Tekele Woldekidan – Desta Mender

Mehr lesen

Tekele ist schätzungsweise 46 Jahre als und kommt aus einem kleinen Dorf in Nordäthiopien. Für alle Dorfbewohner war es nicht wichtig, das Geburtsdatum zu kennen, sie schätzen ihr Alter an Lebensereignissen. Tekele ist sehr traditionell aufgewachsen. Da ihre Mutter früh starb, wuchs sie mit ihrem Vater auf, der einige Felder bearbeitete, um den Lebensunterhalt für die Familie zu verdienen. Tekele hütete die Ziegen und half ihrer Stiefmutter. Schule war ein undenkbarer Luxus.
Mit etwa 15 Jahren wurde Tekele verheiratet und kurz danach schwanger. Alle freuten sich über diese Nachricht. Da das nächste Health Center 4 Stunden Fußmarsch entfernt war, ging Tekele während der ganzen Schwangerschaft nie dorthin. Sie wollte ihr Kind zuhause gebären, wie es alle Frauen taten und wie es schon immer Tradition war.
Die Wehen dauerten 4 schmerzhafte Tage und keine der traditionellen Geburtshelferinnen konnte helfen. Nach 4 Tagen wurde das Baby tot geboren und Tekele hatte eine doppelte Fistel. Durch die langen Wehen war auch ihre Beinmuskulatur geschwächt, so dass sie nicht gehen konnte. „Ich war so deprimiert und beschämt von diesem Zustand. Ich blieb ein Jahr lang zu Hause, mein Mann pflegte mich, wusch meine Kleidung, badete und fütterte mich. Mein Mann war der Priester des Dorfes und hielt meine Krankheit den anderen gegenüber geheim.“ erinnert sich Tekele.
Nachdem Tekele wieder alleine laufen konnte, reiste sie zum ersten Mal nach Mekelle auf der Suche nach Heilung. Das Außenzentrum in Mekelle war noch nicht gebaut, aber eine NGO, die dort arbeitete, schickte Tekele nach Addis Abeba.
Vor etwa 20 Jahren kam Tekele im Fistula Hospital an und nach 4 Monaten war dir rektale Fistel und die Beinverletzung geheilt. Tekele sollte 6 Monate später zur nächsten Operation kommen, aber sie tauchte nie auf sondern lebte 20 Jahre mit ihrer Blasen-Scheiden-Fistel. „Mein Mann und ich selbst haben nicht geglaubt, dass die nächste Operation funktionieren könnte, weil wir dachten, dass ich entlassen worden war, weil ich unheilbar war. Also haben wir beschlossen, dass eine weitere Operation nichts als Zeitverschwendung sei. Diese 20 Jahre verbrachte ich völlig istoliert. Niemand im Dorf außer meinem Mann wußte von meiner Inkontinenz.“
Die Nachricht, dass es in Mekelle ein Außenzentrum gab, nährte neue Hoffnung in Tekele. Vor 2 Jahren reiste sie dorthin, aber die Operation war nicht erfolgreich. Tekele wurde erneut nach Addis Abeba weiter geschickt. Letzten Sommer wurde sie erneut operiert und ist jetzt völlig trocken. „Es war wie eine Entlassung nach 20 Jahren Gefängnis. Endlich kann ich teilnehmen an glücklichen oder traurigen Ereignissen im Dorf und muss keine Ausreden mehr erfinden.“
Tekele lebt jetzt in Desta Mender. Die durchläuft die Rehabilitation und wird in wenigen Monaten nach Hause zurückkehren um in Zukuft in ihrem Dorf zu helfen.

http://hamlinfistula.de/shop/geschenke/desta-mender-rehabilitation-fuer-3-monate.html

