Birhan Abriha

Mehr lesen

Birhan kommt aus einem kleinen Dorf im Norden Äthiopiens in der Nähe des Mekelle Außenzentrums. Landwirtschaft ist die wichtigste Einnahmequelle für Birhans Familie. Im Dorf gibt es kein Health Center. Das nächste ist in einer kleinen Stadt mehrere Stunden Fußmarsch entfernt.
Birhan ist Analphabetin und heiratete mit 13 Jahren. Obwohl die Familie von der Ernte abhängig war, führte Birhan ein fröhliches Leben, wurde Mutter zweier Töchter und verbrachte ihren Tag damit, sich um ihre Töchter und die Hausarbeit zu kümmern. Aber ihre dritte Schwangerschaft endete vor 15 Jahren mit einer Totgeburt und Harninkontinenz.
Da ihre Töchter ohne Probleme zuhause geboren wurden, dachte Birhan nie daran, zur Vorsorge zu gehen. Sie hatte 3 Tage lang Wehen und wurde dann zu Fuß und mit dem Bus nach Mekelle in ein Regierungskrankenhaus gebracht. Am vierten Tag wurde das Baby tot geboren und sie blieb inkontinent.
Auch zuhause besserte sich ihr Zustand nicht. „Es war schwierig für mich, stundenlang zu laufen, um Wasser zu holen und mich zu waschen. Also beschloss ich, mein Zuhause und meine Töchter zu verlassen und bei meiner Schwester zu leben auf der Suche nach Heilung in der nahe gelegenen Stadt“, erinnert sich Birhan.
Das Außenzentrum in Mekkelle war im Bau, als Birhan die Fistel bekam. Es war schwer für sie, Hunderte von Kilometern nach Addis Abeba zu fahren. Nach einem Jahr wurde sie durch eine lokale NGO nach Addis Abeba ins Hamlin Fistula Hospital gebracht.
Vor etwa 15 Jahren war Birhan zum ersten Mal im Fistula Hospital angekommen und begann mit der ganzheitlichen Behandlung, für die das Krankenhaus bekannt ist. Ihre erste Operation war erfolglos und die zweite zeigte Verbesserung, aber immer noch mit Blasenschwäche, die eine Plug-Unterstützung benötigten, um sie zu stoppen.
Nach einem Jahr kehrte Birhan zuversichtlich zu ihrer Schwester zurück und erfuhr von ihrer Familie. „Mein Mann hatte bereits eine andere Frau geheiratet, und meine beiden Töchter mussten die Ziegen hüten und wurden nie zur Schule geschickt. Ich habe mich dann entschieden, alleine auf meine Töchter aufzupassen und nahm sie zu mir“ sagte Birhan.
Für Birhan war der Plug-in perfekt, sie machte jede Arbeit, die sie bekam, um Geld zu verdienen, und sie erzieht selbständig ihre zwei Töchter, die jetzt in der 11. Klasse sind.
Vor 3 Monaten erhielt Birhan ihre Harnableitung und ist jetzt völlig trocken. Momentan befindet sie sich im Rehabilitationstraining in Desta Mender. „Danke euch allen, ich bin jetzt glücklich, frei von Sorgen und träume, dass meine Töchter studieren und niemals meinen Leiden gegenüberstehen“, sagte Birhan

