Konsorechafa Health Center

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Wir unterstützen unt

er anderem die Geburtshilfe im Konsorechafa Health Center in Südäthiopien. Es liegt etwa 60 km östlich des Außenzentrums Yirgallem.

Dr. Catherine Hamlins Traum Geburtsfisteln in Äthiopien auszurotten erfüllt sich unter anderem durch die Eröffnung der Hebammenschule im Jahr 2007. Seit 2010 arbeiten die Hamlin-Hebammen in den ländlichen Gebieten und werden dort auch in der Geburtshilfe vom Fistula Hospital unterstützt. Momentan werden 36 Health Center geburthilflich vom Fistula Hospital unterstützt.

Das Konserechafa Health Center ist eines der 5  von Hamlin Fistula unterstützten Geburtshilfezentren in der Nähe von Yirgallem. Es hat ein Einzugsgebiet von über 28.000 Bewohnern hatte aber keine professionelle Hebamme bis vor 4 Jahren 2 Hamlin Hebammen dort anfingen zu arbeiten. Früher gab es 5 Geburten im Monat, seitdem entbinden dort mehr als 50 Frauen jeden Monat. Das bedeutet eine sehr große Veränderung für dieses Gebiet. Hamlin Fistula hat eine neue Geburtshilfestation dort errichtet, die 24 Stunden täglich erreichbar ist.  Zusätzlich gibt es auch eine Ambulanz, die Risikoschwangere sofort ins nächste Krankenhaus bringt. Seitdem gab es in dieser Gegend keine neuen Fistelfälle.

Um für die Hebammen ein gutes Arbeitsklima zu schaffen, hat Hamlin Fistula ein voll eingerichtetes Haus für die beiden gebaut. So werden die Hebammen ermutigt, über die staatlich vorgeschriebenen 4 Jahre dort zu arbeiten.

Das Konsorechafa Health Center ist eines der beliebtesten in der Region mit professioneller Geburtshilfe, wo Frauen sicher entbinden können.

 

Etabezahu Eshete – Mutter von Zwillingen

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Etabezahu kommt ursprünglich aus dem Norden. Vor 19 Jahren kam sie in die Hauptstadt auf der Suche nach Arbeit um ihre Familie zuhause zu unterstützen. Sie war damals erst 14 Jahre alt. Viele Jahre arbeitete sie als Hausgehilfin bei verschiedenen Familien.

Vor vier Jahren heiratete sie einen Polizisten und führte ihren eigenen Haushalt. Als Polizist verdient ihr Mann nur ungefähr 75 Dollar im Monat, davon kann man in der Hauptstadt kaum überleben. In der Hoffnung, dass das Leben in der Zukunft besser würde, lebte Etabezahu sehr sparsam.

Zwei Jahre nach der Hochzeit wurde sie schwanger. Ihr Mann freute sich sehr, denn auch er wollte gerne Kinder haben. Bei der Vorsorgeuntersuchung erfuhr Etabezahu, dass sie Zwillinge haben würde. Sie versäumte keine Untersuchung und fühlte sich sehr wohl bis zum Entbindungstermin. Sie ging in eine Geburtsklinik und hatte stundenlange Wehen. Die Schwestern dort verstanden nicht, dass sie Hilfe benötigte. Nach 6 Stunden wurde sie endlich ins Krankenhaus verlegt. Der Arzt war schokiert, als er sie sah und bemerkte, dass die Zwillinge Steißlage waren und konnte mit einem Kaiserschnitt das Leben von Etabezahu und ihren Kindern retten.

Aber trotzdem hatte Etabezahu nach der Geburt Schwierigkeiten, ihren Urin zu kontrollieren. Sie hoffte, es würde besser werden und erzählte lange Zeit niemandem davon. Aber bald wurde es so schlimm, dass sie es nicht mehr vor ihrem Mann geheim halten konnte. Er hatte von dem Fistula Hospital gehört und brachte sie zusammen mit ihren bezaubernden Zwillingen.

Zuerst wurde sie wieder nach Hause geschickt, weil sie noch zu schwach für die Operation war. Aber 3 Monate später kam sie zurück und konnte innerhalb von 20 Tagen geheilt werden. Ihre Babies waren die ganze Zeit dabei.

