Fokus auf praktisches Lernen macht diese Schule vorteilhafter als andere.“
Rahmet ist derzeit Studentin im zweiten Jahr der Hebammenschule, auch hier ist sie natürlich Klassenbeste.

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Tsinat Hussein – Hebammenschülerin

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Die 19-jährige Tsinat ist in Ost-Äthiopien aufgewachsen und kommt aus der Kleinstadt Bedeno, in der Nähe von Harar. Seit ihrer Kindheit träumt Tsinat davon, Gesundheitsexpertin zu werden. Als sie zu einer High-School-Schülerin herangewachsen ist, wird dieser Traum zu ihrem leidenschaftlichen Ziel. Nachdem sie in der nationalen Aufnahmeprüfung gut genug punkten konnte, stieß sie auf das Screening-Team der Hebammenschule, sie bestand stolz die Aufnahmenprüfund der Schule und schloss sich den zwanzig jungen Frauen aus verschiedenen Regionen an, die das Stipendium erhielten für das akademische Jahr 2018/19.
„Ja, Gesundheitsexpertin war mein Kindheitstraum, aber nicht unbedingt Hebamme“, sagt Tsinat und wartet auf ihre erste Klasse in ihrem weißen Hemd und der roten Hosenuniform. Doch nachdem ich die Schönheit der Hebammenschule und die mütterliche Fürsorge der Hausmütter gesehen habe, die erstklassigen Lehrmittel und vor allem die hervorragende Arbeit, habe ich mich bestätigt gefühlt.“
Obwohl sie nur wenig über Geburtsfisteln wusste, ist es ihr jetzt klar, wie wichtig ihre Rolle sein wird.

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Neue Hebammenschülerinnen

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Die Hebammenschule begrüßte weitere 20 neue Studentinnen.

Nach einem harten Screening-Prozess hat die Hebammenschule weitere 20 junge Mädchen für das akademische Jahr 2018/19 begrüßt. Die neuen Schülerinnen wurden aus ländlichen Gymnasien in vier Regionen ausgewählt. Aufgrund der Kriterien haben alle Mädchen die Aufnahmeprüfung der nationalen staatlichen Universitäten gut genug bestanden und waren in ihren jeweiligen High Schools herausragende Schülerinnen.
Nach der Registrierung verbrachten die Studentinnen die ersten zwei Einführungswochen mit dem Erlernen der Kultur und den Prinzipien der Schule, einem Besuch des Addis Abeba Fistula Hospitals sowie einer Stadtrundfahrt mit Besuch der wichtigsten Einkaufszentren und touristischen Sehenswürdigkeiten. Eine solche Begrüßung ist für höhere Institutionen außer der Hebammenschule ungewöhnlich. „Ich fand es mehr als ich erwartet hatte,“ sagt Tsinat, einer der Neuankömmlinge aus Ost-Äthiopien rund um „der atemberaubende Ort, die hoch ausgestatteten Klassenzimmer, das ausgezeichnete Essen und die mütterliche Fürsorge der Hausmütter; Ich habe von dem Status der staatlichen Universitäten im Land gehört, aber das Hamlin College ist anders. Ich bin so glücklich, Dr. Catherines Vision beizutreten und bin jetzt sehr leidenschaftlich, meinen Teil beizutragen.“
Die neuen Schülerinnen haben gerade ihren ersten regulären Unterricht begonnen und der Wettbewerb unter den 20 herausragenden jungen Mädchen, hat bereits begonnen. Und genau wie ihre älteren Kolleginnen werden sie als qualifizierte Hebammen enden, was den Gesundheitsdienst der Mütter im ländlichen Äthiopien betrifft.

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Asnaku Adugna – Desta Mender

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Asnaku ist inzwischen 48 Jahre alt. Sie wuchs in einem entlegenen Dorf auf ohne Schulbildung aber mit vielen Entbehrungen. Sie hütete die Tiere, holte Wasser und Feuerholz, kümmerte sich um ihre jüngeren Geschwister und half der Mutter zuhause. Mit 15 Jahren heiratete sie und ihre Kindheit war zuende.
Mit 18 Jahren wurde sie schwanger. Die Schwangerschaft endete mit einem Desaster. Sie entband traditionsgemäß zuhause und hatte nach 3 Tagen Wehen eine doppelte Fistel und eine Fußlähmung. „Nach 3 Tagen Wehen konnte mein Vater das Gebrüll der Dorfbewohner nicht mehr ignorieren und brachte mich auch einer Trage drei Stunden lang in die nächste Ambulanz. Die Leute dort sagten, es gäbe ernsthafte Probleme und schickten mich weiter in das nächste Krankenhaus, neun Stunden Fußmarsch entfernt. Als ich aus der Bewusstlosigkeit erwachte, konnte ich mich nicht bewegen und war doppelt inkontinent. Ich fühle immer noch den Schmerz und die Depressionen, wenn ich mich daran erinnere.“
Damals dachten die Dorfleute, dass Ärzte Körperteile stehlen und viele Menschen töten würden. Deshalb wollte die Familie Asnaku nicht in die Klinik bringen.
Nach einem Monat im Krankenhaus hatte sich ihr Zustand nicht gebessert, sollte sie in das Addis Abeba Fistula Hospital gebracht werden. Da ihr Vater das Fahrgeld nicht aufbringen konnte, kehrte Asnaku zunächst für etwa ein Jahr lang in ihr Dorf zurück. „Ohne meinen Vater hätte ich das nie geschafft. Er wollte unbedingt meine Heilung und brachte mich in das Fistula Hospital.“
Die Rektalfistel und auch die Beinverletzung konnten relativ bald geheilt werden. Aber die Harninkontinenz war auch nach mehreren Operationen nicht besser geworden.
„Der Tod meines Vaters vor 20 Jahren war der größte Verlust in meinem Leben. Ich verlor die einzige Person, die mich in jeder Hinsicht unterstützt hatte. Ich lebte bei Familienmitgliedern zu leben, die mich wie eine Dienerin behandelten, nur wegen der Fistel.“, erinnert sich Asnaku.
Die Fistel hatte Asnakus Leben in vielerlei Hinsicht beeinträchtigt. Ihr Ehemann ging weg, sie wurde stigmatisiert und misshandelt von ihren Familienangehörigen, vor allem führte sie ein langes und stressiges Leben mit schwerem Herzen. Ihr verstorbener Vater hatte sein ganzes Geld verloren und war für ihre Heilung in Armut geraten.
Vor etwa 30 Jahren kam Asnaku in das Fistula Hospital und wurde damals noch von Dr. Reginald Hamlin an der Rektalfistel operiert. Durch lange Monate Krankengymnastik besserte sich ihre Beinverletzung. Da ihre Blase zerstört war, konnte man sie zunächst operativ nicht heilen. Erst im Frühjahr 2018 machte Dr. Fekade eine Harnableitung und Asnaku war endlich trocken.
Jetzt hat sie das 3-monatige Rehabilitationstraining abgeschlossen und hat große Pläne.
„Dank der Unterstützung, die ich von diesem Krankenhaus erhielt, begann ich, von der Zukunft zu träumen. Mit dem Training, das ich in Desta Mender bekam, plane ich, in der Stadt in der Nähe meines Dorfes ein eigenes Geschäft zu führen und ein glückliches Leben zu führen.“

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