Rahmet Kedir – Hebammenschülerin im 2. Jahr

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Rahmet Kedir – unser Geburtshelfer im zweiten Jahr
Rahmet ist jetzt 18 Jahre alt und aufgewachsen in Yayo, einer Kleinstadt in der Nähe von Mettu. Rahmet ist eine excellente Schülerin. Sie war immer Klassenbeste, von der Grundschule bis zum Abitur. Es war diese Qualität von Rahmet, die ihr ermöglichte, das Stipendium der Hebammenschule zu erhalten, und trat der Schule im Jahr 2017 bei.
„Gesundheitserziehung ist mein langjähriger Traum und hier studiere ich meinen Traum und einen der besten Berufe der Welt. Ich bin froh, dass es eine reine Mädchenschule ist, was ein Vorteil ist, um mich auf mein Studium voll zu konzentrieren.“ sagt Rahmet „die gut ausgestattete Einrichtung und der Lehrplan mit Fokus auf praktisches Lernen macht diese Schule vorteilhafter als andere.“
Rahmet ist derzeit Studentin im zweiten Jahr der Hebammenschule, auch hier ist sie natürlich Klassenbeste.

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Tsinat Hussein – Hebammenschülerin

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Die 19-jährige Tsinat ist in Ost-Äthiopien aufgewachsen und kommt aus der Kleinstadt Bedeno, in der Nähe von Harar. Seit ihrer Kindheit träumt Tsinat davon, Gesundheitsexpertin zu werden. Als sie zu einer High-School-Schülerin herangewachsen ist, wird dieser Traum zu ihrem leidenschaftlichen Ziel. Nachdem sie in der nationalen Aufnahmeprüfung gut genug punkten konnte, stieß sie auf das Screening-Team der Hebammenschule, sie bestand stolz die Aufnahmenprüfund der Schule und schloss sich den zwanzig jungen Frauen aus verschiedenen Regionen an, die das Stipendium erhielten für das akademische Jahr 2018/19.
„Ja, Gesundheitsexpertin war mein Kindheitstraum, aber nicht unbedingt Hebamme“, sagt Tsinat und wartet auf ihre erste Klasse in ihrem weißen Hemd und der roten Hosenuniform. Doch nachdem ich die Schönheit der Hebammenschule und die mütterliche Fürsorge der Hausmütter gesehen habe, die erstklassigen Lehrmittel und vor allem die hervorragende Arbeit, habe ich mich bestätigt gefühlt.“
Obwohl sie nur wenig über Geburtsfisteln wusste, ist es ihr jetzt klar, wie wichtig ihre Rolle sein wird.

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Sinke Agmase – Desta Mender

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Sinke Agmase ist 51 Jahre alt und kommt aus der Region Oromiya. Sie wuchs in einem kleinen Dorf auf, gründete eine Familie und bekam 6 Töchter. Das Dorf liegt etwa 2 Tage Busfahrt von Addis und 2 Stunden Fußmarsch vom nächsten Marktflecken entfernt. Die Landwirtschaft deckt gerade die Lebenshaltungskosten. Strom, Wasser, medizinische Versorgung sind unerreichbare Luxusgüter. Trotz dieses einfachen Lebens war Sinke glücklich und zufrieden. Sie ist sechsfache Mutter und Großmutter. Die älteste Tochter hat schon eine eigene Familie gegründet, die anderen Mädchen gehen noch zur Schule.
Sinke bekam alle Kinder zuhause und ließ sich während der Schwangerschaften nie ärztlich untersuchen. Bei der sechsten und letzten Schwangerschaft wollte sie wieder zuhause entbinden und niemand wusste oder erwartete, dass es Komplikationen geben könnte. Die Wehen dauerten länger als 1 Tag und am Ende wurde ihre sechste Tochter geboren, die jetzt 8 Jahre alt ist.
„Zuerst sah alles gut aus, aber ich stellte fest, dass ich kein Wasser lassen konnte. Nach mehreren Tagen wurde ich in ein Krankenhaus gebracht, als ich plötzlich bemerkte, dass etwas in mir zu platzen schien und ein Schwall Urin aus mir floss. Ich schämte mich sehr.“
Nach 2 Wochen im Krankenhaus kehrte Sinke ohne Besserung nach Hause zurück und blieb dort 8 Jahre lang. „Ich war überzeugt, dass meine Krankheit unheilbar sei. Es hatte auf die Familie große Auswirkungen. Meine Töchter hatten Schwierigkeiten in der Schule und wir alle verloren das Lachen und die Heiterkeit.“
Am Ende entschied die älteste Tochter, die Mutter nach Addis Abeba zu bringen und dort nach Heilung zu suchen. Sie erbettelte bei Verwandten das Fahrgeld und reiste mit ihrer Mutter in die Hauptstadt. Dort gingen sie zu verschiedenen Krankenhäusern, bis man sie in das Fistula Hospital schickte. „Bis wir die Überweisung bekamen, hatten wir fast kein Geld mehr. Wir aßen nur einmal täglich, aber die Übernachtung war sehr teuer. Das Fistula Hospital bedeutete Rettung in mehrfacher Hinsicht.“
Sinke kam im März 2018 im Fistula Hospital an. Sie wurde untersucht und nach 4 Monaten durch eine Harnableitung total trocken. Am 30. August 2018 beendete sie das Reha-Training und wird bald in ihr Dorf zurückkehren, ein kleines Geschäft eröffnen und sich um ihre Töchter kümmern.