Etabezahu ist glücklich, dass sie wieder geheilt ist, aber das geringe Familieneinkommen ist ein Problem. Sie hat nicht genug Milch für beide Babies. Das Krankenhaus hat ihr zusätzliche Milch gegeben, aber wenn sie wieder zuhause ist, wird es schwer werden, das Geld dafür aufzubringen.

Vielleicht findet sich jemand, der die Familie in den ersten Monaten unterstützt.

 

Kebebush Feyissa

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Nachdem sie im Alter von 18 Jahren geheiratet hatte, wurde Kebebush bald Mutter von drei Kindern. Sie war glücklich mit ihrer Familie. Das vierte Kind wurde tot geboren. Ihr Mann sorgte als Landwirt eines kleinen Betriebs für den Lebensunterhalt. Kebebush übernahm in der Familie eine traditionelle Rolle: die Hausfrau, die sich um Kinder und Haushalt kümmert und ihren Mann zusätzlich durch den Verkauf von Gemüse auf lokalen Märkten unterstützt.

Im Heimatort der Familie gelten Kindern traditionell als soziale Absicherung –   viele Kinder zu haben, steigert auch deshalb das soziale Ansehen einer Familie. Für Kebebush war es daher selbstverständlich, ein fünftes Mal schwanger zu werden und so zu versuchen, ihre Familie durch ein weiteres Kind zu vergrößern. Doch die Geburt verlief schwierig. Nach zwei Tagen in den Wehen verließ sie die Kraft, weiter zu pressen. Erst dann brachte ihre Familie sie zum nächstgelegenen Krankenhaus, das zu Fuß in sechs Stunden erreicht werden konnte. Im Krankenhaus brachte sie dann ein totes Kind zur Welt. Sie selbst war schwer verletzt und hatte eine Geburtsfistel entwickelt, die sie inkontinent zurückliess – eine Krankheit, von der sie noch nie vorher gehört hatte.

Auf Empfehlung des örtlichen Arztes blieb Kebebush vier Monate zuhause, um sich soweit zu erholen, dass eine Operation gewagt werden konnte.

Unsere Ärzte in Yirgalem benötigten nur zwanzig Tage, um Kebebush zu heilen und sie vollständig trocken wieder nach Hause zu entlassen.

Drei Jahre nach der erfolgreichen OP ist Kebebush nun wieder als Patientin in Yirgalem. Nun aber als Entbindende, die vor einigen Wochen ein wunderschönes Mädchen sicher per Kaiserschnitt zur Welt gebracht hat.

Nun hat die Familie zwei Töchter und zwei Söhne.

„Gott danke allen, die mich hier bei Hamlin Fistula behandelt und wieder zu einer gesunden Frau gemacht haben – mögen Ihre Kenntnisse und Fähigkeiten sich vervielfältigen in Äthiopien, um mehr Frauen zu helfen“.

 

Abaynesh Sebbeko – ein Patientin

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Abaynesh’s Familie stammt aus einer Gemeinde in der die Landwirtschaft die Haupteinkunftsquelle der Bevölkerung darstellt. Abaynesh war erst 17, als sie von ihrer Familie mit einem Landwirt verheiratet wurde, der deutlich älter ist als sie selbst. Als Hausfrau und wirtschaftlich vollständig von ihrem Ehemann abhängig, verbrachte sie ihre Zeit hauptsächlich im Haus, wo sie sich um Küche und Haushalt kümmerte und manchmal auch Hilfstätigkeiten in der Landwirtschaft übernahm. Am Anfang war dies für das junge Mädchen schwierig, aber sie fand sich mit Unterstützung von Freunden und Familie mit ihrem neuen Leben ab.
Geburtsfisteln waren für Abaynesh ein völlig unbekanntes Phänomen von dem sie nie gehört hatte, bevor sie selbst diese schwere Verletzung erlitt. Mit 19 Jahren wurde sie erstmals schwanger, ihre Schwangerschaft verlief neun Monate lang normal. Ihr Dorf verfügt nicht über medizinische Einrichtungen, so musste Abaynesh zuhause entbinden, wie ihre Vorfahren. Sie hatte keine andere Wahl.
Die Geburt verlief sehr schwierig, zwei Tage lag sie in den Wehen, unterstützt nur von einer traditionellen Geburtshelferin. Sie ertrug entsetzliche Schmerzen, bevor sie nach zwei Tagen in ein Koma fiel, unfähig, weiter zu pressen. Erst zu diesem Zeitpunkt entschied die Familie, Abaynesh in das nächste Krankenhaus zu bringen – etwa sechs Autostunden entfernt von ihrem Dorf.
Im Krankenhaus konnte man nur noch Abaynesh retten – das Kind musste sie tot zur Welt bringen. Sie blieb schwer verletzt zurück – mit einer Geburtsfistel. Als sie erwachte, bemerkte sie mit Entsetzen, dass sie von Urin durchtränkt war. Ihr erster Gedanke war, dass dies eine Flüssigkeit sei, die mit ihrer Behandlung zu tun hatte. Als man ihr erklärte, dass sie nun ihren eigenen Urin nicht mehr kontrollieren könne, verbarg sie ihr Gesicht vor Scham.

