Burussa Health Center

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Das Burussa Health Center ist eines von 14 Health Centern in der näheren Umgebung des Außenzentrums in Mettu. Es liegt etwa 19 km von Mettu entfernt, erreichbar über eine off-road Piste. Das Health Center wurde 2008 gegründet und sollte die Bevölkerung medizinisch unterstützen.  Da die mütterliche Vorsorge sehr schlecht war, erlaubte die Regierung, dass HFE (Hamlin Fistula Ethiopia) ab 2012 die Geburtsklinik übernahm. Vorher gab es dort keine professionellen Hebammen, Geburten wurden von Krankenschwestern assistiert. Der Kreißsaal war wenig attraktiv und es gab keinerlei Equipment oder Medikamente. Dadurch wurden dort nur 4 Babies im Monat geboren.

Ab 2013 arbeiteten dort 2 erfahrene Hamlin Hebammen und bemühten sich nach Kräften, die Situation zu verbessern. Sie waren die ersten diplomierten Hebammen, sie kannten die Tradition und sie sprachen die Sprache der Leute. HFE baute einen Kreißsaal, der dem Standard entsprach, es wurde ein Haus für die Hebammen gebaut und sie erhielten auch die benötigten Medikamente.

So ist in den vergangenen 5 Jahren das Vertrauen in der Bevölkerung gewachsen und die Zahl der Geburten erhöhte sich von 4 auf 45 im Monat. Dies wurde nicht nur in der Gemeinde anerkannt, sondern auch auf Regierungsebene.

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Martha Abebe – Senior Hebamme

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Martha Abebe ist 26 Jahre alt. Sie wuchs in Yayo auf, einer Kleinstadt etwa 20 km entfernt vom Außenzentrum Mettu in Westäthiopien. Während ihrer Ausbildung im Hamlin College of Midwives begleitete sie über 60 Geburten. Vor 5 Jahren erhielt sie ihr Diplom und arbeitete seitdem im Burussa Health Center. Burussa ist eines der 14 von Hamlin unterstützten Health Center, die dem Außenzentrum in Mettu unterstehen. In der Zeit ist die Zahl der monatlichen Geburten von 4 auf 45 gestiegen.
„Wie gut meine Ausbildung war, bemerkte ich, als ich hier mit anderen Hebammen arbeitete, die nicht im College ausgebildet waren. Ich bin sehr froh, dass sich die Müttergesundheit dadurch sehr gebessert hat. Die Frauen haben Vertrauen gefasst und kommen gerne zur Geburt in unser Health Center. Ich habe mich entschlossen, auch weiterhin hier zu arbeiten.“

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Workinesh Kebede

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Workinesh kommt aus Sekota, einem Dorf in Nordäthiopien. Sie ist etwa 30 Jahre alt und hat nie eine Schule besucht. Mit 14 Jahren wurde sie an einen jungen Bauern verheiratet und war schon kurz nach der Hochzeit schwanger. Das ware gute Nachrichten, denn die Rolle einer Frau besteht darin, ihrem Mann möglichst viele Kinder zu schenken.
Die Schwangerschaft verlief problemlos, aber die Geburt dauerte 6 lange Tage voller Wehen und ohne das das Baby geboren wurde. „Alle dachten, ich würde sterben, aber die traditionelle Geburtshelferin holte das tote Baby aus meinem Bauch. Ich blieb am Leben und habe seitdem große Schmerzen.“
Durch die langen Wehen hatte Workinesh eine doppelte Fistel und eine schwere Beinkontraktur. „Ich weiß, dass ich nur inkontinent bin, meine Mutter hat mir gesagt, ich solle die Undichtigkeit kontrollieren, aber das habe ich nicht geschafft“, erinnert sie sich. Workinesh blieb noch etwa vier Jahre auf einer getrockneten Ochsenhaut in einem isolierten Raum liegen. „Es waren meine Eltern, die mich besuchten, um mich und meine Sachen zu waschen. Nach 4 Jahren erschien mein Mann und erzählte mir von den Heilungsmöglichkeiten im Fistula Hospital. Wir beide haben es niemandem erzählt, dass wir nach Addis Abeba fuhren.“
Vor ungefähr 10 Jahren waren Workinesh und ihr Mann in das Fistula Hospital gekommen. Innerhalb von sechs Monaten ganzheitlicher Versorgung und einer Operation wurde Workinesh von der rektalen Fistel geheilt und nach Hause entlassen. Auch die Beinfraktur hat sich sehr verbessert. Sie hatte 6 Monate später einen Termin für eine erneute Operation. „Als wir nach Hause zurückkehrten, war die Familie sauer auf den Mann, weil er sie nicht vorher gefragt hatte. Meine Familie war unglücklich darüber, dass ich bei ihm war und mich isoliert hatte.“ Workinesh kam dann allein zur Operation. 2 Operationen verliefen erfolglos. Durch die Unterstützung des Fistula Hospitals bekam Workinesh Arbeit in einem Waisenhaus in Nordäthiopien. Nachdem das Waisenhaus vor wenigen Monaten geschlossen wurde, kehrte Workinesh zu einer Harnableitung nach Addis Abeba zurück und ist jetzt in Desta Mender zum Rehabilitationstraining.
„Emmaye (Dr. Catherine Hamlin) ist wie ein Engel, der von Gott geschickt wurde, um armen Frauen wie mir selbst zu helfen, und ich danke Gott zuerst dafür, dass er sie für uns gesandt hat, und wünsche ihr, dass sie für immer am Leben bleibt.“

