23. Mai – Internationaler Tag zur Beendung geburtsbedingter Fisteln

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Geburtsbedingte Fisteln sind eine der schwersten und tragischsten Verletzungen, die während der Geburt auftreten können. Es ist ein Loch zwischen dem Geburtskanal und der Blase oder dem Rektum entstanden, verursacht durch längere, blockierte Wehen ohne Behandlung.

Die Erkrankung führt typischerweise dazu, dass Frauen inkontinent sind, weshalb sie oft von ihren Gemeinschaften gemieden werden. Die Betroffenen erleiden oft Depressionen, soziale Isolation und zunehmende Armut. Viele Frauen leben seit Jahren – oder sogar Jahrzehnten – mit dieser Krankheit, weil sie sich keine Behandlung leisten können oder wissen, dass Behandlung möglich ist.

Schätzungsweise 2 Millionen Frauen in Afrika südlich der Sahara, in Asien, im arabischen Raum sowie in Lateinamerika und der Karibik leben mit dieser Verletzung, und jedes Jahr entwickeln sich zwischen 50.000 und 100.000 neue Fälle. Dennoch sind Fisteln fast vollständig vermeidbar. Ihre Hartnäckigkeit ist ein Zeichen dafür, dass die Gesundheitssysteme den grundlegenden Bedürfnissen der Frauen nicht gerecht werden.

In ihrer Resolution A / RES / 67/147 fordert die Generalversammlung der Vereinten Nationen die internationale Gemeinschaft auf, den Internationalen Tag zu nutzen, um das Bewusstsein für die Beendigung der Geburtsfistel deutlich zu schärfen und die Maßnahmen zu intensivieren.
http://www.un.org/en/events/endfistuladay/

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Schwester Lulit – Hebamme

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Lulit Amberber wuchs in der kleinen, historischen Stadt Gore auf. Gore liegt in der Nähe des Außenzentrums in Mettu.
Schwester Lulit ist jetzt 24 Jahre alt und arbeitet zusammen mit einer Kollegin im Sonxa Health Center, etwa 40 km entfernt vom Hamlin-Fistula-Hospital in Mettu.
Nach ihrem Abschluss im Jahr 2015 wurde Lulit in dem abgelegenen Health Center unter der Aufsicht des Mettu Außenzentrums etwa 40 km entfernt der Hauptstraße eingesetzt. In den vergangenen zwei Jahren haben Lulit und ihre Kollegin, die ebenfalls von Hamlin ausgebildet wurde, die Qualität der Mütterbetreuung gewährleistent. Sie sind bekannt für ihre fachliche Kompetenz in der Gemeinschaft. „Weil ich während meiner Studienzeit über 70 Entbindungen einschließlich Komplikationen begleitet habe, bin ich eine kompetentere Hebamme als andere. Ich und mein Kollege unterstützen uns in der Regel sogar an unseren freien Tagen. Das ermöglicht eine qualitativ hochwertige Pflege und minimiert professionelle Fehler,“ erklärt Lulit.
Das Sonxa Health Center wird seit 2 Jahren von HFE unterstützt und musste viele Herausforderungen, wie Transport, Wasser, Strom und fehlende Einrichtungen meistern. Das Fistula Hospital in Addis unterstützt das Health Center mit Medikamenten, Geräten und einem Solarkoffer.
Während ihrer Ausbildung in der Hebammenschule hatte Lulit die Chance, Dr. Catherine persönlich zu treffen und sagt: „Emaye ist unsere Mutter, sie hat sich wie eine Kerze angezündet, um das Leben vieler armer Mütter unseres Landes zu retten. Sie ist mein Vorbild und ich wünsche ihr ein langes und gesundes Leben “

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Supe Health Center – Das neue Health Center in Westäthiopien