http://hamlinfistula.de/shop/geschenke/physiotherapie.html

Almaz – Fistelpatientin

Mehr lesen

Almaz ist in einem kleinen Dorf in Südäthiopien aufgewachsen. Dort gab es weder Strom noch fließendes Wasser oder ein Health Center. Der nächste größere Marktflecken ist eine Tagesreise zu Fuß entfernt. Ihr Name Almaz bedeutet „Diamant“ in ihrer Sprache, aber ihr Leben war kein Diamant. Sie besuchte nie die Schule und verlor ihre Familie sehr früh. Almaz schätzt, dass sie sich mit 17 verlobte und eine Familie gründete.
Bald nach der Hochzeit wurde Almaz schwanger. Die Schwangerschaft verlief problemlos, obwohl sie keine Vorsorgeuntersuchung hatte. Für Almaz und andere Frauen im Dorf steht nur eine Hausgeburt zur Debatte. Die nächste Klinik ist einfach zu weit weg.
Die Wehen dauerten 5 lange Tage. Erst danach wurde Almaz in das nächste Health Center gebracht und von dort in ein Krankenhaus. Am 6. Tag hatte sie eine Totgeburt blieb mit einer Blasenfistel. In der Hoffnung, dass es ihr bald besser gehe, kehrte Almaz zu ihrem Bruder nach Hause zurück.
„Ich hatte niemanden zur Unterstützung, ich habe meine Familie verloren, mein Bruder ist ein armer Bauer, ich hatte kein Geld, um nach einer besseren Behandlung zu suchen. Ich habe mich in der kleinen Hütte aufgehalten und den Tag mit Weinen verbracht „, erinnert sich Almaz.
Almaz lebte 10 Jahre isoliert und depressiv, mit einer Blasen-Scheiden-Fistel ohne medizinische Versorgung.
Regierungsbehörden in der Gegend kamen zufällig in das Dorf. Sie hörten ihren Fall und brachten sie in das nahe gelegene Regierungskrankenhaus. Da es relativ nah am Außenzentrum in Mettu war, wurde Almaz vor einem Jahr zur besseren Behandlung nach Mettu transportiert. Ihr Fall war schwierig, deswegen wurde sie an Addis Abeba verwiesen. „Ich habe gehört, dass Addis Abeba weit weg ist. Eine große Stadt, in die alle gehen und aus der niemand zurückkehrt. Also sagte ich zuerst nein, bis die Mitarbeiter von Mettu haben mich überzeugt.“
In fünf Monaten erhielt Almaz eine ganzheitliche Behandlung und ist nach der letzten Umleitungsoperation vollständig trocknen. Jetzt durchläuft sie in Desta Mender ein Rehabilitationstraining, um in ihrem Dorf eine bessere Zukunft zu haben.
„Meine Heilung ist immer noch eine Überraschung. Ich hätte nie zuvor gedacht, dass es möglich sei.“ sagte Almaz.

http://hamlinfistula.de/shop/geschenke/desta-mender-rehabilitation-fuer-3-monate.html

Dr. Mesfin Molla – Anästhesist im Fistula Hospital

Mehr lesen

Der Anästhesist Dr. Mesfin Molla ist jetzt 44 Jahre alt, verheiratet und Vater. Bevor er ins Fistula Hospital kam, arbeitete Dr. Mesfin über 15 Jahre als Anästhesist in verschiedenen Krankenhäusern in Addis Abeba. Mit seiner langjährigen Erfahrung in Anästhesie, trat Dr. Mesfin 2016 dem Ärzte-Team des Fistula Hospitals bei und arbeitet mit Leidenschaft. Neben seiner professionellen Arbeit hat Dr. Mesfin mit seinem freundlichen Wesen viel Spaß in den OP gebracht.
„Ich habe viele Jahre in verschiedenen Krankenhäusern innerhalb und außerhalb des Landes gearbeitet. Hier im Fistula Hospital fühle ich jedes Mal, wenn ich in die Heilung einer Frau involviert bin, dass ich ein wenig zu Dr. Catherines lebenslangem Erfolg beitragen kann. Diesen Frauen helfen zu können, ein wenig Liebe und Zuneigung zu zeigen, bleibt meine tägliche Leidenschaft „, erklärt Dr. Mesfin.

http://hamlinfistula.de/shop/geschenke/fistel-operation.html

Aster Sodo – Hebamme

Mehr lesen

Aster Sodo ist 27 Jahre alt und kommt aus einer Kleinstadt names Aleta Wondo, etwa 70 km entfernt vom Außenzentrum Yirgallem. Sie war in ihrer Schule eine der Besten und erhielt ein Stipendium für die Hebammenschule. Im Juli 2017 machte sie ihr Diplom und arbeitet seit 2 Monaten im Health Center Olonso in der Nähe ihrer Heimatstadt.
„Ich habe mich hier schnell eingewöhnt dank meiner guten Ausbildung. Wenn ich mich mit anderen Kolleginnen vergleiche, bemerke ich den Unterschied und bin sehr froh, dass ich diese Chance hatte. Vielen Dank, dass Sie mir die Ausbildung zur Hebamme ermöglicht haben.“ erklärt Aster
Sie hat in den letzten 2 Monaten über 20 Babies sicher zur Welt gebracht. Es hat sich langsam rumgesprochen, dass man ihr vertrauen kann.