Die Ärzte empfahlen Abaynesh, sich mindestens drei Monate zu erholen, um für die notwendige Operation stabil genug zu sein. Nach drei langen Monaten in Einsamkeit kam sie endlich in Yirgalem an, unserem Krankenhaus im Süden von Äthiopien. Das war vor einem Jahr.
Innerhalb von zwei Monaten konnte Abaynesh völlig geheilt und wiederhergestellt werden, dank der umfassenden Behandlung und Unterstützung durch die Mitarbeiter von Fistula. Abaynesh’s Ehemann, der sie in dieser leidvollen Zeit immer unterstützte, war überglücklich, seine Frau gesund wieder bei sich zu haben. Beide freuten sich auf ihr gemeinsames Leben.
Nach einem Jahr kehrte Abaynesh nach Yirgalem zurück, um von einem gesunden Jungen per Kaiserschnitt entbunden zu werden.
“Hamlin hat meine Familie doppelt glücklich gemacht – mit meiner Heilung von dieser unvorstellbar schlimmen Verletzung und nun mit der Entbindung von diesem wunderbaren Baby, dessen Mutter ich dank Fistula werden konnte – ich werde für Euch alle mein Leben lang beten – das ist alles, was ich tun kann um zu danken!”, sagt Abaynesh.

Aye Zinabu – junge Mutter

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Obwohl Heirat unter 18 Jahren gesetzlich verboten ist, wird dies in entlegenen Dörfern nicht beachtet und Aye heiratete schon mit 16 Jahren. Das Familieneinkommen wird durch die Bebauung der Felder auf einer kleinen Farm erwirtschaftet. Aye und ihre Freundinnen haben schon immer davon geträumt, zu heiraten und viele Kinder zu bekommen und mit ihrem Mann in ihrem Dorf zu leben.

Sie bekam ihr erstes Kind ohne medizinische Betreuung und hatte 4 Tage lang Wehen. Danach brachte ihr Mann sie in das nahe gelegene Krankenhaus, wo sie eine Totgeburt hatte, die mit einer Geburtsfistel endete. Inkontinenz war für Aye und die ganze Familie ein Problem.

Nach 3 schrecklichen Monaten zuhause, kam Aye 2011 im Fistula Hospital an. Unter mütterlicher Betreuung konnte sie operiert werden und schon nach einem Monat geheilt in ihr Dorf zurückkehren.

Aye ist nun in das Fistula Hospital zurück gekommen um ihr erstes gesundes Baby zu gebären. Letzte Woche kam ein kleines Mädchen per Kaiserschnitt zur Welt. Ihr Mann Bogale Getu ist gerade angekommen, um sie nach Hause zurück zu holen. Er hat sich die ganze Zeit rührend um sie gekümmert. Er sagt:“ Dies ist das beste Krankenhaus, das ich jemals gesehen habe. Sie haben meine Frau geheilt und meine Tochter gesund zur Welt gebracht. Ich möchte Ihnen für alles danken, was Sie für unsere Familie getan haben.“