Geschichte von Medina

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Medina hat mit 17 Jahren geheiratet. Inzwischen ist sie 25 Jahre alt und hat 5 Jahre im Fistula Hospital gelebt.

Sie hatte sowohl eine vesicovaginale Fistel (zwischen Blase und Vagina) als auch eine rektovaginale Fistel (zwischen Enddarm und Vagina). Mit großem Glück hat sie, nach drei Tagen Wehen, die Geburt überlebt, aber ihr Baby starb dabei.

Verkrüppelt und unfähig zu laufen, lag sie auf ihrer Matte in einer kleinen Hütte. Es gab kein Health Center oder Krankenhaus in der Nähe. Medinas Familie konnte nur beten und sie trösten. Als die anderen Dorfbewohner ihren Zustand sahen, meinten sie, die Familie sei verflucht. Auch Medinas Mann wartete keinen Monat, bis er sich scheiden lies und eine andere heiratete.

Nach drei langen Monaten hörte Medinas Mutter, dass es Heilung gab. Eine Freundin hatte ihr vom Hamlin Fistula Hospital erzählt. Es dauerte lange, das Geld für die Busreise zu sparen. Ein Familienmitglied musste sie begleiten und tragen. Auch verlangte der Busfahrer einen höheren Fahrpreis, als er ihren Zustand sah.

Sie kam im Krankenhaus an, untergewichtig und unfähig zu laufen. Nach 9 Monaten Krankengymnastik konnte sie wieder ohne Hilfe alleine gehen. In den letzten 5 Jahren wurde sie mehrfach operiert und ist jetzt bei besserer Gesundheit.

In Desta Mender erhielt sie eine Berufsausbildung und konnte einen kleinen Laden in Meraro eröffnen. Das ist eine Kleinstadt in der Nähe ihres Dorfes. Sie lebt jetzt von ihrem eigenen Einkommen.

Sie sagt: “ Das Fistula Hospital hat mir geholfen, wo ich unerwünscht war. Man hat mir geholfen, meine Fähigkeiten entwickelt und mir Geld für einen Berufsstart gegeben. Ich kann meine Dankbarkeit nicht genug ausdrücken.“

 

Zewditu und Agere, die Handarbeitslehrerinnen des Fistula Hospitals

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Zewditu arbeitet schon seit vielen Jahren im Fistula Hospital. Ihre Kinder sind erwachsen und sie suchte eine neue Herausforderung. Sie ist sehr kreativ und bemüht sich, aus den wenigen Mitteln, die ihr zur Verfügung stehen, etwas Neues zu erschaffen. Die Fistula Patientinnen lernen bei ihr sticken, stricken und häkeln, sie flechten aus Naturgras Körbe und Schalen und stellen Ketten aus Papierperlen her. Bei allem schreibt Zewditu den Namen der Patientin auf und sie erhält direkt das Geld aus dem Verkauf.

Agere ist eine ehemalige Patientin, die auch schon seit vielen Jahren im Fistula Hospital lebt. Zusammen mit Zewditu leitet sie die jungen Frauen bei den Handarbeiten an.

Fatuma Mohamed – ist wieder in das Fistula Hospital gekommen

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Fatuma ist jetzt 25 Jahrer alt. Sie kommt aus dem Osten Äthiopiens, der Oromiya Region. Vor 10 Jahren kam sie in das Fistula Hospital
Sie heiratete mit 15 Jahren und lebte mit ihrem Mann in einem sehr entlegenen Dorf auf dem Land. Das Familieneinkommen wurde hauptsächlich von ihrem Mann durch Landwirtschaft erwirtschaftet, auf dessen Schultern alles ruhte. Ihre Rolle in der Familie bestand darin, den Haushalt zu führen und mit dem Geld auszukommen, das sie von ihm erhielt. Da sie noch ein Teenager war und Anerkennung suchte, sah sie nichts anderes in ihrer Ehe als Schicksal und Respekt vor der Kultur der Dorfgemeinschaft. Obwohl in ihrem Dorf eine Frau lebte, die erfolgreich an einer Geburtsfistel operiert worden war, hörte Fatume erst von ihr, als sie das gleiche Schicksal erlitt.

Die Hauptaufgabe der Frauen ist es, dem Mann viele Kinder zu schenken. Fatuma wurde mit 16 schwanger. Nach 2 Tagen Wehen wurde sie von der Familie in das nächste Krankenhaus gebracht, das etwa 50 km entfernt war. Die Ärzte dort konnten zwar ihr Leben retten, aber das tote Baby brachte ihr eine doppelte Fistelverletzung und eine schwere Beinverletzung, mit der sie nicht mehr laufen konnte.
Schon bald darauf verließ sie ihr Mann. Geschieden und alleine kehrte Fatuma in ihr Elternhaus zurück und lebte in Scham mit ihrer Fistel. Nach vier Monaten zwischen Leben und Tod hörte ihr Vater von der geheilten Patientin von dem Fistula Hospital in Addis Abeba.
Vor 10 Jahren erreichte Fatuma das Fistula Hospital. Sie wurde von ihrem Vater getragen, unterernährt, mit einer schweren Muskelverletzung und zweifacher Inkontinenz von Stuhl und Urin.
Da Fatuma aufs schwerste verletzt war, blieb sie eine lange Zeit bei uns. In den ersten 7 Monaten bekam sie ausschließlich Physiotherapie um wieder laufen zu lernen. Nach mehreren Operationen wurde sie als vollständig geheilt und trocken entlassen. Während ihres 4-jährigen Aufenthaltes entwickelte sie verschiedene Fähigkeiten in Handarbeiten und Kunsthandwerk im Reha-Zentrum in Desta Mender und verdiente etwas Geld.
„Das Leben mit der Fistel brachte mich dazu, mich selbst zu hassen, keiner wollte etwas mit mir zu tun haben. Ich war traumatisiert und isoliert und möchte nicht mehr daran denken.“ erklärte sie. Geheilt fand sie ihre Würde wieder. Fatuma begann ein neues Leben und heiratete wieder. Sie hat endlich Freude am Leben.

Jetzt ist Fatuma wieder in das Fistula Hospital zurück gekommen voller Hoffnung und wurde durch Kaiserschnitt von einem Jungen entbunden. „Was wäre wohl aus mir geworden, wäre ich nicht hier geheilt worden. Ich danke allen Mitarbeitern für ihre Unterstützung.“

Weihnachtsgeschenke aus Äthiopien

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Gewürzschalenset

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Handmade aus Äthiopien

Wir haben neue schöne Sachen aus Äthiopien mitgebracht, die wir heute gleich in unseren Online-Shop eingestellt haben. Weihnachten kommt täglich näher – vielleicht brauchen Sie noch ein Geschenk? Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie bei uns fündig würden. Wir haben auch ganz frischen Kaffee aus Äthiopien mitgebracht. Reinschauen lohnt sich! http://hamlinfistula.de/shop/

 

Äthiopisches kunsthandwerkliches Huhn

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27. Kongress der Deutschen Kontinenz Gesellschaft

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Fistula e.V. hat einen Infostand bei „Deutsche Kontinenz Gesellschaft“ –  27. Jahreskongress

27. und 28.November 2015 | MOC Veranstaltungscenter München | findet der 27. Kongress der Deutschen Kontinenz Gesellschaft und das 81. Seminar des Arbeitskreises Urologische Funktionsdiagnostik und Urologie der Frau statt. Weitere Infos unter www.kontinenz-gesellschaft.de

www.fistula.de