Enanu Belay

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Enanu wuchs in einem kleinen Dorf in der Provinz Wollo auf. Die Menschen leben dort ausschließlich von Landwirtschaft. Es gibt keinen Strom und kein fließendes Wasser, der nächstgrößere Marktflecken mit Health Center ist 2 Stunden Fußmarsch entfernt. Enanu hatte Glück und konnte 5 Jahre lang die Schule besuchen. Ihre Mutter starb, als sie 10 Jahre alt war. Mit 14 hat ihr Vater sie verheiratet. Das ist in ihrem Dorf üblich und die meisten Mädchen träumen davon. „Heirate früh und habe so viele Kinder wie möglich!“ Deswegen war Enanu bis zum letzten Tag ihrer Schwangerschaft glücklich über ihr Eheleben.
Nach einem Jahr Ehe wurde Enanu schwanger und alle waren sehr glücklich. Als der Geburtstermin nahte, hatte sie 2 Tage lang Wehen und fiel am 3. Tag ins Koma. Erst dann brachte die Familie sie auf einer selbst gebastelten Bahre in das nächste Health Center. Von dort wurde sie mit der Ambulanz ins Krankenhaus gebracht. Dort hatte sie eine Totgeburt und war danach inkontinent. „Als ich bemerkte, dass ich den Urin nicht kontrollieren konnte, schrie ich vor Schmerzen und Scham“ erinnert sie sich.
Drei Monate nach der Verletzung wurde sie 2010 im Außenzentrum Mekelle zum 1. Mal operiert. Seitdem hatte sie noch 2 weitere Operationen, die alle nicht erfolgreich waren. Aber sie gab die Hoffnung nicht auf.
Drei Jahre später kam sie in Addis Abeba an, wo sie zunächst bei einem Verwandten lebte. Sie wurde im Fistula Hospital untersucht und man entschied sich für eine Harnableitung. Durch diese Operation wurde sie endlich vollständig geheilt.
In Desta Mender durchläuft Enanu jetzt ein dreimonatiges Training. „Nach diesen wiederholten Operationen, hatte ich fast aufgehört zu hoffen. Als die Krankenschwestern und Ärzte mir sagten, dass ich nach der letzten Operation geheilt würde, habe ich ihnen zunächst nicht geglaubt. Aber sie hatten recht, ich wurde geheilt und total trocken. Ich bin jetzt eine glückliche Frau mit vielversprechender Zukunft. Ich lerne jetzt ein unabhängiges und selbstsicheres Leben zu führen. Das ist nur hier in Desta Mender möglich und ich möchte mich bei allen hier bedanken. „

