Mekdes Abiyu

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Mekdes ist etwa 23 Jahre alt und kommt aus einem kleinen Dorf in der Nähe von Gondar in Nordäthiopien. Sie durfte 3 Jahre lang die Grundschule besuchen, danach wurde sie verheiratet und lebte mit ihrem Mann in dem Dorf, wo es weder Strom noch fließendes Wasser gab und der nächst größere Marktflecken ist 7 Stunden Fußmarsch durchs Gebirge. Mekdes war jedoch glücklich, sie kannte kein anderes Leben. Mit 14 wurde sie zum ersten Mal schwanger und die ganze Familie war hocherfreut. Im Gegensatz zu anderen Familien gingen Mekdes und ihr Mann jeden Monat die 7 Stunden durchs Gebirge zu den Vorsorgeuntersuchungen. Die 9 Monate Schwangerschaft verliefen sehr gut und Mekdes wurde bei Beginn der Wehen sofort in eine Klinik gebracht. „Die Wehen dauerten lange und am Ende wurde ich bewusstlos. Die Krankenschwestern entschieden, dass ich nicht überleben werde und schickten mich in mein Dorf zurück“
Bei ihrer Ankunft zu Hause, immer noch der Fötus in ihrem Leib, wachte Mekdes auf und presste weiter. Nach 3 weiteren Tagen brachte man sie in eine andere Klinik, die noch weiter entfernt lagen. Auf dem Weg in diese Klinik erlitt sie eine Totgeburt, eine doppelte Fistel und durch das lange Pressen eine Fußheberschwäche.
Zwei Wochen später brachte ihr Onkel Mekdes in das Außenzentrum Bahir Dar. Das war vor 7 Jahren. Ihr Fall war zu schwer, um in Bahir Dar behandelt zu werden. „Ich dachte nie, dass ich geheilt werden könnte bis ich in Addis Abeba angekommen bin. Dort zeigte sich nach 2 Jahren eine große Verbesserung. Die Rektalfistel wurde geschlossen und ich konnte mich wieder bewegen, alleine ins Badezimmer gehen und mich reinigen. Von der Hoffnungslosigkeit zur Hoffnung“
Nach zwei erfolglosen Operationen bekam Mekdes vor 3 Jahren eine Harnableitung, die sie für immer heilte. Ihr fürsorglicher Ehemann war die ganze Zeit an ihrer Seite.
„Ich bin sprachlos und weine, um Emaye (Dr. Catherine Hamlin) meine Dankbarkeit auszudrücken.“, erklärt Mekdes.
Bei Dr. Catherines 94. Geburtstag schenkte Mekdes ganz allein einen selbstgestrickten Schal, umarmte sie mit Liebe und küsste sie auf die Knie, eine traditionelle Art, jemandem zu danken.
„Alle Mitarbeiter geben uns bedingungslose Liebe und Fürsorge. Sie fühlen sich nie angewidert, sondern arbeiten unermüdlich daran, uns sauber und glücklich zu halten. Dieses Krankenhaus ist außergewöhnlich“, sagt Mekdes.

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Almaz – Fistelpatientin

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Almaz ist in einem kleinen Dorf in Südäthiopien aufgewachsen. Dort gab es weder Strom noch fließendes Wasser oder ein Health Center. Der nächste größere Marktflecken ist eine Tagesreise zu Fuß entfernt. Ihr Name Almaz bedeutet „Diamant“ in ihrer Sprache, aber ihr Leben war kein Diamant. Sie besuchte nie die Schule und verlor ihre Familie sehr früh. Almaz schätzt, dass sie sich mit 17 verlobte und eine Familie gründete.
Bald nach der Hochzeit wurde Almaz schwanger. Die Schwangerschaft verlief problemlos, obwohl sie keine Vorsorgeuntersuchung hatte. Für Almaz und andere Frauen im Dorf steht nur eine Hausgeburt zur Debatte. Die nächste Klinik ist einfach zu weit weg.
Die Wehen dauerten 5 lange Tage. Erst danach wurde Almaz in das nächste Health Center gebracht und von dort in ein Krankenhaus. Am 6. Tag hatte sie eine Totgeburt blieb mit einer Blasenfistel. In der Hoffnung, dass es ihr bald besser gehe, kehrte Almaz zu ihrem Bruder nach Hause zurück.
„Ich hatte niemanden zur Unterstützung, ich habe meine Familie verloren, mein Bruder ist ein armer Bauer, ich hatte kein Geld, um nach einer besseren Behandlung zu suchen. Ich habe mich in der kleinen Hütte aufgehalten und den Tag mit Weinen verbracht „, erinnert sich Almaz.
Almaz lebte 10 Jahre isoliert und depressiv, mit einer Blasen-Scheiden-Fistel ohne medizinische Versorgung.
Regierungsbehörden in der Gegend kamen zufällig in das Dorf. Sie hörten ihren Fall und brachten sie in das nahe gelegene Regierungskrankenhaus. Da es relativ nah am Außenzentrum in Mettu war, wurde Almaz vor einem Jahr zur besseren Behandlung nach Mettu transportiert. Ihr Fall war schwierig, deswegen wurde sie an Addis Abeba verwiesen. „Ich habe gehört, dass Addis Abeba weit weg ist. Eine große Stadt, in die alle gehen und aus der niemand zurückkehrt. Also sagte ich zuerst nein, bis die Mitarbeiter von Mettu haben mich überzeugt.“
In fünf Monaten erhielt Almaz eine ganzheitliche Behandlung und ist nach der letzten Umleitungsoperation vollständig trocknen. Jetzt durchläuft sie in Desta Mender ein Rehabilitationstraining, um in ihrem Dorf eine bessere Zukunft zu haben.
„Meine Heilung ist immer noch eine Überraschung. Ich hätte nie zuvor gedacht, dass es möglich sei.“ sagte Almaz.

