TERREWODE FISTULA HOSPITAL feiert 1-jähriges Jubiläum – Newsletter

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Liebe FreundInnen und UnterstützerInnen,

ein gutes Jahr ist nun seit der Eröffnung des TERREWODE Fistula Krankenhauses in Uganda vergangen. Nach sehr erfolgreichem Beginn hat Corona wie überall auf der Welt alles durcheinander gewirbelt, das TERREWODE Team hat sich während des langen Lockdowns in Uganda erfolgreich für die Gesundheit der Frauen vor Ort engagiert. Seit August arbeitet die Klinik wieder und hat bereits 57 Patientinnen operiert, darunter auch einige Patientinnen mit Gebärmuttervorfall (Prolaps).

Wir möchten Ihnen einen kurzen Rückblick auf das letzte Jahr geben:

TERREWODE FISTULA HOSPITAL feiert 1-jähriges Jubiläum
Nach nur eineinhalb Jahren Bauzeit konnte am 18. August 2019 das Krankenhaus offiziell eröffnet werden. Zu diesem Zeitpunkt waren alle Betten voll besetzt, die ersten neun Operationen waren erfolgreich durchgeführt worden. Strahlende Gesichter empfingen die Parlamentspräsidentin Rebecca Kadanga auf ihrem Rundgang durch das Krankenhaus.

Die Bevölkerung nahm das neue Angebot gut an, nach drei Monaten waren bereits über 100 Patientinnen erfolgreich operiert worden. Schwierigkeiten bestanden eher darin, Frauen abzuweisen, die sich wegen anderer gynäkologischer Krankheiten vorstellten und aufgrund des klaren Auftrags, Geburtsverletzungen zu behandeln, abgewiesen werden mussten. Wir diskutierten eifrig, ob und wann das Angebot erweitert werden könne, nachdem sich einmal alles eingespielt hätte.

Dr. Fekade reiste mit finanzieller Unterstützung der International Fistula Alliance (IFA), unserer Dachorganisation, die wir bereits in Äthiopien mit den anderen Partnerorganisationen gegründet hatten, regelmäßig nach Uganda, um der Chefärztin Dr. Josephine Namugenyi moderne Operationstechniken in der Fistelchirurgie beizubringen und um die Operationsschwestern zu schulen. Fistula e.V. unterstützte dies mit regelmäßigen Besuchen von Frau Dr. Barbara Teltschik, die zusammen mit Dr. Fekade die Schulungen in Organisation von Operationssaal und Instrumentenaufbereitung, stationärer Krankenversorgung, Ambulanz sowie Patientenverwaltung durchführte.
Aktiv waren wir auch an der Beschaffung von medizinischem Equipment und Einrichtung beteiligt.

Die Ziele für unser Coaching waren ambitioniert und für 2020 festgezurrt, die Reisetermine besprochen. Uganda schloss seine Grenzen als eines der ersten Länder überhaupt, so dass der geplante Besuch von Dr. Fekade und Dr. Teltschik im März ausfallen musste, es gab keine Flüge mehr. Bis heute konnten wir nicht einreisen, es bestehen immer noch scharfe Quarantänevorschriften, Deutschland hat die Reisewarnung am 1. Oktober fortgeschrieben.

Seit März erfolgt unsere Arbeit für das Krankenhaus online in Videokonferenzen und regem Email-Verkehr. Wir sind weiterhin beratend für Arbeitsanweisungen für das Krankenhaus tätig, insbesondere im Hinblick auf die Sicherheit für Personal und Patientinnen in der Coronazeit.

Der Umbau des Instrumentenaufbereitungsraumes wurde von Dr. Teltschik geplant, erforderliche Einrichtungsgegenstände beschafft. In den nächsten Tagen sollen sie endlich mit dem Flugzeug nach Uganda transportiert werden, wir warten auf die letzten Genehmigungen, nachdem nun auch wieder ein Transport via Flugzeug zu erschwinglichen Preisen möglich ist.

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Die Urologie des Diakonieklinikums Stuttgart hilft!

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Prof. Schwendtner hat von unserer Suche nach endoskopischen Gerätschaften erfahren und uns spontan ein ganzes Set zur endoskopischen Nierenoperation vermacht. Patientinnen mit großen Nierensteinen können nun endoskopisch operiert werden und benötigen keine offene Operation mehr, die die bereits vorgeschädigte Niere noch mehr in Mitleidenschaft ziehen würde. Unser herzlicher Dank gilt dem ganzen Team der Urologie!