Eskedar Mekonin – Patientin und Studentin

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Eskedar wuchs in einer Bauernfamilie auf. Sie lebte in einem kleinen Dorf in der Region Gojjam in Nordäthiopien. Dort gab es nur ein kleines Health Center, dass zudem schlecht ausgerüstet war. Für bessere gesundheitliche Versorgung musste man 30 km zu Fuß in die nächstgrößere Stadt laufen.
Wie die meisten Frauen im Dorf besuchte Eskedar nie eine Schule, sondern wurde mit 5 Jahren verheiratet. Sie blieb aber bis zum 10. Lebensjahr bei ihrer Mutter und lernte Kochen und Haushaltsführung.
„Mit 10 Jahren lebte ich im Haushalt meines Mannes, der viel älter war als ich.“, erinnert sich Eskedar.
Mit 11 Jahren hatte Eskedar zum ersten mal Geschlechtsverkehr und war verwirrt, weil sie nicht wusste, was das bedeutete. Sie wurde auch gleich schwanger, hatte aber während der Schwangerschaft Schmerzen, weswegen sie einige Male das Health Center aufsuchte. Als die Wehen einsetzten, ging sie zu ihrer Mutter. Da sie viel zu jung für eine Schwangerschaft war, gabe es Probleme während der Geburt. Am 3. Tag der Wehen wurde sie in das Health Center gebracht, von dort aber weitergeschickt in das 30 km entfernte nächstgrößere Krankenhaus, wo sie ein totes Baby zur Welt brachte. Sie war 3 Tage bewußtlos und erwachte inkontinent.
„Ich blieb über einen Monat im Krankenhaus, aber ich hatte die Kontrolle über meinen Körper verloren. Zu wissen, dass ich inkontinent bin, war schrecklich und ich wollte am liebsten sterben.“ erinnert sich Eskedar. 4 Monate später erreichte sie das Fistula Hospital in Addis Abeba mit einem Überweisungsschein des Regierungskrankenhauses.
„In den drei Monaten zuhause, habe ich nie schlecht gerochen oder wurde von anderen diskriminiert. Meine Mutter war die ganze Zeit an meiner Seite. Sie wusch mich dreimal am Tag, sie füttere mich mit nahrhaftem Essen. Sich um mich zu kümmern blieb ihr einziger Fokus. Ich liebe dich Mama!“, sagte Eskedar
Vor 13 Jahren war Eskedar in Begleitung ihrer Mutter ins Fistula Hospital gekommen. Das Außenzentrum Bahir Dar gab es damals noch nicht.
Der erste Operation verlief nicht wie erwartet. Sie wurde, noch immer inkontinent entlassen und blieb bei nahen Verwandten ihrer Mutter in Addis Abeba. Die Verwandten regten Eskedar zum Schulbesuch an und mit 13 Jahren kam sie in die 1. Klasse. Niemand in der Schule bemerkte, dass sie inkontinent war.
„Ich weiß, dass, wenn jemand meinen Zustand bemerkt hätte, wäre ich stigmatisiert worden und hätte die Schule verlassen müssen. Aber das ließ ich nicht geschehen. Während ich in der Klasse war, habe ich nicht viel Wasser getrunken, ich verwendete grobe Tücher unter die Unterhose und konzentrierte mich auf die Ausbildung. Auf diese Weise habe ich die 12. Klasse abgeschlossen und wäre beinahe in die Universität aufgenommen worden“, sagte Eskedar.
Für Eskedar waren diese Schuljahre schwierig, sie musste immer wieder wegen gesundheitlicher Probleme das Fistula Hospital besuchen und war natürlich auf der Suche nach einer endgültigen Lösung für die Harninkontinenz.
Vor sechs Monaten diagnostizierten Dr. Renate Röntgen, eine deutsche Urologin und Dr. Fekade, der medizinische Direktor, Eskedar erneut und führten eine zweite Harnableitung durch, die sie völlig trocknen ließ und für immer von ihren über 10 Jahren andauerden Leiden befreite.
Jetzt ist Eskedar trocken, aber ihr Traum, zu studieren, ist nicht realisierbar. Die Familie ist wirtschaftlich nicht in der Lage, ihre Studium zu bezahlen. Ihr blieb nur die Möglichkeit, wieder in ihr Dorf zurückzukehren und bei ihrer Mutter zu leben.
„Wie immer kam ich ins Krankenhaus und beriet mich mit Hamlin Mitarbeitern über mein weiteres Leben. Sie reagierten positiv wie immer und erlaubten mir, in Desta Mender zu bleiben, meine Schulgebühren zu übernehmen und mich an einer Privatuniversität mit dem Studium der Buchhaltung beginnen zu lassen. Eine solch unglaubliche Unterstützung ist nur bei Hamlin Fistula möglich, danke, dass ich meinen Traum erfüllen kann“, erinnert sich Eskedar.
In Anbetracht ihres Talents mit der Fürsprache der Sozialarbeiterin hat HFE Eskedar als einen Spezialfall betrachtet und die Entscheidung getroffen, ihre Ausbildungsgebühr zu übernehmen.
Jetzt lebt Eskedar in Desta Mender als Studentin eines Colleges, die ihre Freizeit damit verbringt, verschiedene Bücher zu lesen.
„Nach dem Abschluss ist es mein Traum, meiner Mutter zu helfen und mein Dorf zu erziehen, die rückwärtigen Traditionen zu ändern, die über Frauen wie mich ausgeübt werden“

