Liebe FreundInnen und UnterstützerInnen,

Es gibt gute Nachrichten aus Uganda: Das von Fistula e.V. unterstütze TERREWODE Fistula Hospital konnte wieder geöffnet werden! Am 1. August fanden die ersten Operationen nach über 4 Monaten Lockdown statt. Aufwändig wurden neue Konzepte in der Patientenversorgung erarbeitet, um die Klinik „Corona-sicher“ zu machen – soweit dies möglich ist bei einem gemeinsamen Krankensaal und Schwierigkeiten, ausreichend Schutzausrüstungen zu bekommen. Die Covid-19-Erkrankungszahlen nehmen in Uganda stetig leicht zu, wahrscheinlich ist die Dunkelziffer deutlich höher, da die Testkapazität weit unter unserer in Europa liegt. Wegen der Pandemie musste das im August letzten Jahres eröffnete und bereits sehr erfolgreich arbeitende kleine Krankenhaus wieder geschlossen werden – ein großer Rückschlag für das engagierte Team.

Wir wünschen viel Erfolg und hoffen, dass sie die Infektion aus dem Krankenhaus heraushalten können.

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Endoskopieturm für TERREWODE

Außerdem gibt es auch gute Nachrichten für Uganda: wir haben von Frau Dr. h.c. mult. Sybill Storz, Inhaberin der weltbekannten Firma KARL STORZ in Tuttlingen, eine komplette Einrichtung zur Durchführung von Blasenspiegelungen und kleinen endoskopischen Operationen als Spende bekommen, einschließlich einer hochauflösenden Kameraeinheit mit großem Bildschirm, um die Untersuchungen Kollegen und Schwestern demonstrieren zu können. TERREWODE ist ja auch ein Lehrkrankenhaus, so dass wir bald phantastische Möglichkeiten haben, die Diagnostik und Therapie zu erweitern und zu modernisieren.

Dr. Josephine als angehende Urologin spricht seit Monaten begeistert über diese Möglichkeit, die an anderen Krankenhäusern in Uganda selten zur Verfügung steht. Bei meinem letzten Aufenthalt haben wir zwei Patientinnen operiert, denen eine Blasenspiegelung zur OP-Vorbereitung vielleicht den Eingriff erspart hätte.

Doch mussten vor Einführung solch kompliziert zu pflegender Instrumente erst die Qualität von Instrumentenpflege und -reinigung sicher funktionieren. Die empfindlichen Linsenoptiken und Metallhülsen benötigen korrekte und aufwendige Reinigung sowie Sterilisation. Wir hoffen, bald wieder reisen zu können, um das OP-Team zu unterrichten.

Frau Dr. Storz unterstützt uns schon seit vielen Jahren, sie hatte Dr. Hamlin auf einer Veranstaltung kennengelernt, an der sie beide eine Ehrendoktorwürde verliehen bekommen haben. Für diese ausnehmend großzügige Spende bedankt sich Fistula e.V. und TERREWODE sehr herzlich!

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