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Benalfew Ayehu – Rehabitilitationstrainee

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Benalfew kommt aus einem kleinen Dorf in der Nähe von Debre Markos. Der nächste Markt war 2 Stunden Fußmarsch entfernt. Der Fluß ist die einzige Wasserquelle für die Dorfbewohner.
Mit 14 Jahren wurde sie verheiratet und lebte mit ihrem Mann in einem Dorf, dass noch abgelegener war. Sie war selbst noch ein Kind, als sie eine Familie gründete. Aber mit der Zeit gewöhnte sie sich an das Eheleben und bekam 3 Kinder. Dieses glückliche Leben dauerte bis zur 4 Geburt, die unerwartet lange dauerte. Sie verbrachte zwei schmerzhafte Nächte zu Hause und weitere zwei Nächte im nächstgelegenen Health Center, zwei Stunden Fußmarsch vom Dorf entfernt. Schließlich wurde sie in der fünften Nacht durch einen Kaiserschnitt entbunden. Die langen Wehen ließen Benalfew unter Harninkontinenz und unerträglichen Bauchschmerzen zurück.
Drei Monate später wurde sie im Bahir-Dar-Außenzentrum aufgenommen, aber die schweren Schäden erforderten mehrere Operationen, sowohl in Bahir Dar als auch in Addis Abeba.
„Kurz nach der Verletzung hat mein Mann mir gesagt, dass er nicht mehr länger bei mir bleiben kann und ist weg. Ich kehrte voller Tränen in mein Heimatdorf zurück und lebte bei meiner Familie. Sogar meine Kinder leiden. Sie leben bei ihrem Vater, wenn ich im Krankenhaus bin und kommen zu mir zurück, wenn ich zuhause bin. Die Fistel hat alle Bereiche meines Lebens ruiniert „, erinnert sie sich.
Ihr Mann heiratete eine andere Frau und beendete die Beziehung zu Benalfew. In diesen Jahren mit Fisteln wurde sie einsam und lebte isoliert von allen gesellschaftlichen Zusammenkünften. „Dass ich früher bei in Bahir Dar war, hat mir sehr geholfen und mich hoffnungsvoll gemacht. Besonders wenn ich Menschen mit komplexen Verletzungen sehe, die sich gut erholen, macht mich stärker. Ich kann nicht erklären warum, aber immer wenn ich hier bin, bin ich immer sicher, geheilt zu werden. „Benalfew
Benalfew wird nicht vergessen, dass während ihrer Reise nach Bahir Dar die Leute im Bus es abgelehnt hatten, ihr wegen des Gestanks zweimal den Dienst zu geben.
In diesen vier Jahren erhielt Benalfew zwei Operationen in Bahir Dar und zwei weitere in Addis Abeba, aber alle waren nicht erfolgreich. Dies liegt daran, dass die langen Wehen von 5 Tagen im Inneren große Schäden verursacht haben.
Im Mai letzten Jahres war Benalfew wurde Beanlfew ein letztes Mal operiert und erhielt eine Harnableitung. Jetzt ist sie endlich völlig trocken.
„Vielen Dank euch allen, ich bin jetzt glücklich, voller Zuversicht, meine Kinder zu unterrichten und meine Zukunft besser zu machen“
Benalfew erhält derzeit in Desta Mender ein Rehabilitationstraining, das drei Monate dauert.