Yenenesh Channe – Bäckerin in Desta Mender

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Yenenesh ist etwa 34 Jahre alt und kam vor 20 Jahren zu uns. Sie ist mit ihrer
Großmutter in einem abgelegenen Dorf im Norden aufgewachsen. Das Dorf war war 7 Stunden Fußmarsch vom nächst größeren Marktflecken entfernt. Dort gab es keinen Strom und auch sonst nicht viel, alles war noch sehr traditionell.
Yenenesh besuchte nie die Schule, da es im Dorf keine gab. Sie hütete die Rinder und Schafe und half ihrer Großmutter zu Hause.
„Nach der Tradition der Gemeinde, wurde ich im Alter von 5 Jahren einem Ehemann in einer arrangierten Ehe gegeben und blieb bei meiner Großmutter und dem Platz seiner Mutter, bis ich 9 Jahre alt war. Mein Mann war viel älter als ich“, erinnert sie sich.
Für das kleine Mädchen Yenenesh war die Ehe kein Spaß. Unter Leitung ihrer Großmutter versuchte sie, den Haushalt zu bewältigen. Während der Mann auf den Feldern arbeitete, verbrachte Yenenesh einen anstrengenden Tag mit der Hausarbeit.
Mit 12 wurde Yenenesh zum ersten Mal schwanger und versuchte als Kind ein Kind zur Welt zu bringen. Als die Wehen begannen, kam das Baby 8 Tage lang nicht. Es war abgestorben, aber Yenenesh presste weiter bis sie ins Koma fiel. Nach 8 Tagen wurde der Fötus ausgetrieben und verletzte sie schwer.
„Als ich aufwachte, fand ich mich völlig unfähig, meine Beine zu bewegen. Ich schämte mich und schrie, bis ich in das nächste Krankenhaus gebracht wurde.“ erinnert sich Yenenesh. Durch die doppelte Inkontinenz und die Fußheberschwäche dachte das medizinische Personal im Krankenhaus an eine Vergewaltigung und nicht an eine Geburtsverletzung und weigerte sich, sie zu behandeln. Das Drängen und die Beharrlichkeit der Großmutter setzten sich letztendlich durch. Wissend, dass der Fall über ihre Kapazitäten hinausging, schickten die Ärzte Yenenesh in Richtung Addis Abeba. Damals gab es noch kein Außenzentrum in Bahir Dar und auch keine Ambulanz.
„Wer kam, um meinen Zustand zu sehen, sagt, dass er lieber sterben würde, als so zu leben, und ich hatte fast die Hoffnung auf Heilung aufgegeben“
Vor etwa 20 Jahren ist Yenenesh zum ersten Mal in das Fistula Hospital gekommen. Die erste Operation, damals noch von Dr. Catherine Hamlin, reparierte erfolgreich die rektale Fistel und ihre Fußheberschwäche zeigte eine signifikante Verbesserung, aber die Harninkontinenz blieb bestehen.
„Ich habe früher gedacht, dass ich mit einem solchen Problem die einzige auf der Welt bin. Als ich aber viele Frauen mit der gleichen Verletzung sah, wurde ich gestärkt und meine Hoffnung auf Heilung wiederbelebt. Vor allem die mütterliche Fürsorge, die ich erhielt, halfen mir sehr“ sagte Yenenesh.
Mit dem Termin für die nächste Operation ging Yenenesh zu ihrer Großmutter zurück, die so glücklich war und überrascht war von der Veränderung, die sie auf ihrem Enkel sah. Ein Jahr später kam Yenenesh wieder zurück.
„Ich verbrachte ein tragisches ein Jahr zuhause, schämte mich und wollte niemanden sehen.“, erklärt sie.
Seit ihrer zweiten Ankunft hatte Yenenesh 10 Operationen, die alle nicht erfolgreich waren, um den Inkontinenz zu stoppen. So blieb nur die Möglichkeit einer Umleitungsoperation, wofür sie für einige Zeit zögerte.
„Nachdem ich die Frauen in Desta Mender mit Umleitungsoperationen gesehen habe, entschloss ich mich dazu, um ein trockenes Leben zu führen. Im Jahr 2007 bekam ich die Operation, war danach völlig trocken und begann ein glückliches Leben dank Emaye (Dr. Catherine Hamlin) und allen anderen“. sagt Yenenesh.
Yenenesh nahm an Rehabilitationsprogrammen teil, arbeitete in der Hühnerfarm, auf dem Gemüsebauernhof, Milchviehbetrieb. Seitdem ist sie eine der dauerhaften Bewohnerinnen in Desta Mender.
„Seit ich in Desta Mender lebe, habe ich einmal meine Großmutter besucht. Sie war sehr erfreut über meinen Zustand. Dies blieb das einzige Mal, meine Oma ist danach verstorben.“
Während sie ein glückliches Leben in Desta Mender führte, wurde Yenenesh schwer verletzt. Sie litt an einer Nervenverletzung und war ein halbes Jahr lang halb gelähmt.
„Zum Glück erholte ich mich total von der lebensbedrohlichen Verletzung und jetzt geht es mir wieder so gut, daß ich niemals darüber nachdenke. Das ist nur Gottes Liebe und Fürsorge. Es lebe Emaye und alle großzügigen Unterstützer“, sagte Yenenesh.
Yenenesh arbeitet jetzt als Bäckerin in der Kantine der Hebammenschule.