https://shop.fistula.de/geschenkspenden/

Alice Emasu

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Gründerin und Geschäftsführerin von TERREWODE in Uganda     
1999 gründete Alice die Vereinigung zur Neuorientierung und Rehabilitation von Teso-Frauen für Entwicklung (TERREWODE Empowering Woman and Girls).
Leidenschaft für die Gleichstellung der Geschlechter und soziale Gerechtigkeit ist die treibende Kraft ihrer Arbeit im Bereich Gesundheit- und Wirtschaftssysteme die Frauen und Mädchen entmachten.
Alice hat eine vielschichtige Strategie entwickelt, die sich mit den wichtigsten Gesundheitsproblemen, der landwirtschaftlichen Produktivität und mit rechtlichen Fragen des Grundbesitzes befasst. Sie beseitigt Hindernisse für die wirtschaftliche Entwicklung und die Rechte der Frauen in Uganda.
Alice ist als Kind eines Dorfvorstehers, in der Subregion Teso im Norden Ugandas geboren worden, was ein besser gestelltes Leben bedeutete. Jedoch hat sich durch den Tod des Vaters als sie 3 Monate alt war, das gesamte Leben in das Gegenteil verkehrt. Ihre Mutter wurde wie es in diesem Teil der Welt üblich ist von den Schwiegereltern enterbt. Alice musste mit ansehen wie ihre Mutter unter dieser Stigmatisierung und Diskriminierung der ugandischen Frauen leiden musste. Das Überleben wurde zur täglichen Herausforderung. In den wirren des damals herrschenden Bürgerkrieges sah sie wie Familien ihre jungen Töchter verheirateten um sie gegen Essen zu tauschen. Viele der jungen Mädchen wurden sehr bald schwanger und bei der Geburt traten sehr oft Komplikationen auf, viele starben. Betroffen davon, auch weil einige Ihrer besten Freundinnen auf diese Art das Leben verloren, sah sie sich gezwungen etwas für die Frauenrechte zu unternehmen. Sie erkannte, dass Geburtsfisteln und Armut in engem Zusammenhang stehen.
Mit 16 Jahren schrieb sie bereits Zeitungsartikel für die führende Zeitung Ugandas (New Vision) um auf nationaler Ebene ein Bewusstsein für die Not der Menschen insbesondere der Frauen in der Teso Region zu schaffen. Sie wurde schließlich von der Zeitung eingestellt bevor sie noch ihr Studium abgeschlossen hatte.
Mit der Gründung von TERREWODE und dem Bau eines Hospitals hilft Sie Frauen, die durch Geburtsverletzungen ausgeschlossen sind, wieder zu einem lebenswerten Leben. Fistula e.V. unterstützt sie dabei.
Mit der Operation der bei der Geburt entstandenen Verletzungen und der Stärkung des Bewusstseins der Frauen durch die Terrewode Selbsthilfegruppen, Unterstützung bei der Ausbildung Ihrer unternehmerischen Fähigkeiten und in rechtlichen Angelegenheiten verhilft sie Frauen zu einem selbständigem Leben.

 

Ihr Traum, den sie vor über zwei Jahrzehnten begonnen hatte zu träumen, ist wahr geworden. Ein Krankenhaus für Frauen mit Geburtsverletzungen in Ihrer Heimat Uganda!
Quelle: Ashoka.org
Ausbildung:
Sozialunternehmerin mit einem Master of Social Work der George Warren Brown School an der Washington University in St. Louis, USA
Master of Business Administration für Sozialunternehmer, Universität Cattolica, Italien
Bachelor of Arts in Massenkommunikation an der Makerere University
Diplom in Entwicklungsjournalismus, das indische Institut für Massenkommunikation – New Dehli
Diplom in Medien und Demokratisierung, die Universität Oslo-Norwegen
mehrere Zertifikate in Women Studies

Die ersten 9 Fistel-Operationen

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Dorcus, Gracie,  Jennifer und Deata,

sind die ersten Patientinnen des neuen Terrewode Women Hospitals in Soroti( Uganda)

Das Terrewode Women’s Community Hospital wurde Mitte August 2019 eröffnet. Es verfügt über ein 30-Betten-Fistelbehandlungszentrum und ein Rehabilitationsgebäude ebenfalls mit 30 Betten. Bei voller Auslastung kann das Krankenhaus jährlich 600 Frauen mit Geburtsverletzungen behandeln und sie bei der Wiedereingliederung in ihre Gemeinden unterstützen.

 

Foto: Lynne Dobson Foto für Terrewode

Dorcus, Gracie,  Jennifer und Deata (ausdrückliche Genehmigung Ihre Namen nennen zu dürfen)

Terrewode Hospital Medical Team Rückkehr aus Äthiopien

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von Daniel Edyegu

Das Ärzteteam des Terrewode Community Women Hospital (TWCH) bestehend aus Dr. Josephine Namugenyi, der Ärztlichen Direktorin TWCH, Elizabeth Atiang, der Oberschwester TWCH, Agnes Amidiong, der stellvertretenden Oberschwester TWCH und Dr. Fred Kirya, einer der Premium-Fistelchirurgen in Uganda, verbrachte einige Zeit in Hamlin Fistel Äthiopien (HFE) und den
regionalen Behandlungszentren.

Sie besuchten das HFE-Krankenhaus, besuchten eine komplexe Operation und den Screening-
Prozess sowie nachfolgende Operationen im regionalen Zentrum von Yirgalem in
Äthiopien.

 

terrewode.com