Birhan Abriha

Mehr lesen

Birhan kommt aus einem kleinen Dorf im Norden Äthiopiens in der Nähe des Mekelle Außenzentrums. Landwirtschaft ist die wichtigste Einnahmequelle für Birhans Familie. Im Dorf gibt es kein Health Center. Das nächste ist in einer kleinen Stadt mehrere Stunden Fußmarsch entfernt.
Birhan ist Analphabetin und heiratete mit 13 Jahren. Obwohl die Familie von der Ernte abhängig war, führte Birhan ein fröhliches Leben, wurde Mutter zweier Töchter und verbrachte ihren Tag damit, sich um ihre Töchter und die Hausarbeit zu kümmern. Aber ihre dritte Schwangerschaft endete vor 15 Jahren mit einer Totgeburt und Harninkontinenz.
Da ihre Töchter ohne Probleme zuhause geboren wurden, dachte Birhan nie daran, zur Vorsorge zu gehen. Sie hatte 3 Tage lang Wehen und wurde dann zu Fuß und mit dem Bus nach Mekelle in ein Regierungskrankenhaus gebracht. Am vierten Tag wurde das Baby tot geboren und sie blieb inkontinent.
Auch zuhause besserte sich ihr Zustand nicht. „Es war schwierig für mich, stundenlang zu laufen, um Wasser zu holen und mich zu waschen. Also beschloss ich, mein Zuhause und meine Töchter zu verlassen und bei meiner Schwester zu leben auf der Suche nach Heilung in der nahe gelegenen Stadt“, erinnert sich Birhan.
Das Außenzentrum in Mekkelle war im Bau, als Birhan die Fistel bekam. Es war schwer für sie, Hunderte von Kilometern nach Addis Abeba zu fahren. Nach einem Jahr wurde sie durch eine lokale NGO nach Addis Abeba ins Hamlin Fistula Hospital gebracht.
Vor etwa 15 Jahren war Birhan zum ersten Mal im Fistula Hospital angekommen und begann mit der ganzheitlichen Behandlung, für die das Krankenhaus bekannt ist. Ihre erste Operation war erfolglos und die zweite zeigte Verbesserung, aber immer noch mit Blasenschwäche, die eine Plug-Unterstützung benötigten, um sie zu stoppen.
Nach einem Jahr kehrte Birhan zuversichtlich zu ihrer Schwester zurück und erfuhr von ihrer Familie. „Mein Mann hatte bereits eine andere Frau geheiratet, und meine beiden Töchter mussten die Ziegen hüten und wurden nie zur Schule geschickt. Ich habe mich dann entschieden, alleine auf meine Töchter aufzupassen und nahm sie zu mir“ sagte Birhan.
Für Birhan war der Plug-in perfekt, sie machte jede Arbeit, die sie bekam, um Geld zu verdienen, und sie erzieht selbständig ihre zwei Töchter, die jetzt in der 11. Klasse sind.
Vor 3 Monaten erhielt Birhan ihre Harnableitung und ist jetzt völlig trocken. Momentan befindet sie sich im Rehabilitationstraining in Desta Mender. „Danke euch allen, ich bin jetzt glücklich, frei von Sorgen und träume, dass meine Töchter studieren und niemals meinen Leiden gegenüberstehen“, sagte Birhan