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Ruziya Adem

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Ruziya ist schätzungsweise 22 Jahre alt und kommt aus der muslimischen Familie. Sie ist in einem kleinen Dorf im Osten Äthiopiens aufgewachsen wo es weder eine Schule noch ein Health Center gab. Ruziya kommt aus einer Analphabeten-Familie, deswegen hat sie auch nie eine Schule besucht. Mit etwa 15 Jahren wurde sie mit einem viel älteren Mann verheiratet. Wie seit Generationen üblich träumte auch Ruziya davon zu heiraten und glücklich zu werden. Sie kümmerte sich um den Haushalt während ihr Mann auf den Feldern arbeitete. Kurz nach der Hochzeit wurde sie schwanger und die Familie war darüber sehr glücklich. Die Schwangerschaft verlief ohne Probleme und für Ruziya war es normal zu Hause zu entbinden. Die Wehen dauerten 3 lange Tage ohne daß sich etwas tat.
Die besorgte Familie versuchte alle möglichen traditionellen Hilfsweisen, von denen keine funktionierte. Erst dann wurde Ruziya in das nächste Health Center gebracht. Aber es war zu spät und sie wurde weiter in ein Krankenhaus geschickt. Sie war bewusstlos, als sie dort ankam.
„Es war mir nicht bewusst, was passiert ist, bis ich nach zwei Tagen aufwachte. Ich fragte meine Mutter, wo ist mein Baby sei und wo ich wäre, sie beruhigte mich und erzählte mir alles „, sagt Ruziya.
Das Baby war eine Totgeburt und sie inkontinent. „Als ich bemerkte, dass ich nicht in der Lage bin, meinen Urin zu kontrollieren, weinte ich gründlich. Als die Krankenschwestern mir über eine mögliche Heilung im Hamlin Fistula Hospital in Addis Abeba erzählt haben, bekam ich Hoffnung auf Heilung „, erinnert sich Ruziya.
Ruziya blieb für 6 Monate bei ihrer Mutter,und versuchte, zu Kräften zu kommen. Als ihr Mann hörte, was mit Ruziya geschehen war, schickte er sie weg und heiratete eine andere Frau.
Vor 3 Jahren kam Ruziya zum ersten Mal in das Fistula Hospital, begleitet von ihrem Bruder. Sie wurde freundlich begrüßt und man begann mit der ganzheitlichen Behandlung. Ruziya wurde 3 mal operiert, aber die ersten beiden Operationen waren nicht erfolgreich. Zu sehr war die Blase zerstört. Vor 4 Monaten erhielt sie eine Harnableitung und ist jetzt völlig trocken.
Zurzeit abolviert sie in Desta Mender ein Reha-Training um selbständig leben zu können.
„In all diesen Tagen der Inkontinenz habe ich niemals die Hoffnung aufgegeben, die Behandlung durch meinen Mannes hat mich dazu gebracht, stärker zu sein als zuvor. Keiner im Dorf wußte, daß ich eine Fistel habe, ich war sauber gekleidet und gewaschen und parfümiert. Aber das war voller Frustration „, erinnert sie sich.
„Danke an Dr. Fekade und seine Krankenschwester, jetzt bin ich trocken und arbeite eifrig an der Veränderung meiner Zukunft. Meine Mutter hat aufder Suche nach Heilung für mich alles verloren, bis ich hier ankam, wo ich nie etwas für den ganzen Service bezahlen mußte, den ich bekam. Du bekommst diese bedingungslose Liebe und Sorge auch nicht aus deiner eigenen Familie. Vielen Dank für alles, was ihr für mich getan habt.“Ruziya.
Zu der Zeit dieses Interviews absolviert Ruziya in Desta Mender das Rehab-Training, nächste Woche beendet sie den dreimonatigen Aufenthalt und blickt zuversichtlich in die Zukunft.

