Etabezahu Eshete – Mutter von Zwillingen

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Etabezahu kommt ursprünglich aus dem Norden. Vor 19 Jahren kam sie in die Hauptstadt auf der Suche nach Arbeit um ihre Familie zuhause zu unterstützen. Sie war damals erst 14 Jahre alt. Viele Jahre arbeitete sie als Hausgehilfin bei verschiedenen Familien.

Vor vier Jahren heiratete sie einen Polizisten und führte ihren eigenen Haushalt. Als Polizist verdient ihr Mann nur ungefähr 75 Dollar im Monat, davon kann man in der Hauptstadt kaum überleben. In der Hoffnung, dass das Leben in der Zukunft besser würde, lebte Etabezahu sehr sparsam.

Zwei Jahre nach der Hochzeit wurde sie schwanger. Ihr Mann freute sich sehr, denn auch er wollte gerne Kinder haben. Bei der Vorsorgeuntersuchung erfuhr Etabezahu, dass sie Zwillinge haben würde. Sie versäumte keine Untersuchung und fühlte sich sehr wohl bis zum Entbindungstermin. Sie ging in eine Geburtsklinik und hatte stundenlange Wehen. Die Schwestern dort verstanden nicht, dass sie Hilfe benötigte. Nach 6 Stunden wurde sie endlich ins Krankenhaus verlegt. Der Arzt war schokiert, als er sie sah und bemerkte, dass die Zwillinge Steißlage waren und konnte mit einem Kaiserschnitt das Leben von Etabezahu und ihren Kindern retten.

Aber trotzdem hatte Etabezahu nach der Geburt Schwierigkeiten, ihren Urin zu kontrollieren. Sie hoffte, es würde besser werden und erzählte lange Zeit niemandem davon. Aber bald wurde es so schlimm, dass sie es nicht mehr vor ihrem Mann geheim halten konnte. Er hatte von dem Fistula Hospital gehört und brachte sie zusammen mit ihren bezaubernden Zwillingen.

Zuerst wurde sie wieder nach Hause geschickt, weil sie noch zu schwach für die Operation war. Aber 3 Monate später kam sie zurück und konnte innerhalb von 20 Tagen geheilt werden. Ihre Babies waren die ganze Zeit dabei.

Etabezahu ist glücklich, dass sie wieder geheilt ist, aber das geringe Familieneinkommen ist ein Problem. Sie hat nicht genug Milch für beide Babies. Das Krankenhaus hat ihr zusätzliche Milch gegeben, aber wenn sie wieder zuhause ist, wird es schwer werden, das Geld dafür aufzubringen.

Vielleicht findet sich jemand, der die Familie in den ersten Monaten unterstützt.

 

Neue Produkte in unserem Online Shop

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Vor kurzem sind wir aus Äthiopien zurück gekommen und haben einige neue Sachen für unseren Online-Shop mitgebracht. Der gesamte Erlös kommt dem Fistula Hospital zugute. Vielleicht ist auch etwas für Sie oder Ihre Freunde dabei.

Hamlin Fistula Shop

Sr. Martha – Senior-Hebamme, ausgebildet vom Hamlin Midwife College

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Martha Abebe ist 24. Sie kommt aus Yayo, 36 km entfernt vom Health Center Burrusa, für das sie seit Abschluss ihres Studiums am Hamlin College of Midwifes im Jahr 2012  arbeitet.

Mit dem Eintritt in das Health Center durfte Martha daher erstmals den Titel „Schwester“ vor ihrem Namen führen. Auch Burrusa gehört zu den zahlreichen Gesundheitseinrichtungen in der Region Ormyia, die 2008 ohne eigene Entbindungsstation eröffnet wurden. HFE nahm die Aktivitäten 2012 mit der Entsendung von Martha auf, die ebenfalls dem 3. Jahrgang des Hamlin-Kollegs angehörte. Auch Martha’s Aufgabe war es, das Niveau der medizinischen Versorgung im Bereich der Betreuung von Schwangeren und der Geburtshilfe substantiell zu verbessern. Dies umfasst neben der persönlichen Betreuung der Schwangeren und Entbindenden auch die Prozesse und natürlich die technische Ausstattung der Kliniken / Gesundheitszentren.

