Agengew Lihikina – Hebamme

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Seit 2014 aarbeitet Agengew Lihikina als Hebamme in einem Health Center. Sie ist 24 Jahre alt und ist im nördlichen Äthiopien in der Provinz Gojjam aufgewachsen. Sie war eine der besten Schülerinnen des Abiturjahrgangs und konnte sich deshalb leicht für dir Ausbildung in der Hebammenschule qualifizieren. 2010 begann ihre Ausbildung. Auch in der Hebammenschule gehörte sie zu den besten Schülerinnen ihres Ausbildungsjahrgangs. Bei der Abschlußprüfung hatte sie schon 95 Geburten selbstständig durchgeführt. so viele wie nur wenige ihres Jahrgangs.
Nach der Prüfung wurde sie im Birikat Health Center angestellt, das nur 20 km von ihrem Heimatort entfernt liegt. Dort arbeitet sie seit 2 Jahren mit großem Engagement. In den letzten 5 Monaten hat sie 141 Geburten betreut.
Birikat Health Center wurde 2010 erbaut und ist Anlaufstelle für 42.000 Menschen. Auch mit einer so großen Bevölkerung gab es nur 1 Hebamme. Das Fistula Hospital intervenierte und seitdem haben 5 Hamlin Hebammen dort gearbeitet. Zwei von ihnen sind immer noch da. Die Hebammen haben in der Bevölkerung großes Vertrauen aufgebaut. „Ich werde nie müde, der Gemeinschaft zu helfen und werde auch weiter gerne hier arbeiten.  Dr. Hamlins Lebensziel ist auch meines – eine Hebamme für jede Mutter“

Sr. Mahilet – Hebamme

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So tragen die Hebammen aktiv zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung in ihren Gemeinden bei

Das Sibbo Health Center ist etwa 700 km entfernt von Addis Abeba. Es ist eines von einer Vielzahl solcher Zentren in der Oromiya Region und wurde im Jahr 2009 eröffnet. Hamlin Fistula Äthiopien untertstützt im Rahmen des Vorbeugungsprogramms die Geburtshilfe in 27 staatlichen Gesundheitszentren in ländlichen Regionen. Sibbo ist eine von drei Einrichtigungen, in denen HFE vor drei Jahren die Aktivitäten aufnahm.

Sr. Mahilet stammt selbst aus Gorre, einem Nachbarort von Sibbo, 20 km entfernt. Die 24jährige Mahilet ist eine der Absolventinnen des 3. Jahrgangs am Hamlin Hebammen-Kollegs. Sibbo ist die erste Station ihres Berufslebens nach der Ausbildung, gemeinsam mit ihrer Kommilitonin Saron. Mahilet fügte sich schnell in das Umfeld ihres neuen Tätigkeitsorts ein, da sie aus der Nachbargemeinde kommt und mit den örtlichen Gebräuchen vertraut ist. So fiel es ihr leicht, sich einzuleben und erste Veränderungen der Prozesse im Bereich Frauengesundheit und Entbindungen herbeizuführen. Bei der Ankunft der beiden Hebammen gab es keine ausgebildeten Geburtshelfer an der Klinik und es wurden nicht mehr als sechs Entbindungen pro Monat betreut. Seit Mahilets Ankunft vor drei Jahren hat sich die Anzahl der Entbindungen auf durchschnittlich 51 im Monat erhöht und darüber hinaus werden viele Frauen vor der Geburt im Zentrum betreut und beraten.

„Ich bin stolz eine „Hamlin-Hebamme“ zu sein. Unsere erstklassige Ausbildung versetzt mich und meine Kolleginnen aus dem Hamlin College in die Lage, als Expertinnen in unseren Gemeinden anerkannt zu werden und die Gesundheitsleistungen in den lokalen Kliniken und Gesundheitseinrichtungen deutlich zu verbessern.“

Seit dem Eintritt der beiden Hebammen konnten sie in dreineinhalb Jahren mehr als 1.000 Geburten betreuen.  In dieser Zeit retteten sie auch das Leben von Frauen, die unbetreut aufgrund ihrer Geburtsfistel einem hohen Sterberisiko ausgesetzt gewesen wären.

Der Aufbau der Reputation der Hebammenschule und den  dort ausgebildeten Hebammen  bei ihren betreuten Gemeinden und auch bei den äthiopischen Behörden und der Regierung basiert auf der nachhaltig  herausragenden Leistung. Auf diese Weise wird das  Niveau an zugänglichen Gesundheitsleistungen in mehrfacher Hinsicht verbessert, weil wesentliche Stakeholder sich aktiv beteiligen und die Bevölkerung vom Leistungsangebot einschließlich der Präventionsmaßnahmen aktiv Gebrauch macht.

Workabeba Kerebih – Hebamme

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Workabeba Kerebih ist eine der neuen Hebammen, die im Oktober 2015 ihre Prüfung abgelegt haben. Sie ist 23 Jahre alt und kommt aus Mecha in der Amhara Region. Seit 2 Monaten arbeitet sie im Birakat Health Center. Während ihrer Ausbildung betreute sie 76 sichere Geburten.  Sie ist mit großem Eifer bei der Arbeit und hat glücklicherweise eine ältere Hebamme bei sich. So konnte sie sich schnell einarbeiten. „Ich hungere direkt danach, so viele Geburten wie möglich zu betreuen. So kann ich viele Leben retten.“

Wir wünschen ihr einen guten Start.