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Das Supe Health Center wurde 1989 in dem Dorf Supe, etwa 30 km von Mettu entfernt errichtet. Die Straße ist bergig und holprig und sieht noch genauso schlimm aus wie in den Anfangsjahren. HFE begann vor 2 Jahren mit der Unterstützung.
Eine der Auswahlkriterien ist die schlechte Gesundheitsversorgung der Mütter aufgrund fehlender Hebammen. So wurde Supe zu einem der 14 von HFE unterstützen Health Center unter Aufsicht des Mettu Außenzentrums.
„Obwohl wir etwa 19.000 Menschen versorgen sollen, ist Kreißsaal zu alt und zu klein, die Liege ist alt und kaputt, die Geräte sind unzureichend, die wir in der Klinik haben, viele Müttern gebären lieber zuhause. Aber nachdem HFE vor zwei Jahren seine Unterstützung begonnen und seine zwei qualifizierten Hebammen eingesetzt hat, erleben wir einige Veränderungen und hoffen, dass sich in Zukunft alles ändert.“ sagten Kasim, der Leiter des Health Center und Meron, die Hebamme.
Seit Hamlin Hebammen dort arbeiten haben sich die Verhältnisse langsam gebessert und die Zahl der Geburten ist von 18 auf 30 im Monat angewachsen.
Meron, die vor sechs Monaten in das Health Center kam, sagt: „Wir arbeiten unter sehr schwierigen Bedingungen. Es gibt nur einen winzigen Untersuchungsraum mit einer alten Liege, es gibt zuwenige Handschuhe, aber trotzdem hat die Zahl der Schwangeren und Mütter, die zu uns kommen, zugenommen. Wären wir besser ausgestattet, könnten wir die gleiche Qualität an Pflege geben, die wir während der Ausbildung gelernt haben.“
HFE hat im Rahmen seines Präventionspakets einen Solarkoffer installiert, Medikamente geliefert und arbeitet an einer Lösung für die Verbesserung des Kreißsaals und der allgemeinen mütterlichen Gesundheitsvorsorge.

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Medina Kemalo – Fistelpatientin

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Medina ist etwa 30 Jahre alt und wurde in der Kleinstadt Darimu geboren, etwa 40 Km vom Außenzentrum Mettu in Westäthiopien. In dieser Stadt gibt es eine Schule und auch ein Health Center. Aber da Medina aus einer armen Bauernfamilie stammt, besuchte sie nie eine Schule und wurde mit 15 Jahren verheiratet. Wie in vielen muslimischen Familien üblich war Medina die jüngste der drei Frauen ihres Ehemannes.

Für Medina war die Ehe die Erfüllung ihrer Wünsche und ein Privileg. Ihr gefiel das Eheleben von Anfang an, ihr Mann besuchte sie öfters als seine beiden anderen Frauen, die im gleichen Hof, aber in einer anderen Hütte lebten. Dieses Glück dauerte bis zu ihrer ersten Schwangerschaft.

Sie ging mehrmals zur Schwangerschaftsvorsorge in der Stadt, aber sie musste zu Hause gebären und die Wehen dauerten mehr als 3 Tage. Erst danach wurde sie in das Health Center gebracht. Aber das Baby war schon in ihrem Bauch abgestorben und wurde tot geboren. Danach konnte sie zunächst einige Tage kein Wasser lassen, als es dann ging, war sie inkontinent. Sie schämte sich sehr und erzählte es nur ihrer Mutter. Beide hofften, es würde nach einiger Zeit aufhören.

Zuhause besuchte ihr Mann sie nicht mehr und schickte sie zu ihrer Mutter zurück. Dort lebte sie 5 Jahre lang, bis sie – immer noch inkontinent – einen anderen Ehemann fand. „Ich schämte mich sehr, wenn ich mit meinem Mann schlief, aber seine Fürsorge und Liebe machten mein Leben besser“

Medina lebte 10 Jahre mit ihrer Fistel, nicht wissend, dass es nur 40 km entfernt das Hamlin Außenzentrum gab, wo ihr geholfen werden konnte.

Im Januar 2018 erreichte sie endlich das Außenzentrum in Mettu und wurde Anfang März operiert. Nach 3 Wochen wurde der Katheter entfernt und Medina als geheilt nach Hause entlassen.

„Ich freue mich sehr und möchte allen Mitarbeitern für die mütterliche Hilfe und Fürsorge danken. Ich dachte nie, dass Heilung möglich sei, sonst wäre ich schon viel früher hierher gekommen.“

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SABAHAR und AFAR – Textilien und Taschen

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Während der letzte Reise besuchten wir das privat geführte Fair-Trade-Unternehmen Sabahar in Addis Abeba. Für unseren Online-Shop habe ich dort vieles eingekauft, was Sie in unserem Online-Shop erwerben können. Sabahar verarbeitet Baumwolle, Leinen und Seide. In dieses Fair Trade Projekt sind auch Fistelpatientinnen in der Baumwollverarbeitung eingebunden. Die Mitarbeiter werden angemessen bezahlt und arbeiten größtenteils schon seit Jahren bei Sabahar. Üblicherweise weben die Männer, während die Frauen für das Spinnen zuständig sind. Die Seidenraupen werden auch dort gezüchtet. Kathy Marshall führte uns herum und zeigte uns die Produktionsräume. Wir waren alle sehr beeindruckt.

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