Geburtsverletzungen machen junge Frauen zu Ausgestoßenen

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Die meisten Frauen in Subsahara-Afrika gebären ohne jegliche medizinische Hilfe, selbst einfache Ambulanzen sind viele km entfernt, ohne Straßen erst nach stundenlangem Fußmarsch erreichbar. Bei Komplikationen ist die Gebärende völlig auf sich allein gestellt. Nach tagelangen Wehen kommt es in den meisten Fällen zu einer Totgeburt. Durch den konstanten Druck des kindlichen Kopfes auf das Beckengewebe wird die Blutversorgung unterbrochen und das Gewebe stirbt ab.
So entsteht ein Loch zwischen Blase und Vagina (Blasen-Scheiden-Fistel) oder im schlimmsten Fall auch noch zwischen Vagina und Rektum. Die betroffenen Frauen leiden für den Rest ihres Lebens an schwerster Inkontinenz. Urin und Exkremente tröpfeln ständig und unkontrolliert aus der Scheide. Neben dem traumatischen Geburtserlebnis und dem Verlust des Kindes werden die Frauen oft aus der häuslichen Gemeinschaft ausgeschlossen. Sie verfügen weder über Informationen noch Geld, um nach ärztlicher Hilfe zu suchen.

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Die Urologie des Diakonieklinikums Stuttgart hilft!

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Prof. Schwendtner hat von unserer Suche nach endoskopischen Gerätschaften erfahren und uns spontan ein ganzes Set zur endoskopischen Nierenoperation vermacht. Patientinnen mit großen Nierensteinen können nun endoskopisch operiert werden und benötigen keine offene Operation mehr, die die bereits vorgeschädigte Niere noch mehr in Mitleidenschaft ziehen würde. Unser herzlicher Dank gilt dem ganzen Team der Urologie!

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Wir benötigen Ihre Unterstützung !!!

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Im Krankenhaus fehlt noch vieles und manche OP-Möbel wurden im Land in so schlechter Qualität geliefert, das wir uns nun entschieden haben, sie wegen gravierender Mängel zurückzugeben. Wir werden zwei OP-Tische samt Umgebung aus Deutschland schicken. Dazu benötigen wir noch Ihre tatkräftige Unterstützung.
Die OP-Möbel zeigten zum Teil nach dem Aufbau schon rostige Stellen. Wir haben uns entschieden diese zurückzugeben.
Das Terrewode Fistula Hospital benötigt dringend zwei OP-Tische. Frau Dr. Barbara Teltschik hat sich
sehr um ein günstiges Angebot bemüht. Es fehlen uns aber noch Gelder, da die beiden OP-Tische mit
Zubehör über 40.000 Euro kosten. Deswegen möchten wir Sie um eine zusätzliche Spende bitten. Die Spendenbescheinigungen hierfür werden wir Ihnen umgehend zuschicken.

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OP-Termine im Krankenhaus in Soroti/Uganda

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TERREWODE FISTULA HOSPITAL

Täglich stellen sich bereits Patientinnen vor, um einen OP-Termin zu bekommen. Bereits die zweite Rehabilitationsgruppe ist im zugehörigen Gebäude mit 30 Betten untergebracht.

 


Häufigkeit der Fisteln in Uganda:

Geschätzte Häufigkeit/Geburten 1%
Neuerkrankungen pro Jahr 1900
Betroffene Frauen 200.000
Geschätze Mortalitätsrate bei protrahierter Geburt 30-40%

Nur 3% der betroffenen Frauen suchen ärztliche Hilfe!

Laut: NATIONAL OBSTETRIC FISTULA STRATEGY, Ministery of Health, Uganda 2016

Mehr Infos unter: Uganda Info

Alice Emasu

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Gründerin und Geschäftsführerin von TERREWODE in Uganda     
1999 gründete Alice die Vereinigung zur Neuorientierung und Rehabilitation von Teso-Frauen für Entwicklung (TERREWODE Empowering Woman and Girls).
Leidenschaft für die Gleichstellung der Geschlechter und soziale Gerechtigkeit ist die treibende Kraft ihrer Arbeit im Bereich Gesundheit- und Wirtschaftssysteme die Frauen und Mädchen entmachten.
Alice hat eine vielschichtige Strategie entwickelt, die sich mit den wichtigsten Gesundheitsproblemen, der landwirtschaftlichen Produktivität und mit rechtlichen Fragen des Grundbesitzes befasst. Sie beseitigt Hindernisse für die wirtschaftliche Entwicklung und die Rechte der Frauen in Uganda.
Alice ist als Kind eines Dorfvorstehers, in der Subregion Teso im Norden Ugandas geboren worden, was ein besser gestelltes Leben bedeutete. Jedoch hat sich durch den Tod des Vaters als sie 3 Monate alt war, das gesamte Leben in das Gegenteil verkehrt. Ihre Mutter wurde wie es in diesem Teil der Welt üblich ist von den Schwiegereltern enterbt. Alice musste mit ansehen wie ihre Mutter unter dieser Stigmatisierung und Diskriminierung der ugandischen Frauen leiden musste. Das Überleben wurde zur täglichen Herausforderung. In den wirren des damals herrschenden Bürgerkrieges sah sie wie Familien ihre jungen Töchter verheirateten um sie gegen Essen zu tauschen. Viele der jungen Mädchen wurden sehr bald schwanger und bei der Geburt traten sehr oft Komplikationen auf, viele starben. Betroffen davon, auch weil einige Ihrer besten Freundinnen auf diese Art das Leben verloren, sah sie sich gezwungen etwas für die Frauenrechte zu unternehmen. Sie erkannte, dass Geburtsfisteln und Armut in engem Zusammenhang stehen.
Mit 16 Jahren schrieb sie bereits Zeitungsartikel für die führende Zeitung Ugandas (New Vision) um auf nationaler Ebene ein Bewusstsein für die Not der Menschen insbesondere der Frauen in der Teso Region zu schaffen. Sie wurde schließlich von der Zeitung eingestellt bevor sie noch ihr Studium abgeschlossen hatte.
Mit der Gründung von TERREWODE und dem Bau eines Hospitals hilft Sie Frauen, die durch Geburtsverletzungen ausgeschlossen sind, wieder zu einem lebenswerten Leben. Fistula e.V. unterstützt sie dabei.
Mit der Operation der bei der Geburt entstandenen Verletzungen und der Stärkung des Bewusstseins der Frauen durch die Terrewode Selbsthilfegruppen, Unterstützung bei der Ausbildung Ihrer unternehmerischen Fähigkeiten und in rechtlichen Angelegenheiten verhilft sie Frauen zu einem selbständigem Leben.

 

Ihr Traum, den sie vor über zwei Jahrzehnten begonnen hatte zu träumen, ist wahr geworden. Ein Krankenhaus für Frauen mit Geburtsverletzungen in Ihrer Heimat Uganda!
Quelle: Ashoka.org
Ausbildung:
Sozialunternehmerin mit einem Master of Social Work der George Warren Brown School an der Washington University in St. Louis, USA
Master of Business Administration für Sozialunternehmer, Universität Cattolica, Italien
Bachelor of Arts in Massenkommunikation an der Makerere University
Diplom in Entwicklungsjournalismus, das indische Institut für Massenkommunikation – New Dehli
Diplom in Medien und Demokratisierung, die Universität Oslo-Norwegen
mehrere Zertifikate in Women Studies