Aster Sodo – Hebamme

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Aster Sodo ist 27 Jahre alt und kommt aus einer Kleinstadt names Aleta Wondo, etwa 70 km entfernt vom Außenzentrum Yirgallem. Sie war in ihrer Schule eine der Besten und erhielt ein Stipendium für die Hebammenschule. Im Juli 2017 machte sie ihr Diplom und arbeitet seit 2 Monaten im Health Center Olonso in der Nähe ihrer Heimatstadt.
„Ich habe mich hier schnell eingewöhnt dank meiner guten Ausbildung. Wenn ich mich mit anderen Kolleginnen vergleiche, bemerke ich den Unterschied und bin sehr froh, dass ich diese Chance hatte. Vielen Dank, dass Sie mir die Ausbildung zur Hebamme ermöglicht haben.“ erklärt Aster
Sie hat in den letzten 2 Monaten über 20 Babies sicher zur Welt gebracht. Es hat sich langsam rumgesprochen, dass man ihr vertrauen kann.

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Blen Kekebo – Hamlin-Hebamme

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Die 26-jährige Blen ist die einzige Tochter ihrer Familie, aufgewachsen in Yirgallem. Da in der Hebammenschule nur Frauen aus ländlichen Gebieten ausgebildet werden, begann Blen 2011 mit ihrer Ausbildung zur Hamlin Hebamme. Nach ihrem Abschluss wurde sie 2015 ins Teticha Health Center geschickt und begann dort zu arbeiten.

„Ohne diese fundierte Ausbildung wäre ich nicht in der Lage, den Schwangeren so zu helfen, wie ich es jetzt tue. Dr. Catherine Hamlin ist mein Vorbild, sie hat mich für diesen Beruf begeistert.“

Während ihrer Ausbildung betreute Blen über 90 Geburten und in den 2 Jahren im Teticha Health Center hat sie schon über 360 Babies zur Welt gebracht. Sie und ihre Kollegin wurden beide von der regionalen Gesundheitsbehörde für ihre Arbeit ausgezeichnet.

„Ich liebe meinen Beruf und mit der kontinuierlichen Unterstützung, die ich von HFE bekomme, glaube ich, dass ich mein Bestes gebe, um Dr. Catherines Traum zu verwirklichen und Geburtsfisteln zu eliminieren. Danke meinen Lehrern, vielen Dank an meine Sponsoren und vielen Dank an die HFE-Mitarbeiter „, sagte Blen.

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Birke Bayu – Hebammenschülerin

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Birke Bayu ist 21 Jahre alt und kommt aus Debreberihan, 120 km entfernt von Addis Abeba. Sie ist die zweitälteste in der Familie und hatte schon immer sehr gute Ergebnisse in der Schule. Ihr Abitur bestand sie in allen Fächern mit Bestnoten.
„Ich träumte immer davon, Ärztin zu werden, erhielt aber keinen Studienplatz. Als ich die Möglichkeit sah, Hamlin Hebamme zu werden, habe ich mich sofort beworben“ erinnert sie sich. Nach den harten Aufnahmeprüfungen trat Birke vor drei Jahren in das Hamlin Collage für Hebammen ein und begann mit großer Leidenschaft.
Birke ist auch in der Hebammenschule eine der wenigen Schülerinnen, die in allen Fächern Bestleistungen bringt. Sie hat einen Notendurchschnitt von 3,93 (von 4,00). Jetzt ist sie in der Abschlußklasse und wird im Sommer ihr Diplom erhalten, zudem wahrscheinlich noch die Hamlin-Medaille für den besten Abschluß.
„Seit meinem ersten Tag im College bin ich begeistert von allem hier. Die Landschaft ist wunderschön, die Lehrpläne, die Methodik und das Klassenzimmer sind professionell und standardisiert. Leider ist die Innenstadt sehr weit entfernt. Ich bin stolz darauf, ein Teil von Dr. Hamlins Traum zu sein. Ich danke meinen Sponsoren“
Hebammenausbildung

Mulu Addis – selbständige Kaffeehausbesitzerin!

