Aktuelle Lage in Uganda

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Liebe Fistula-UnterstützerInnen,

aus aktuellem Anlass wende ich mich heute als Ärztin an Sie:

Das von uns unterstützte TERREWODE Fistula Hospital in Uganda wurde wegen der Coronakrise bereits vor vier Wochen vorübergehend geschlossen.

Alice Emasu, die Gründerin und Geschäftsführerin, sucht seitdem nach Möglichkeiten, die Probleme der Fistelpatientinnen und auch der Bevölkerung zu mindern. Fistula e.V. hatte dem Krankenhaus dank Ihrer Spenden zur Eröffnung ein Ambulanzfahrzeug finanziert. Dieses Fahrzeug soll nun als Corona-Hilfe-Fahrzeug für die schwangeren Frauen zur Verfügung gestellt werden.

Helfen Sie mit einer Corona – Geschenkspende für Uganda!

Schwierige Geburt in Uganda

Schwierige Geburt in Uganda

Obwohl es in Uganda bisher wenig Covid-19 Fälle gibt, ist die Angst und Unsicherheit groß. Die Menschen leben auf engstem Raum, meist ohne fließendes Wasser und Strom. Die wenigen Krankenhäuser sind schon mit dem normalen Tagesgeschäft überfordert, es gibt kaum Beatmungsplätze und diese befinden sich ausschließlich in der Hauptstadt Kampala. Die Regierung hat umsichtig sehr früh den Flugverkehr eingeschränkt, schon vor drei Wochen Hausarrest verhängt und den öffentlichen Verkehr außer Warenlieferungen komplett verboten. Allerdings gibt es kaum Tests und Schutzausrüstungen.
Alice Emasu erzählte mir gestern am Telefon, dass immer wieder LKW-Fahrer aus anderen Ländern, die die notwendigen Waren ins Land bringen, positiv auf Covid-19 getestet werden.Wie bereits erwähnt, wurde das TERREWODE Fistula Hospital in Soroti vorübergehend geschlossen, da die Patientinnen nicht mehr zum und vom Krankenhaus transportiert werden können, Fisteln ja keinen unmittelbaren Notfall darstellen und das Haus über keinerlei Schutzausrüstungen verfügt. Der große Krankensaal lässt keine Isolierung zu und die Ansteckung wäre vorprogrammiert und fatal für frisch operierte Patientinnen.
Trotz allem überlegt Alice Emasu derzeit, ob sie bei Zunahme der Covid-19 Fälle das Krankenhaus als Isolierstation für Coronapatienten öffnen kann, um das örtliche Krankenhaus zu entlasten, das nicht über ausreichend Isolierbetten verfügt.

Hilfsangebote von Terrewode – Telefonhotline und Krankentransport

Dr. Josephine macht Telefonsprechstunde mit den operierten Patientinnen, die eigentlich zur Nachsorge kommen sollten, nächste Woche wollen sie zumindest eine Ambulanz für die Notfälle öffnen – allerdings gab es einen Hilfeschrei bezüglich Masken und wasserabweisenden Kitteln. Momentan bekommen wir jedoch auch hier in Deutschland keine Schutzausrüstung und ein Transport scheint unmöglich, da es keine Flüge gibt.

Unsere geplante Lieferung im März konnte auch nicht mehr auf den Weg gebracht werden und wartet hier auf eine Reaktivierung der Flugverkehrs.

Sehr konkret sind die Probleme der Fistelpatientinnen in den Dörfern, die nun nicht mehr ihn der Lage sind, ein Minimaleinkommen zu generieren, da die Märkte geschlossen wurden. Sie sind zunehmend häuslicher Gewalt ausgesetzt. Alice Emasu hat für die Frauen eine Telefonhotline eingerichtet, persönlich beraten sie und ihre Mitarbeiter ihre langjährigen Patientinnen und suchen nach individuellen Lösungen.

