Elfinesh Yirga

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Elfineshs kleiner Laden befindet sich in Begi, einer kleinen Stadt im Nordwesten, 250 km von Addis Abeba entfernt und 90 km abseits der Hauptstraße. Der Laden bedeutet alles für Elfinesh und ihre 10 Jahre alte Tochter Netsanet. Ihr Einkommen ist die einzige Lebensgrundlage, um Essen und Kleidung zu kaufen, für das schöne Mädchen Netsanet, die jetzt die 6. Klasse besucht.
Elfinesh Yirga ist jetzt 30 Jahre alt, im Nordwesten geboren und aufgewachsen. Wegen der Heirat verließ sie ihren Geburtsort und wohnte 60 km südlich von Addis Abeba in einer kleinen Stadt. Elfinesh wurde Mutter einer schönen Tochter und hatte bis zu ihrer zweiten Schwangerschaft vor 6 Jahren ein glückliches Leben. Unglücklicherweise dauerte die Geburt länger und endete mit doppeltem Kummer für Elfinesh – ein Kind zu verlieren und mit einer traumatischen Geburtsfistel konfrontiert zu werden.
Drei Monate nach der Verletzung war Elfinesh im Addis Abeba Fistula Hospital angekommen und hatte sechs Jahre lang verschiedene Behandlungsverfahren durchlaufen. Da ihr Fall schwierig ist, konnten die vier Operationen keine vollständige Heilung bringen und sie hat sich in den letzten drei Jahren mit Stöpseln beholfen.  „Wegen dieser Verletzung wurde ich geschieden, von meiner eigenen Familie diskriminiert, unfähig, meiner einzigen Tochter nachzufolgen, ich führte im Allgemeinen ein verzweifeltes Leben. Aber das Hamlin Fistula Hospital hat nicht nur meine Verletzung geheilt, sondern auch mein Leben positiv verändert. Ich kann nicht meine Dankbarkeit dafür ausdrücken“ erinnert sie sich.
Vor drei Jahren durchlief Elfinesh die 3-monatige Ausbildung im Reha-Zentrum in Desta Mender. Nach einer Beratung, wie ein kleines Unternehmen geführt werden sollte, erhielt Elfinesh ein Startkapital in Höhe von 400 Dollar. sie eröffnete ein Geschäft in einer kleinen Stadt in der Nähe ihres Geburtsortes. Dort gibt es Wasser und Strom, eine Schule für ihre Tochter und eine kleine Klinik. Seit 3 Jahren ist sie jetzt dort und durch harte Arbeit kann sie inzwischen gut davon leben. Für Elfinesh und ihre Tochter Netsanet ist der Laden tagsüber ihr Arbeitsplatz und nachts Schlafplatz und Küche.
„Dank der Unterstützung kann ich jetzt wieder frei, unabhängig und selbstbewusst leben. Ich habe ein gute Verhältnis mit meinen Nachbarinnen und nehme aktiv am sozialen Leben teil.“ erklärt Elfinesh.
Wiedereingliederung und wirtschaftliche Unabhängigkeit haben Elfinesh sehr gestärkt. Der regelmäßige Besuch ihrer Familie und Verwandten gibt ihr soziale Sicherheit. Gezahagn ist ihr älterer Bruder, Schneider von Beruf, der in derselben Stadt wie Elfinesh arbeitet. Er sagte: „Durch die Unterstützung des Fistula Hospitals wurde Elfinesh wieder die glückliche Frau, die sie vor ihrer Verletzung war. Sie hat mich ermutigt, auch in dieser Stadt zu leben und wir unterstützen uns als Familie auf jede mögliche Weise. “
Elfinesh besucht oft unser Krankenhaus mit einem Termin für eine medizinische Untersuchung. Manchmal verpasst sie die festgesetzte Zeit, um sich um ihre Tochter zu kümmern.