Seitdem Sr. Martha und eine weitere Kollegin in Barrusa tätig sind, ist die Anzahl der Entbindungen von höchstens fünf im Monat auf rund 40 monatlich angestiegen. Martha’s Kollegin unterstützt sie seit einem Jahr. Sie hatte davor ihre Prüfungen am Hamlin College erfolgreich bestanden.  “Als von Hamlin ausgebildete Hebamme wird Dir aufgrund Deiner erworbenen Fähigkeiten und Kenntnisse sofort Vertrauen entgegengebracht – auch von Kollegen, die in anderen Einrichtungen ihre Ausbildung erworben haben. Ich bin stolz darauf, eine „Hamlin-Hebamme“ zu sein. Es hat mich in die Lage versetzt, in meiner Gemeinde als hochqualifizierte Kraft der Allgemeinheit zu dienen”.

 

 

 

Schwester Beletu – eine der 12 ersten graduierten Hebammen der Hamlin Fachhochschule

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Nur wenige unserer gut ausgebildeten Hamlin Hebammen arbeiten noch in den ländlichen Kliniken, in denen sie nach ihrer Ausbildung zuerst eingesetzt wurden. Einige von ihnen gingen als Ausbilderinnen an die Hamlin Fachhochschule zurück, andere fanden gut bezahlte Arbeit bei anderen NGOs.

Nur wenige Engagierte, wie Beletu, blieben auch nach Ablauf der vertraglich festgesetzten 4 Jahre in den ländlichen Kliniken, in denen sie nach ihrem Abschluß begonnen hatten. Die dreißigjährige Beletu Tekay kommt ursprünglich aus einem Ort in der Tigrayregion, nur 20 km von dem Health Center entfernt, für die sie die letzten 5 Jahre gearbeitet hat.

Als Beletu in das Health Center kam und mit ihrer Arbeit begann, war sie die erste Hamlin Hebamme, die nur eine Entbindungsrate von 3 pro Monat vorweisen konnte. Das ist nahezu nichts im Vergleich zur derzeitigen Entbindungsrate von 65 pro Monat in diesem Health Center.

Diese Veränderung, sowohl bei der Anzahl der Entbindungen, als auch in der vereinheitlichten Gesundheitsvorsorge von Schwangeren ist ein Ergebnis des allseitigen Supports, der in den vergangenen 5 Jahren umgesetzt wurde.

Beletu sagt dazu: „Als ausgebildete Hamlin Hebamme arbeite ich voller Zuversicht und Überzeugung. Schon meine Anwesenheit im Health Center bringt mehr und mehr hilfesuchenden Mütter dazu, meine professionelle Unterstützung zu erbitten.“

Sie ergänzt: „Da ich meine vier Pflichtjahre mit Hamlin abgeleistet habe, bin ich überzeugt, daß ich eine bessere Stelle in einer großen Stadt bekommen könnte. Aber ich denke immer an Dr. Hamlin und frage mich dann – wenn sie als Ausländerin hierher kam, um meinem Land ihre Hilfe zu widmen, warum sollte ich dann hier weggehen und nach etwas Bequemerem suchen ? Das ist meine Motivation, hierzubleiben und meiner Gemeinde zu helfen.“

Inzwischen ist Belatu selbst Mutter einer vierjährigen Tochter und auch das hat ihre Bereitschaft, Müttern zu helfen, noch weiter erhöht. Und im Geburtenregister der Klinik ist es Beletu, die jeweils die höchste Anzahl von Entbindungen auf ihren Namen verzeichnet, zum Beispiel hat sie im Monat Februar bei 40 von 65 Entbindungen assistiert.

Mit Beletu haben wir eine wirklich engagierte, leidenschaftliche Hebamme.