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Meron Fitta – Fistula Patientin

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Meron Fitta wuchs in einem kleinen Dorf etwa 120 km entfernt von Addis Abeba auf. Sie konnte 2 Jahre lang die Schule besuchen, dann musste sie ihrer Familie beid der Arbeit helfen. Als sie älter wurde, ging sie nach Addis Abeba und arbeitete als Hausmädchen. Es fiel ihr schwer, sich in den verschiedenen Haushalten einzugewöhnen, deshalb ging sie wieder zurück und lebte bei ihrer Tante in einer kleinen Stadt in der Nähe ihres Heimatortes.Es war in dieser Zeit, dass Meron ihren ersten Freund traf und anfing, bei ihm zu leben, ohne zu heiraten. Als sie schwanger wurde und ihrem Freund davon erzählte, war er nicht glücklich und verließ sie kurz danach. Meron wollte zu ihrer Familie zurück, aber sie schämte sich ihrer Schwangerschaft. Ihre Tante versuchte zu vermitteln, aber ihre Brüder beleidigten sie fortwährend.
Während der Schwangerschaft ging Meron 4 Mal zur Vorsorge in das nächste Health Center, jedes Mal 5 Stunden Fußmarsch. Bis zur Geburt schien alles in Ordnung zu sein. Als die Wehen begannen, konnte Meron nicht ins Health Center gehen und die Brüder weigerten sich, sie dorthin zu tragen. Nur die Mutter stand ihr bei, aber nach 2 Tagen Wehen war das Baby noch nicht da und die Mutter fragte Verwandte, die Meron ins Health Center brachten. Die Krankenschwestern versuchten ihr zu helfen, aber sie wußten auch nicht weiter und brachten sie ins Krankenhaus. Dort bemerkten die Ärzte, dass Meron mit Zwillingen schwanger war, die aber schon in der Gebärmutter abgestorben waren. Sie holten die toten Zwillinge und Meron überlebte mit einer Blasen-Scheiden-Fistel. Man erzählte ihr, dass die Inkontinenz durch die starken Wehen verursacht wären und nach einigen Tagen aufhören würden. So wurde sie 3 Tage später nach Hause entlassen.
„Meine Mutter und ich gingen zu Fuß nach Hause. Aber ich war so geschwächt und konnte mein Bein nicht bewegen. Wir weinten beide und brauchten einen ganzen Tag für den Marsch, der normalerweise nur 6 Stunden dauert.“ erinnert sich Meron.
Meron konnte es nicht ertragen mit einer Fistel in ihrem Dorf zu leben und reiste nach 1 Monat zu ihrer Tante, die in Addis Abeba lebt. Dort ging sie in ein Krankenhaus, man sagte ihr nicht, dass sie eine Fistel hätte, sondern behandelte andere Dinge und schickte sie wieder nach Hause zu ihrer Mutter. „Nach 4 Monaten im Dorf bot mir eine Freundin aus Addis an, bei ihr zu leben und Heilung zu suchen. Ich hatte kein Geld für den Transport. Meine Schwester schenkte mir ihre Ziege und die Dorfbewohner gaben mir Kartoffeln, die ich verkaufte und damit die Reise bezahlte.“ erinnert sich Meron.
Nachdem Meron in Addis Abeba angekommen war, hörte ihre Freundin vom Fistula Hospital und brachte sie dorthin.
Vor 3 Jahren kam Meron zum ersten Mal ins Fistula Hospital. Seitdem wurde sie 2 Mal operiert. Die erste OP war nicht erfolgreich, aber die 2. OP ließ sie zumindest für einige Zeit völlig trocken werden. Aber durch die schwere Arbeit zuhause war die Operation auf Dauer nicht erfolgreich.
Meron ist jetzt wieder im Fistula Hospital und wartet auf eine Harnableitung.