Lebensmittellieferungen in den größeren Städten bleiben aus, die Regierung scheint keine adäquaten Lösungen zu bieten. Auch hier organisiert Terrewode Hilfe für seine Schützlinge.

Im Notfall werden kleine Geldtransfers getätigt, um wenigstens den Hunger zu bekämpfen (mobiles Geld via Handy funktioniert zum Glück noch und ist in Afrika sehr populär).

Schon jetzt zeichnet sich ab, dass die Mütter- und Neugeborenensterblichkeit ansteigen wird. Wo es keinen öffentlichen Transport (in Afrika meist Minibusse) mehr gibt, gelangen Frauen nicht mehr zur Geburt ins Krankenhaus. Auf dem Land gibt es praktisch keine Krankenwägen.

Hier sollten wir unmittelbar helfen!

Fistula e.V. hat dem Krankenhaus mit Ihren Spenden zur Eröffnung ein Ambulanzfahrzeug finanziert. TERREWODE wird dieses nun für den Transport von Frauen in die geburtshilfliche Station des örtlichen Krankenhauses zur Verfügung stellen. Um die Bevölkerung zu informieren, wird es im Distrikt Soroti Radiodurchsagen geben und die lokalen Selbsthilfegruppen werden die Dörfer informieren. Benzin ist in Uganda fast so teuer wie in Deutschland und dieser Einsatz ist im Budget der Organisation nicht vorgesehen. Auch möchte Alice Emasu mit dieser Aktion die Öffentlichkeit über die Notlage der Mütter informieren und die Regierung landesweit zum Handeln bewegen.

Corona Spende Uganda

Fistula e.V. hat dem Krankenhaus mit Ihren Spenden zur Eröffnung ein Ambulanzfahrzeug finanziert. Hier bei der Übergabe an Alice Emasu in Soroti (Ost-Uganda)

Wir haben uns spontan entschieden, zusätzlich 10.000 Dollar für diese Aktion zu überweisen.
Damit möchten wir das Leben der Mütter erhalten und zukünftige Fistelpatientinnen vermeiden! Dazu benötigen wir Ihre Unterstützung, denn es stehen dieses Jahr noch weitere größere Investitionen wie ein neuer Autoklav zum Sterilisieren der OP-Instrumente und die Einführung der Blasenspiegelung auf dem Programm.

Frauen werden unabhängig von der Corona-Pandemie weiterhin gebären, und Ihre Unterstützung ist jetzt von entscheidender Bedeutung. Jeder Betrag hilft, damit auch während dieser globalen Krise Babys sicher zu Welt kommen! Danke!

Helfen Sie mit einer Corona Geschenkspende!

  1. Transport von schwangeren Frauen in die geburtshilfliche Station des örtlichen Krankenhauses
  2. Telefonische psychosoziale Betreuung bei häuslicher Gewalt
  3. Mikrokredite für Fistelpatientinnen zur Sicherung des Überlebens

Fistula e.V. SpendenshopSPENDEN SHOP

Obwohl Corona unser ganzes Leben im Griff hat, konnten wir uns bisher in Deutschland auf unser Gesundheitssystem verlassen. Wir sind eines der reichsten Länder der Welt und trotz allem eine pragmatische und im Notfall kooperative Gemeinschaft. Ärzte und Pflegepersonal erreichen Erfolge, die in anderen Ländern nicht denkbar sind, insbesondere in den Subsahara-Staaten, wo sogar die Basisausrüstung des Gesundheitssystems fehlt. Helfen wir den Frauen in Uganda, diese Krise zu überleben!

Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie Gesundheit und bleiben Sie uns gewogen.

Dr. Barbara Teltschik

2. Vorsitzende Fistula e.V.

P.S. Sollten Sie sich näher für die Situation in Uganda interessieren, finden Sie einen Link auf unserer Webseite: Fistula News Aktuelles

OP-Termine im Krankenhaus in Soroti/Uganda

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TERREWODE FISTULA HOSPITAL

Täglich stellen sich bereits Patientinnen vor, um einen OP-Termin zu bekommen. Bereits die zweite Rehabilitationsgruppe ist im zugehörigen Gebäude mit 30 Betten untergebracht.