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Benalfew Ayehu – Rehabitilitationstrainee

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Benalfew kommt aus einem kleinen Dorf in der Nähe von Debre Markos. Der nächste Markt war 2 Stunden Fußmarsch entfernt. Der Fluß ist die einzige Wasserquelle für die Dorfbewohner.
Mit 14 Jahren wurde sie verheiratet und lebte mit ihrem Mann in einem Dorf, dass noch abgelegener war. Sie war selbst noch ein Kind, als sie eine Familie gründete. Aber mit der Zeit gewöhnte sie sich an das Eheleben und bekam 3 Kinder. Dieses glückliche Leben dauerte bis zur 4 Geburt, die unerwartet lange dauerte. Sie verbrachte zwei schmerzhafte Nächte zu Hause und weitere zwei Nächte im nächstgelegenen Health Center, zwei Stunden Fußmarsch vom Dorf entfernt. Schließlich wurde sie in der fünften Nacht durch einen Kaiserschnitt entbunden. Die langen Wehen ließen Benalfew unter Harninkontinenz und unerträglichen Bauchschmerzen zurück.
Drei Monate später wurde sie im Bahir-Dar-Außenzentrum aufgenommen, aber die schweren Schäden erforderten mehrere Operationen, sowohl in Bahir Dar als auch in Addis Abeba.
„Kurz nach der Verletzung hat mein Mann mir gesagt, dass er nicht mehr länger bei mir bleiben kann und ist weg. Ich kehrte voller Tränen in mein Heimatdorf zurück und lebte bei meiner Familie. Sogar meine Kinder leiden. Sie leben bei ihrem Vater, wenn ich im Krankenhaus bin und kommen zu mir zurück, wenn ich zuhause bin. Die Fistel hat alle Bereiche meines Lebens ruiniert „, erinnert sie sich.
Ihr Mann heiratete eine andere Frau und beendete die Beziehung zu Benalfew. In diesen Jahren mit Fisteln wurde sie einsam und lebte isoliert von allen gesellschaftlichen Zusammenkünften. „Dass ich früher bei in Bahir Dar war, hat mir sehr geholfen und mich hoffnungsvoll gemacht. Besonders wenn ich Menschen mit komplexen Verletzungen sehe, die sich gut erholen, macht mich stärker. Ich kann nicht erklären warum, aber immer wenn ich hier bin, bin ich immer sicher, geheilt zu werden. „Benalfew
Benalfew wird nicht vergessen, dass während ihrer Reise nach Bahir Dar die Leute im Bus es abgelehnt hatten, ihr wegen des Gestanks zweimal den Dienst zu geben.
In diesen vier Jahren erhielt Benalfew zwei Operationen in Bahir Dar und zwei weitere in Addis Abeba, aber alle waren nicht erfolgreich. Dies liegt daran, dass die langen Wehen von 5 Tagen im Inneren große Schäden verursacht haben.
Im Mai letzten Jahres war Benalfew wurde Beanlfew ein letztes Mal operiert und erhielt eine Harnableitung. Jetzt ist sie endlich völlig trocken.
„Vielen Dank euch allen, ich bin jetzt glücklich, voller Zuversicht, meine Kinder zu unterrichten und meine Zukunft besser zu machen“
Benalfew erhält derzeit in Desta Mender ein Rehabilitationstraining, das drei Monate dauert.

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Hawa Ebro – geheilt nach über 20 Jahren

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Hawa schätzt ihr Alter auf etwa 60 Jahre. Sie hat einen Sohn und zwei Töchter, die alle schon eine eigene Familie und Kinder haben. Sie lebte in einem kleinen abgelegenen Dorf in Ostäthiopien ohne Strom, Wasser, ohne Schule. Hawa lebte relativ glücklich mit ihrem Mann und den Kindern bis zur vierten Schwangerschaft vor über 20 Jahren. Sie hatte mehrere Tage lang Wehen und am Ende eine Totgeburt. Hawa überlebte mit einer Blasen-Scheiden-Fistel.
„Ich habe noch nie von solch einer beschämenden Verletzung in meinem Leben gehört. Früher habe ich geschwiegen und nicht darüber gesprochen“, erinnert sie sich.
Hawa hielt sich von anderen Menschen fern, um nicht durch ihren Gestank aufzufallen.
„Ich und meine Familie haben bereits gedacht, dass es unheilbar ist und konzentrierten uns darauf, mit der Fistel zu leben, anstatt Heilung zu suchen.“
In den vergangenen 20 Jahren hat Hawa mit der Inkontinenz gelebt. Sie hat sich an den Zustand angepasst und es so genommen, als wäre es ihr Schicksal. Ihre Kinder und ihr Ehemann, der immer noch bei ihr lebt, waren sehr hilfsbereit beim Waschen der Kleidung und Bettwäsche. „In unserer Kultur kann man nicht mit jedem sprechen und die meisten Dorfbewohner wussten nicht, was genau passiert ist, nur dass ich krank war.“
Durch die Kampagne des Harar-Außenzentrums in Zusammenarbeit mit lokalen Regierungsstellen wurden acht Fistelopfer einschließlich Hawa identifiziert und in der ersten Aprilwoche nach Addis Abeba gebracht.
Nach zwei Wochen Vorbehandlungen wurde Hawa operiert und war nach 2 Wochen völlig trocken. Alle unsere Krankenschwestern, Helferinnen und Ärzte sind von Hawas Fall überrascht. Da sie so lange mit einer Fistel gelebt hatte, wäre es natürlich gewesen, wenn es Komplikationen gegeben hätte, aber das Gegenteil war der Fall und Hawa wurde nach einem Monat geheilt entlassen.
„In meinem Dorf, als sie mich zum ersten Mal identifiziert und mir gesagt haben, dass ich geheilt werden kann, habe ich es nicht geglaubt. Ich habe einfach beschlossen, ihnen zu folgen, weil sie sich in einem Dilemma befinden. Aber sie haben Recht. Ich bin jetzt geheilt. Für eine alte Frau wie mich ist die einzige Kraft, die ich habe, das Gebet. Ich werde für euch alle hier und für das lange Leben dieses Krankenhauses Tag und Nacht beten. Danke, dass ihr das Unmögliche möglich gemacht habt.“