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Wogene Semahagn – Fistelpatientin

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Wie die meisten Frauen im ländlichen Äthiopien weiß Wogene nicht, wie alt sie ist. Sie schätzt, dass sie 25 Jahre alt ist und in einem kleinen Dorf in Südäthiopien geboren wurde. Dort wurde sie auch verheiratet. Das Dorf hat Health Center, aber viele Frauen gebären noch zu Hause. Die Analphabetin Wogene führte ein glückliches Leben mit ihrem Mann und bekam 3 Söhne, die jetzt 7, 5 und 3 Jahre alt sind. Alle Söhne wurden zu Hause geboren, aber sie besuchte die Klinik ein- oder zweimal während ihrer Schwangerschaften.
Bei ihrer 4. Schwangerschaft hatte sie verlängerte Wehen. Sie dachte, alles sei in Ordnung wie bei den vorhergehenden Schwangerschaften. Einmal ging sie zur Vorsorgeuntersuchung, beschloß aber zu Hause zu gebären. Unerwarteterweise dauerten die Wehen lange, sie wurde erst nach 2 Tagen in die Klinik getragen.
Für eine normale Geburt war es zu spät, deshalb wurde sie mit der Ambulanz in das nächstgrößere Krankenhaus gebracht. Dort konnte ihr Leben gerettet werden. Das Baby kam tot zur Welt und sie hatte eine Harnröhrenfistel.
Wogene hatte noch nie von einer Fistel gehört und hoffte, dass es nach einigen Tagen aufhört und sie zu ihrer Mutter zurückkehren kann. Aber der Urin läuft unkontrolliert weiter.
„Ich habe meine Söhne bei der Familie meines Mannes gelassen und bin in die kleine Stadt gezogen, wo eine meiner Verwandten lebt. “
Wogene lebte zwei Jahre lang isoliert und inkontinent, bis ihr jemand vom Yirgallem Fistula Center erzählte.
Ende Oktober war Wogene in Yirgallem angekommen und einen Monat später war sie total trocken. Zum Zeitpunkt dieses Interviews, war sie bereit, zur Entlassung und Rückkehr zu ihrer Familie und den Söhnen.
„Die Fistel hat mich fast das Leben gekostet, ich habe meine Familie verloren und bin weg gegangen. Dank dieses Krankenhauses hast du mich aus dem zweijährigen traumatischen Leben mit Fisteln befreit. Ich werde jetzt glücklich zu meinen Söhnen, meinem Mann und meiner Familie zurückkehren. Gott segne euch alle und ich werde hart arbeiten, um Frauen mit Fisteln zu unterrichten, die in meiner Gegend leben.

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Christine Lagarde besucht das Fistula Hospital

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Am Freitag, den 15. Dezember 2017 besuchte die Generaldirektorin des IWF, Christine Lagarde, das Fistula Hospital in Addis Abeba. Ihre Ankunft am späten Nachmittag fand unter strengen Sicherheitsbedingungen statt. Sie wurde begrüßt von seiner Exzellenz, dem Gesundheitsminister Prof. Yifrbiharan, dem HFE Vorstandsmitglied Dr. Mengistu, dem CEO Dr. Tesfaye Yacob und seinem Management-Team sowie von allen Mitarbeitern des Fistula Hospitals. Der medizinische Direktor, Dr. Fekade führte sie durch das Krankenhaus und erklärte ihr alles. Danach gesellte sich Christine Lagarde zu Frau Dr. Catherine Hamlin zu einer traditionellen Kaffeezeremonie und Dr. Tesfaye Yacob gab eine kurze Einführung in die Arbeit des Fistula Hospitals.
Christine Lagarde erklärte Dr. Hamlin: „Sie sind die Mutter aller Mütter, als Mutter verstehe ich, was das bedeutet und im Namen des IWF und meines gesamten Teams möchte ich Ihnen und Ihrem Mann für ihre aufopferungsvolle Arbeit, die Sie hier seit 1959 leisten, danken.“
Der Gesundheitsminister dankte Christine Lagarde auch im Namen der äthiopischen Regierung: „Äthiopien arbeitet hart daran, geburtsbedingte Fisteln in naher Zukunft zu beenden. Die Zusammenarbeit mit dem Fistula Hospital ist dabei ein ganz wichtiger Faktor.“ Frau Lagarde war die erste IWF Direktorin, die das Fistula Hospital besucht hat.