Meriem Nuru – junge Mutter

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Meriem heiratete mit 17 Jahren einen Schneider, der in einer Kleinstadt ein kleines Geschäft hatte. Obwohl sie noch so jung war, führte sie mit ihrem Mann eine glückliche Ehe. Um die Familie noch glücklicher zu machen, wurde sie mit 19 Jahren schwanger. Als der Geburtstermin nahe war, begannen die Wehen und dauerten 3 Tage, bis Meriem völlig erschöpft war und ins Koma fiel. Die Familie brachte sie daraufhin in das nahegelegene Krankenhaus.

Sie wurde operiert und brachte ein totes Baby zur Welt. Sie überlebte, aber sie bekam eine Geburtsfistel. Unkontrolliert floß Urin an ihren Beinen hinunter. Alles war naß und stank!

Das Glück wandelte sich in Unglück und dauerte vier Monate bis sie das Bahr Dar Außenzentrum erreichte.
Nach drei Monaten konnte sie die Klinik geheilt verlassen. Nach fünf Jahren kehrte sie zurück, aber dieses Mal voller Freude. Per Kaiserschnitt wurde sie von einem gesunden Jungen entbunden.

Dr. Catherine Hamlin

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Nach fast einem Jahr in Großbritannien, verbunden mit Krankenhausaufenthalten und Besuchen bei ihrer Familie ist Dr. Catherine Hamlin wieder nach Äthiopien zurückgekehrt. Sie möchte dort, im Kreise ihrer Mitarbeiter und Patientinnen, ihren Lebensabend verbringen. Bei ihrer Ankunft wurde ein großes Willkommensfest veranstaltet.

Siranesh – eine junge Hebamme bei der Arbeit

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Schwester Siranesh Takele ist 22 Jahre alt und gehört dem 5. Hebammenjahrgang des Hamlin College of Midwifes an. Im letzten Oktober hat sie ihr Examen abgelegt. Sie kommt aus der Amhara Region, südlich von Gondar, wo sie zur Schule ging und ihr Abitur abgelegt hatte.  Da die Hebammenschule nur Schülerinnen mit sehr gutem Zeugnis aufnimmt, war es für Siranesh ein Leichtes, dort aufgenommen zu werden. Sie durchlief die Ausbildung an der Hebammenschule mit sehr guten Ergebnissen und hatte bei der Prüfung schon 70 Entbindungen durchgeführt.
Seit zwei Monaten arbeitet Schwester Siranesh im Health Center Wetet Abay, in der Nähe ihres Heimatortes. Sie ist mit Begeisterung bei der Arbeit und hat im ersten Monat ihrer Arbeit schon 6 Frauen entbunden. „Ich bin sehr glücklich hier innerhalb meiner Gemeinschaft, wo ich so vielen Müttern und Babies helfen kann.“ Schwester Siranesh heiratete kurz nach dem Examen in lebt mit ihrem Mann in der Kleinstadt Mecha, wo sich das Health Center befindet.
Seit fünf Jahren wird dieses Health Center von Hamlin Fistula unterstützt und hier arbeiteten bisher 4 Hamlin Hebammen. Zwei von ihnen haben ihren Vertrag erfüllt und arbeiten inzwischen woanders. Zwei arbeiten über die vertraglich festgelegte Zeit hinaus und zwei sind jetzt neu hinzu gekommen.
Welderufa’el Degu ist der Leiter des Wetet Abay Health Centers und bestätigte die Veränderung, die in den letzten 5 Jahren stattgefunden hat. Er bemerkt auch, dass die Hamlin Hebammen sehr gut und mit viel Erfahrung arbeiten.

„Hamlin Hebammen Abschlussjahrgang 2015“

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Oktober 2015 – Abschluss – Hebammen des “Hamlin Collage of Midwife”. 22 jungen Frauen vom Lande schlossen ihre 4 – jährige erfolgreiche Ausbildung in der Geburtshilfe mit einem Bsc-Niveau (Bachelor of Science) ab und erhielten ihr Diplom von einem höheren Beamten der australischen Botschaft. Seit dem Beginn der Schule sind die Hebammen im praktischen Einsatz und sind in der Lage eine außergewöhnlich professionelle Pflege zu leisten. Die Absolventinnen werden nun in den Gesundheitszentren “Health Center” der vier wichtigsten Regionen des Landes eingesetzt.

http://fistula.de/hebammenschule.htm

 

Neue Hebammenschülerinnen sind angekommen

Während sich die Hebammenschule auf die Graduierung des 5. Jahrgangs vorbereitete, kamen schon die neuen Schülerinnen an.

Nach sorgfältiger Auswahl haben sie schließlich 24 junge Frauen für die Ausbildung in der Hebammenschule qualifiziert. Sie kommen alle aus den 4 Hauptregionen des Landes, Amhara, Oromia, Tigre und südliche Nationen. Alle Schülerinnen waren die Klassenbesten in ihrer Schule und sie alle werden sich sicherlich auch in der Hebammenschule sehr anstrengen. Allen ist bewußt, welch einmalige Chance für eine gute Ausbildung sich ihnen bietet. Alle waren sehr beeindruckt, als sie die Hebammenschule zum ersten Mal sahen. Da alle Mädchen neu in Addis Abeba sind, übernahmen die älteren Schülerinnen die Aufgabe, ihnen die Stadt zu zeigen, die Einkaufsmöglichkeiten zu erklären und auch über das tägliche Miteinander aufzuklären. Wir sind sicher, alle Schülerinnen werden sich sehr bemühen und wünschen ihnen alles Gute für ihr erstes Jahr in der Hebammenschule.