Siranesh – eine junge Hebamme bei der Arbeit

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Schwester Siranesh Takele ist 22 Jahre alt und gehört dem 5. Hebammenjahrgang des Hamlin College of Midwifes an. Im letzten Oktober hat sie ihr Examen abgelegt. Sie kommt aus der Amhara Region, südlich von Gondar, wo sie zur Schule ging und ihr Abitur abgelegt hatte.  Da die Hebammenschule nur Schülerinnen mit sehr gutem Zeugnis aufnimmt, war es für Siranesh ein Leichtes, dort aufgenommen zu werden. Sie durchlief die Ausbildung an der Hebammenschule mit sehr guten Ergebnissen und hatte bei der Prüfung schon 70 Entbindungen durchgeführt.
Seit zwei Monaten arbeitet Schwester Siranesh im Health Center Wetet Abay, in der Nähe ihres Heimatortes. Sie ist mit Begeisterung bei der Arbeit und hat im ersten Monat ihrer Arbeit schon 6 Frauen entbunden. „Ich bin sehr glücklich hier innerhalb meiner Gemeinschaft, wo ich so vielen Müttern und Babies helfen kann.“ Schwester Siranesh heiratete kurz nach dem Examen in lebt mit ihrem Mann in der Kleinstadt Mecha, wo sich das Health Center befindet.
Seit fünf Jahren wird dieses Health Center von Hamlin Fistula unterstützt und hier arbeiteten bisher 4 Hamlin Hebammen. Zwei von ihnen haben ihren Vertrag erfüllt und arbeiten inzwischen woanders. Zwei arbeiten über die vertraglich festgelegte Zeit hinaus und zwei sind jetzt neu hinzu gekommen.
Welderufa’el Degu ist der Leiter des Wetet Abay Health Centers und bestätigte die Veränderung, die in den letzten 5 Jahren stattgefunden hat. Er bemerkt auch, dass die Hamlin Hebammen sehr gut und mit viel Erfahrung arbeiten.

“Entgegen aller Wahrscheinlichkeit”

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Mulu Muli ist 19 Jahre alt und stammt aus der Region Tigrai, genauer dem Ort Mekele, der 780 km nördlich von Addis Abeba liegt. Dort befindet sich eines unserer Außenzentren. Ihre schulische Grundausbildung hat sie in Hiwane absolviert und ging dann auf die weiterführende Schule nach Mekele; seit September 2012 ist sie Studentin am Hamlin Hebammen Kolleg. Mulu stammt aus einer armen Familie, die von der Landwirtschaft lebt. Sie selbst ist das älteste Kind und wurde schon früh verheiratet. Mit 14 Jahren gebar sie das erste Kind und erlitt Geburtsverletzungen, durch die sie inkontinent wurde. Eines Tages, als sie zur Schule ging, hörte sie im Radio erstmals von Geburtsfisteln und dem Krankenhaus in Mekele, in dem Frauen mit solchen Verletzungen Hilfe erhalten konnten.

Mulu wurde hier erstmals bewusst, dass es sich bei ihren eigenen Verletzungen um eine Geburtsfistel handelte. Sie ging zum Krankenhaus in Mekele und wurde entsprechend behandelt. Während ihres Aufenthalts im Zentrum in Mekele hatte sie mit großen persönlichen und finanziellen Problemen zu kämpfen. Dank der Spenden aus dem Ausland konnte sie dennoch nach der Behandlung ihre schulische Ausbildung mit der Hochschulreife abschließen.

Nun ist sie Studentin am Hebammenkolleg, wo all ihre Ausbildungskosten von Hamlin Fistula getragen werden. Das Hebammenkolleg dankt an dieser Stelle allen Spendern und Unterstützern von Hamlin Fistula, die diese Hilfe für Mulu und andere Frauen ermöglichen Mulu selbst sagt: Ich bin jetzt ein glücklicher Mensch. Ich danke Hamlin Fistula Äthiopien von Herzen für die Möglichkeit, geheilt zu werden und darüber hinaus die Ausbildung als Hebamme erhalten zu können, und somit selbst ein Teil der Organisation zu werden. Selbst Teil der Vision zu sein, macht mich sehr stolz und ich bin sehr dankbar für die Übernahme der Kosten meiner Ausbildung durch die Organisation.

Es ist mir wichtig, dass ich zur Präventionsarbeit aktiv beitragen kann – denn ich kenne die Krankheit und ihre Ursachen. Genau deshalb will ich auch selbst auf diesem Gebiet arbeiten. Ich bin sehr beeindruckt vom Ausbildungsplan und den Dozenten. Ich bin mir sicher, dass ich nach den vier Jahren Ausbildung die notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten haben werde, um der ländlichen Gemeinschaft, aus der ich komme, von ganzem Herzen und mit vollem Einsatz zu dienen.