http://hamlinfistula.de/shop/geschenke/5-aktion-solarlampe.html

Meron Fitta – Fistula Patientin

Mehr lesen

Meron Fitta wuchs in einem kleinen Dorf etwa 120 km entfernt von Addis Abeba auf. Sie konnte 2 Jahre lang die Schule besuchen, dann musste sie ihrer Familie beid der Arbeit helfen. Als sie älter wurde, ging sie nach Addis Abeba und arbeitete als Hausmädchen. Es fiel ihr schwer, sich in den verschiedenen Haushalten einzugewöhnen, deshalb ging sie wieder zurück und lebte bei ihrer Tante in einer kleinen Stadt in der Nähe ihres Heimatortes.Es war in dieser Zeit, dass Meron ihren ersten Freund traf und anfing, bei ihm zu leben, ohne zu heiraten. Als sie schwanger wurde und ihrem Freund davon erzählte, war er nicht glücklich und verließ sie kurz danach. Meron wollte zu ihrer Familie zurück, aber sie schämte sich ihrer Schwangerschaft. Ihre Tante versuchte zu vermitteln, aber ihre Brüder beleidigten sie fortwährend.
Während der Schwangerschaft ging Meron 4 Mal zur Vorsorge in das nächste Health Center, jedes Mal 5 Stunden Fußmarsch. Bis zur Geburt schien alles in Ordnung zu sein. Als die Wehen begannen, konnte Meron nicht ins Health Center gehen und die Brüder weigerten sich, sie dorthin zu tragen. Nur die Mutter stand ihr bei, aber nach 2 Tagen Wehen war das Baby noch nicht da und die Mutter fragte Verwandte, die Meron ins Health Center brachten. Die Krankenschwestern versuchten ihr zu helfen, aber sie wußten auch nicht weiter und brachten sie ins Krankenhaus. Dort bemerkten die Ärzte, dass Meron mit Zwillingen schwanger war, die aber schon in der Gebärmutter abgestorben waren. Sie holten die toten Zwillinge und Meron überlebte mit einer Blasen-Scheiden-Fistel. Man erzählte ihr, dass die Inkontinenz durch die starken Wehen verursacht wären und nach einigen Tagen aufhören würden. So wurde sie 3 Tage später nach Hause entlassen.
„Meine Mutter und ich gingen zu Fuß nach Hause. Aber ich war so geschwächt und konnte mein Bein nicht bewegen. Wir weinten beide und brauchten einen ganzen Tag für den Marsch, der normalerweise nur 6 Stunden dauert.“ erinnert sich Meron.
Meron konnte es nicht ertragen mit einer Fistel in ihrem Dorf zu leben und reiste nach 1 Monat zu ihrer Tante, die in Addis Abeba lebt. Dort ging sie in ein Krankenhaus, man sagte ihr nicht, dass sie eine Fistel hätte, sondern behandelte andere Dinge und schickte sie wieder nach Hause zu ihrer Mutter. „Nach 4 Monaten im Dorf bot mir eine Freundin aus Addis an, bei ihr zu leben und Heilung zu suchen. Ich hatte kein Geld für den Transport. Meine Schwester schenkte mir ihre Ziege und die Dorfbewohner gaben mir Kartoffeln, die ich verkaufte und damit die Reise bezahlte.“ erinnert sich Meron.
Nachdem Meron in Addis Abeba angekommen war, hörte ihre Freundin vom Fistula Hospital und brachte sie dorthin.
Vor 3 Jahren kam Meron zum ersten Mal ins Fistula Hospital. Seitdem wurde sie 2 Mal operiert. Die erste OP war nicht erfolgreich, aber die 2. OP ließ sie zumindest für einige Zeit völlig trocken werden. Aber durch die schwere Arbeit zuhause war die Operation auf Dauer nicht erfolgreich.
Meron ist jetzt wieder im Fistula Hospital und wartet auf eine Harnableitung.

http://hamlinfistula.de/shop/geschenke/kleid-nachthemd-und-bettwaesche.html