http://hamlinfistula.de/shop/geschenke/physiotherapie.html

Wubanchi Getachew

Mehr lesen

Wubanchi ist 20 Jahre alt und wuchs in einem kleinen Dorf in der Provinz Wollo auf. Das Dorf liegt 5 Stunden Fußmarsch vom nächstgrößeren Marktfecken entfernt, aber es gab eine Schule und einen Gesundheitsposten. Wubanchi hatte Glück und durfte 8 Jahre lang die Schule besuchen bis sie verheiratet wurde. Anfangs wollte sie noch weiter zur Schule gehen, aber die Familie erlaubte es nicht.
Zunächst fiel es ihr sehr schwer sich an das Eheleben zu gewöhnen. Aber mit der Zeit und der Liebe ihres Mannes begann sie ein glückliches Leben zu führen.
Mit 14 Jahren wurde sie schwanger und die Familie war sehr glücklich über die gute Nachricht. Die Schwangerschaft verlief normal, Wubanchi besuchte den Gesundheitsposten mehrmals und verbrachte normal neun Monate. Als die Wehen begannen waren die älteren Frauen der Familie bei ihr, die alle mehrere Kinder geboren und viel Erfahrung hatten. Aber es ging aber nicht wie erwartet. Nach 3 Tagen Wehen wurde sie bewusstlos auf einer Trage fünf Stunden lang in das nächste Krankenhaus gebracht. Als sie nach 12 Tagen aus dem Koma erwachte, erfuhr sie, dass ihr Baby tot war und sie eine doppelte Fistel hatte. Sie blieb 4 Monate in diesem Krankenhaus und wurde dann in das Außenzentrum in Mekelle gebracht.
Vor 5 Jahren wurde in Mekelle ihre rektale Fistel erfolgreich operiert und man schickte Wubanchi nach Hause mit einem Termin für die nächste Operation. Seitdem hatte sie vier Operationen im Mekelle-Zentrum, die aber nicht vermochten die schweren Schäden in der Blase zu beheben.
Letztes Jahr wurde Wubanchi in das Addis Abeba Fistula Hospital mit der Hamlin Ambulanz gebracht. Der erste Versuch scheiterte, aber vor einem Jahr erhielt Wubanchi eine Harnableitung und ist jetzt völlig trocken.
„In diesen vier Jahren mit der Blasenfistel führte ich ein isoliertes Leben ohne Dorfgemeinschaft, versteckt vor Freunden und Verwandten. Es war schwer, so zu leben. Ich gab alle Hoffnung auf und hatte sogar meinen Mann weggeschickt und blieb bei meiner Mutter“, erinnert sich Wubanchi.
Als Belohnung erhält Wubanchi jetzt in Desta Mender ein Rehabilitationstraining, um danach wieder in die Dorfgemeinschaft integriert zu werden.
„Ihr habt mir meinLeben wieder gegeben, ich bin zuversichtlich und träumet, meine Ausbildung fortzusetzen und eine starke Frau mit erfolgreicher Zukunft zu werden. Ich finde keine Worte, um meinen Dank auszudrücken. Gott wird es euch zurückzahlen „, sagte Wubanchi.

http://hamlinfistula.de/shop/geschenke/fistel-operation.html

Bezu – Gärtner im Fistula Hospital

Mehr lesen

Der wunderschön angelegte Garten im Fistula Hospital dient nicht nur der Erholung. Er  ist vielmehr ein Teil des ganzheitlichen Betreuungsansatzes, den HFE bewusst entworfen und umgesetzt hat, um den Patientinnen Hoffnung zu vermitteln. Für Bezu Gizachew, Vater von zwei Söhnen und einer Tochter, ist Gartenarbeit nicht nur ein Job, sondern eine Berufung, der er mit Hingabe nachgeht. Bevor Bezu vor 11 Jahren als Gärtner im Fistula Hospital anfing, hat er schon in verschiedenen anderen Gärten gearbeitet. Seitdem arbeitet er zusammen mit seinen Kollegen mit Leidenschaft, um den Garten des Fistula Hospitals in einen atemberaubend schönen Garten mit vielen Blumen, Stauden und Büschen in eine Oase des Friedens zu verwandeln. „Wenn ich sehe, wie die Frauen des Fistula Hospitals den schönen Garten genießen, den ich für sie geschaffen habe, denke ich, daß ich auch ein bisschen dazu beigetragen habe, ihre Würde wieder herzustellen. Für mich ist dies nicht nur eine bezahlte Arbeit, sondern befriedigt auch meine Seele“ Bezu hatte auch die Gärten in den Außenzentren Yirgallem, Mekelle und Harar angelegt und trainiert die Gärtner in den jeweiligen Zentren.

http://fistula.de/fistula_hospital.html