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Mekdes Abiyu

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Mekdes ist etwa 23 Jahre alt und kommt aus einem kleinen Dorf in der Nähe von Gondar in Nordäthiopien. Sie durfte 3 Jahre lang die Grundschule besuchen, danach wurde sie verheiratet und lebte mit ihrem Mann in dem Dorf, wo es weder Strom noch fließendes Wasser gab und der nächst größere Marktflecken ist 7 Stunden Fußmarsch durchs Gebirge. Mekdes war jedoch glücklich, sie kannte kein anderes Leben. Mit 14 wurde sie zum ersten Mal schwanger und die ganze Familie war hocherfreut. Im Gegensatz zu anderen Familien gingen Mekdes und ihr Mann jeden Monat die 7 Stunden durchs Gebirge zu den Vorsorgeuntersuchungen. Die 9 Monate Schwangerschaft verliefen sehr gut und Mekdes wurde bei Beginn der Wehen sofort in eine Klinik gebracht. „Die Wehen dauerten lange und am Ende wurde ich bewusstlos. Die Krankenschwestern entschieden, dass ich nicht überleben werde und schickten mich in mein Dorf zurück“
Bei ihrer Ankunft zu Hause, immer noch der Fötus in ihrem Leib, wachte Mekdes auf und presste weiter. Nach 3 weiteren Tagen brachte man sie in eine andere Klinik, die noch weiter entfernt lagen. Auf dem Weg in diese Klinik erlitt sie eine Totgeburt, eine doppelte Fistel und durch das lange Pressen eine Fußheberschwäche.
Zwei Wochen später brachte ihr Onkel Mekdes in das Außenzentrum Bahir Dar. Das war vor 7 Jahren. Ihr Fall war zu schwer, um in Bahir Dar behandelt zu werden. „Ich dachte nie, dass ich geheilt werden könnte bis ich in Addis Abeba angekommen bin. Dort zeigte sich nach 2 Jahren eine große Verbesserung. Die Rektalfistel wurde geschlossen und ich konnte mich wieder bewegen, alleine ins Badezimmer gehen und mich reinigen. Von der Hoffnungslosigkeit zur Hoffnung“
Nach zwei erfolglosen Operationen bekam Mekdes vor 3 Jahren eine Harnableitung, die sie für immer heilte. Ihr fürsorglicher Ehemann war die ganze Zeit an ihrer Seite.
„Ich bin sprachlos und weine, um Emaye (Dr. Catherine Hamlin) meine Dankbarkeit auszudrücken.“, erklärt Mekdes.
Bei Dr. Catherines 94. Geburtstag schenkte Mekdes ganz allein einen selbstgestrickten Schal, umarmte sie mit Liebe und küsste sie auf die Knie, eine traditionelle Art, jemandem zu danken.
„Alle Mitarbeiter geben uns bedingungslose Liebe und Fürsorge. Sie fühlen sich nie angewidert, sondern arbeiten unermüdlich daran, uns sauber und glücklich zu halten. Dieses Krankenhaus ist außergewöhnlich“, sagt Mekdes.

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Filseta – Hamlin Hebamme

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Filseta ist jetzt 25 Jahre alt. Sie ist in Yirgallem, in der Nähe des Außenzentrums aufgewachsen. Nach einem hervoragenden Abitur erfüllte sie alle Anforderungen und wurde 2011 in die Hebammenschule aufgenommen.
Während ihrer Ausbildung war sie bei über 90 Geburten dabei und beendete ihr Ausbildung mit sehr guten Noten. „Ich konnte mir nie vorstellen, Hebamme zu werden, aber jetzt, nach der umfassenden Ausbildung kann ich sagen, es ist einer der schönsten Berufe, der mir nicht nur sehr viel gibt, sondern auch meine Persönlichkeit entwickelt.“
In den letzten beiden Jahren arbeitete Filseta in einem Health Center in der Nähe von Yirgallem. Sie spricht die gleiche Sprache wie die Frauen in ihrer Gemeinde und ist mit der Kultur vertraut. In den letzten beiden Jahren hat sie mehr als 350 Babies zur Welt gebracht und auch verschiedene Komplikationen behandelt. Damit ist sie in der Gemeinde hochgeachtet und respektiert.
„Durch gründliche Ausbildung und hohe Qualifikation sind wir Hamlin-Hebammen gut angesehen und tragen entscheidend zur Verbesserung der Müttergesundheit bei.“

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