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Internationales Partnertreffen

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Am 1. und 2. Juni fand unser jährliches Partnertreffen in Addis Abeba statt. Es kamen Partner aus Australien, Deutschland, Großbritannien, Neu Seeland, Schweden, Schweiz und den USA. Ebenfalls anwesend waren das äthiopische Kommittee und das Senior Management Team.
Wir tauschten uns aus über die Ereignisse des vergangenen Jahres. Der frühere CEO Dr. Tesfaye wurde in den Ruhestand verabschiedet und der neue Deputy CEO Ato Tesfaye wurde herzlich begrüßt.
Die Vertreter des Senior Managements hielten kurze Vorträge über ihre Arbeit. Das Hauptthema war einerseits die Höhe der Renovierungskosten, auf der anderen Seite die geplante Weiterbildung für Hebammen – das Mastersprogramm.
Alle waren am Ende sehr positiv gestimmt und blicken voll Zuversicht in die Zukunft.

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Ato Tesfaye – der neue stellvertretende Direktor des Fistula Hospitals

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Hamlin Fistula Ethiopia (HFE) hat im April 2018 einen neuen Stellvertretenden Generaldirektor (DCEO), Ato Tesfaye Mamo, begrüßt. Ato Tesfaye bringt mehr als 20 Jahre Erfahrung in Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen mit.

In seiner Eigenschaft als DCEO wird Ato Tesfaye die operativen und programmatischen Arbeiten des Fistula Hospitals zusammen mit dem Senior Management Team leiten. Ato Tesfaye begrüßte seine neue Aufgabe und sagte: „Dies ist eine große Ehre und ich schätze das Vertrauen, das mir das Kuratorium und der CEO entgegenbringen. Ich freue mich auf die Herausforderung, eng in Hamlins strategischer Weiterentwicklung eingebunden zu sein und seinen Ruf als wegweisender und hoch angesehener Akteur in der Behandlung von Fisteln und der Prävention weiter zu stärken.“
Bevor er zu HFE kam, war Ato Tesfaye General Manager des TZNA General Hospitals, Geschäftsführer der RANK Family PLC, Geschäftsführer des Black Lion Hospitals, College of Health Sciences der Addis Ababa Universität, Assistant Dean, Administration and Finance der School of Medicine, Universität von Addis Abeba und Mitglied des Senior Management Teams beim Äthiopischen Roten Kreuz.

Ato Tesfaye hat zwei Master-Abschlüsse, einen in Logistik und Supply Chain Management von der Addis Ababa University, und den anderen in Transformational Leadership and Change von der University of Greenwich, Großbritannien. Sein Forschungsinteresse umfasst Gesundheitsmanagement, Servicequalität, Patientenzufriedenheit, Krankenhausführung und Optimierung des Patientenflusses.

Das Team von Hamlin Fistula Ethiopia und das Senior Management Team heißen Ato Tesfaye herzlich willkommen und wünschen ihm alles Gute für seine Führungsrolle.

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