 


Häufigkeit der Fisteln in Uganda:

Geschätzte Häufigkeit/Geburten 1%
Neuerkrankungen pro Jahr 1900
Betroffene Frauen 200.000
Geschätze Mortalitätsrate bei protrahierter Geburt 30-40%

Nur 3% der betroffenen Frauen suchen ärztliche Hilfe!

Laut: NATIONAL OBSTETRIC FISTULA STRATEGY, Ministery of Health, Uganda 2016

Mehr Infos unter: Uganda Info

Die ersten 9 Fistel-Operationen

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Dorcus, Gracie,  Jennifer und Deata,

sind die ersten Patientinnen des neuen Terrewode Women Hospitals in Soroti( Uganda)

Das Terrewode Women’s Community Hospital wurde Mitte August 2019 eröffnet. Es verfügt über ein 30-Betten-Fistelbehandlungszentrum und ein Rehabilitationsgebäude ebenfalls mit 30 Betten. Bei voller Auslastung kann das Krankenhaus jährlich 600 Frauen mit Geburtsverletzungen behandeln und sie bei der Wiedereingliederung in ihre Gemeinden unterstützen.

 

Foto: Lynne Dobson Foto für Terrewode

Dorcus, Gracie,  Jennifer und Deata (ausdrückliche Genehmigung Ihre Namen nennen zu dürfen)

Eröffnungsfeier des Terrewode Women’s Community Hospital in Uganda

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Nach 17 Monaten Bauzeit konnte das Fistula Hospital in Soroti eröffnet werden. Geladen waren wichtige Politiker des Landes und der Region. Wie schon zur Grundsteinlegung des Krankenhauses war der Ehrengast die Präsidentin des ugandischen Parlaments, Rebecca A. Kadanga, die sich in Ihrer Funktion für Frauenrechte einsetzt und Terrewode seit Jahren unterstützt.
Internationale Gäste waren auch einige da, insbesondere Mitglieder der International Fistula Alliance (IFA), unserer Dachorganisation, über die das Krankenhaus finanziert wurde. Martin Andrews, früher Geschäftsführer des Fistula Hospitals in Addis Abeba, hatte die Bauarbeiten mit großem Engagement und Fachwissen betreut.
Alle waren festlich gekleidet, insbesondere die Frauen in langen, bunten Kleidern, modisch die spitz zulaufenden Puffärmel. Mehrere Terrewode Selbsthilfegruppen tanzten und sangen, perfekt einstudiert für das große Ereignis.

 

Foto: Präsidentin des ugandischen Parlaments, Rebecca A. Kadanga, die sich in Ihrer Funktion für Frauenrechte einsetzt und Terrewode seit Jahren unterstützt. (Mitte, in grünem Kleid Frau Kadanga, rechts daneben Alice Emasu)

Terrewode Hospital Medical Team Rückkehr aus Äthiopien

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von Daniel Edyegu

Das Ärzteteam des Terrewode Community Women Hospital (TWCH) bestehend aus Dr. Josephine Namugenyi, der Ärztlichen Direktorin TWCH, Elizabeth Atiang, der Oberschwester TWCH, Agnes Amidiong, der stellvertretenden Oberschwester TWCH und Dr. Fred Kirya, einer der Premium-Fistelchirurgen in Uganda, verbrachte einige Zeit in Hamlin Fistel Äthiopien (HFE) und den
regionalen Behandlungszentren.

Sie besuchten das HFE-Krankenhaus, besuchten eine komplexe Operation und den Screening-
Prozess sowie nachfolgende Operationen im regionalen Zentrum von Yirgalem in
Äthiopien.

 

terrewode.com