Die einzigartige Hilfsorganisation TERREWODE wurde 1999 von der ugandischen Sozialwissenschaftlerin und Journalistin Alice Emasu in Soroti im Osten des Landes gegründet. Als sie nach dem Studium in ihre Heimatstadt zurückkehrte, um Familie und Freunde zu besuchen, musste sie erfahren, dass mit Mitte Zwanzig bereits zahlreiche ihrer Klassenkameradinnen infolge einer Geburt verstorben waren. Dies motivierte sie zum Aufbau einer Organisation, die folgende Mission verfolgt.

Aufbau von Kapazitäten in der dörflichen Gemeinschaft, die Frauen und Mädchen systematisch befähigen, sich sinnvoll an Entwicklungsaktivitäten zu beteiligen, die ihre Lebensbedingungen, ihre Familien und Gemeinschaften verbessern.

Der Fokus im Uganda Terrewode Hospital

Um dieses Ziel zu erreichen, werden die Gemeinschaften darin unterstützt, die derzeitige medizinische Versorgung mit ihren ökonomischen Abhängigkeiten mit dem Fokus auf die Lebensbedingungen von Frauen und Mädchen zu verbessern.

Im Zentrum stehen derzeit Geburtsfisteln, in Uganda rechnet man mit 200.000 Betroffenen und 1.200 Neuerkrankungen pro Jahr. TERREWODE betreut 600 Frauen in einem außergewöhnlichen Projekt: Psychische Unterstützung und Reintegration stehen im Fokus. Das Selbstbewusstsein der erkrankten Frauen soll gestärkt und Lebensfreude zurückgegeben werden mit Fortbildungen, Tanz, Drama und Musik. Die Ehemänner werden mit einbezogen, um der Isolierung der Frauen vorzubeugen. Die Organisation beschäftigt einen Lehrer, die Musik wird auf freiwilliger Basis von einem bekannten ugandischen Musiker bereitgestellt. Die Frauen erlernen z.B. das Schneiderhandwerk und kehren nach der Therapie mit Fähigkeiten in ihr Dorf zurück, die sie befähigen, die Familie zu ernähren und somit Ihren sozialen Status deutlich im Vergleich zur Zeit vor Ihrer Erkrankung zu verbessern.

Finanzierung der Fisteloperationen

Ein weiterer, wichtiger Teil der Arbeit ist die Finanzierung der Fistel-Operation, die sich zunehmend als schwierig darstellte, da in Uganda qualifizierte Ärzte kaum zur Verfügung stehen, schon gar nicht auf dem Land. Dies motivierte Alice Emasu, ein eigenes Krankenhaus in Soroti zu bauen und sie wendete sich zur Finanzierung an unsere Dachorganisation „International Fistula Association“. „Hamlin Fistula USA“ und der australische „Catherine Hamlin Fistula Fund“ finanzieren den Krankenhausbau, Grundsteinlegung war im März 2018, die Eröffnung der kleinen, regionalen Frauenklinik ist für Mitte 2019 geplant.

Fistula e.V.

finanziert einen Teil der medizinischen Ausstattung, 2018 wurden OP-Leuchten und die Operationsinstrumente angeschafft, im Rahmen der Fertigstellung des Krankenhauses werden sich zeitnah weitere Bedürfnisse ergeben, die wir von Deutschland aus kompetent unterstützen können.
Wir von Fistula e.V. sind vom Programm der Organisation, von Engagement, Kompetenz und Zielstrebigkeit der MitarbeiterInnen überzeugt und wollen in Zukunft TERREWODE mitfinanzieren. Wir freuen uns über Ihre Unterstützung!

 

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