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Wubanchi Getachew

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Wubanchi ist 20 Jahre alt und wuchs in einem kleinen Dorf in der Provinz Wollo auf. Das Dorf liegt 5 Stunden Fußmarsch vom nächstgrößeren Marktfecken entfernt, aber es gab eine Schule und einen Gesundheitsposten. Wubanchi hatte Glück und durfte 8 Jahre lang die Schule besuchen bis sie verheiratet wurde. Anfangs wollte sie noch weiter zur Schule gehen, aber die Familie erlaubte es nicht.
Zunächst fiel es ihr sehr schwer sich an das Eheleben zu gewöhnen. Aber mit der Zeit und der Liebe ihres Mannes begann sie ein glückliches Leben zu führen.
Mit 14 Jahren wurde sie schwanger und die Familie war sehr glücklich über die gute Nachricht. Die Schwangerschaft verlief normal, Wubanchi besuchte den Gesundheitsposten mehrmals und verbrachte normal neun Monate. Als die Wehen begannen waren die älteren Frauen der Familie bei ihr, die alle mehrere Kinder geboren und viel Erfahrung hatten. Aber es ging aber nicht wie erwartet. Nach 3 Tagen Wehen wurde sie bewusstlos auf einer Trage fünf Stunden lang in das nächste Krankenhaus gebracht. Als sie nach 12 Tagen aus dem Koma erwachte, erfuhr sie, dass ihr Baby tot war und sie eine doppelte Fistel hatte. Sie blieb 4 Monate in diesem Krankenhaus und wurde dann in das Außenzentrum in Mekelle gebracht.
Vor 5 Jahren wurde in Mekelle ihre rektale Fistel erfolgreich operiert und man schickte Wubanchi nach Hause mit einem Termin für die nächste Operation. Seitdem hatte sie vier Operationen im Mekelle-Zentrum, die aber nicht vermochten die schweren Schäden in der Blase zu beheben.
Letztes Jahr wurde Wubanchi in das Addis Abeba Fistula Hospital mit der Hamlin Ambulanz gebracht. Der erste Versuch scheiterte, aber vor einem Jahr erhielt Wubanchi eine Harnableitung und ist jetzt völlig trocken.
„In diesen vier Jahren mit der Blasenfistel führte ich ein isoliertes Leben ohne Dorfgemeinschaft, versteckt vor Freunden und Verwandten. Es war schwer, so zu leben. Ich gab alle Hoffnung auf und hatte sogar meinen Mann weggeschickt und blieb bei meiner Mutter“, erinnert sich Wubanchi.
Als Belohnung erhält Wubanchi jetzt in Desta Mender ein Rehabilitationstraining, um danach wieder in die Dorfgemeinschaft integriert zu werden.
„Ihr habt mir meinLeben wieder gegeben, ich bin zuversichtlich und träumet, meine Ausbildung fortzusetzen und eine starke Frau mit erfolgreicher Zukunft zu werden. Ich finde keine Worte, um meinen Dank auszudrücken. Gott wird es euch zurückzahlen „, sagte Wubanchi.

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