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Tafetu Ayalew

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Tafetu bedeutet Schatz. Sie kommt aus einem kleinen Dorf, 2 Tage Fußmarsch von der Hauptstraße entfernt. Es gibt dort weder Strom noch fließendes Wasser und auch keine medizinische Versorgung. Auch reicht die traditionelle Laandwirtschaft nicht aus, um die Familien im Dorf zu ernähren.
Tafetu wurde früh verheiratet in einer arrangierten Ehe. Für sie bedeutete das Eheleben, eine zusätzliche Herausforderung. Sie kümmert sich um den Haushalt, geht weit zur Wasserquelle, trägt den Wassertopf auf dem Rücken, danach in den Dschungel, um Feuerholz zu sammeln, und zurück zu Hause kocht sie das Essen. Alle Schritte werden von Hand gemacht. So arbeitet Tafetu von früh bis Mitternacht.
In ihrem Eheleben war Tafetu 5 Mal schwanger, nur zwei Söhne wurden lebend geboren. Sie sind jetzt 10 und 5 Jahre alt. Sie hat alle Kinder zuhause geboren, aber die fünfte Geburt war schlimmer als die anderen und ließ sie inkontinent zurück. In dieser Zeit verlor sie auch nacheinander ihre Mutter und ihren Vater.
Bei der 5. Geburt, Mitte 2014, war Tafetu zu Hause, als die Wehen begannen. Ihr stand nur eine Nachbarin zur Seite. Nach 2 langen Tagen Wehen wurde sie in das nächste Health Center gebracht, etwa 6 Stunden Fußmarsch entfernt. Von dort aus wurde sie mit der Ambulanz in das nächste Krankenhaus gebracht. Nach 4 Tagen hatte sie eine Totgeburt und blieb mit einer Geburtsfistel.
3 Monate später ging Tafetu Anfang 2015 in das Mekelle Außenzentrum. Von dem Krankenhaus hatte sie eine Überweisung erhalten. Seitdem war sie in Behandlung, aber sie konnte erst in Addis vollständig geheilt werden.
„Diese Verletzung hat mein Leben total zerstört und mich der Instabilität überlassen. Mein Mann hat mich verlassen, weil ich ihm nicht mehr dienen kann. Ich bin dann obdachlos von meinen Söhnen weggegangen und bei verschiedenen Verwandten geblieben, während ich immer wieder nach Mekelle auf der Suche nach Heilung gereist bin.“ erinnert sie sich. „Diejenigen, die meinen Fall kannten, ermutigten mich, nicht aufzugeben, während andere, die nicht wussten, was passiert war, gemunkelt haben, warum ich lieber isoliert war“, fügt sie hinzu.
Tafetu war sowohl in Mekelle als auch in Addis seit 2015 in Behandlung. Die beiden Operationen in Mekelle und eine weitere Operation im Hauptkrankenhaus waren erfolglos. Im Dezember kam sie in das Addis Abeba Fistula Hospital für einen weiteren Versuch und nach vielen medizinischen Eingriffen bekam sie die letzte Umleitungsoperation in der ersten Maiwoche. Diesmal wird sie völlig trocken und geheilt.
„Wäre ich nicht in Addis gewesen, ich könnte nicht mehr existieren. Ich bin arm, habe meine Familie früher verloren und bin heimatlos. Dieses Krankenhaus ist mein Zuhause und die Mitarbeiter sind meine Familie. Du hast mein Leben wiederhergestellt, mich geheilt und mich jetzt mit den Fähigkeiten des Lebens bei Desta Mender ausgestattet. Das ist so außergewöhnlich, dass keine Worte Ihnen allen von Herzen danken können. Lang lebe das Krankenhaus und das Personal.“

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