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Mulu Addis ist 35 Jahre alt und kommt aus Asossa, einer Kleinstadt in der Region Oromiya. Vor 15 Jahren kam sie zum ersten Mal ins Fistula Hospital.
In Asossa gab es eine Schule und eine Klinik. Trotzdem besuchte Mulu nie die Schule, sondern half ihren Eltern bis sie mit 19 Jahren einen Bauern heiratete und eine Familie gründete. Die Ehe verlief sehr glücklich und nach 2 Jahren wurde sie schwanger.
Während der Schwangerschaft nutzte Mulu häufig die Möglichkeit zur Schwangerenberatung. Die Wehen dauerten 2 Tage bis sie mit einem Krankenwagen in die nächstgrößere Klinik gebracht wurde. Sie war 2 Tage lang bewußtlos und bekam von dem Kaiserschnitt nichts mit.
„Als ich aufwachte, fand ich mich durchnässt und im Bad bemerkte ich, dass ich den Urin nicht kontrollieren konnte. Zuerst sagten mir die Krankenschwestern, dass es nach einer Weile aufhören würde, aber ich wußte, dass ich inkontinent bin und schrie „, erinnert sie sich.
Sie blieb zunächst 4 Monate zuhause bevor sie im Fistula Hospital in Addis Abeba ankam.
Ihre erste Operation vor 15 Jahren in unserem Krankenhaus war nicht erfolgreich und sie wurde für ein Jahr nach Hause geschickt.
„Ich habe über 10 Jahre lang ein schreckliches Leben mit Fisteln geführt. Ich habe meine Ehe, mein soziales Leben, mein Vertrauen, meine Würde und alles verloren. Zwischendurch habe ich auch meine Eltern verloren, was sehr schlimm war. Erst als ich anfing, vor vier Jahren mit Plug zu arbeiten, wurde es besser.“
Vor fünf Monaten kam Mulu wieder zurück und erhielt eine Harnableitung. Seitdem ist sie völlig geheilt und trocken.
„Hier habe ich auch verschiedene Fertigkeiten gelernt. Jetzt denke ich daran, besser zu leben. Zuhause habe ich ein kleines Kaffeehaus eröffnet. All dies wurde durch euch alle möglich gemacht. Danke, dass ihr mir mein Leben zurück gegeben habt“, erklärt Mulu.

Wubet Feleke – Patientin

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Wubet ist jetzt 26 Jahre alt.  Sie stammt aus einem kleinen Dorf in der Provinz Gojjam in Nordäthiopien. Vor 11 Jahren  war sie zum ersten Mal im Fistula Hospital.

Wubet wuchs in einem kleinen Dorf ohne Strom und Wasser oder andere Dinge. Es gab auch keine Schule und Kinder müssen ab etwa 5 Jahren sich um die Kühe und Schafe kümmern. Wubets Mutter ist früh gestorben und sie lebte mit ihrem Vater und der Stiefmutter.

In dem Dorf war es Tradition, Mädchen schon sehr früh zu verheiraten und so wurde sie schom mit 9 Jahren mit einem viel älteren Mann verheiratet. Sie half im Haushalt und kümmerte sich um die Tiere. 3 Jahre nach der Hochzeit wurde Wubet zum ersten Mal schwanger. Ihr Becken war noch nicht voll entwickelt, aber es war undenkbar für Wubet, eine Klinik zu besuchen, die 5 Stunden Fußmarsch entfernt war. Die Schwangerschaft verlief normal und Wubet wollte das Baby bei ihrer Stiefmutter zuhause entbinden.
Die Wehen dauerten 5 lange Tage und das Baby konnte nicht geboren werden. Die anderen Frauen wussten nichts über Geburtskomplikationen. Nachdem alle traditionellen Praktiken versagt hatten und Wubet im Koma lag, entschloß man sich endlich sie in die Klinik zu tragen.
Natürlich war es zu spät und Wubet brachte ein totes Baby zur Welt. Sie war inkontinent und konnte ihre Beine nicht mehr bewegen. „Zuerst dachte ich, es war etwas normales, aber als ich hörte, daß es nicht aufhören wird, wäre ich lieber lieber gestorben“, sagte Wubet. Da sie nicht laufen konnte, wurde Wubet wieder in ihr Dorf zurück getragen und blieb für etwa einen Monat isoliert und stigmatisiert sogar von ihrer eigenen Familie. Ihr Vater hatte vom Fistula Hospital gehört und brachte Wubet zur Behandlung nach Addis Abeba.
Wubet musste erst mal 3 Monate aufgepäppelt werden, bevor man an eine Operation denken konnte. Innerhalb eines Jahres wurde sie 3 Mal operiert, es war aber nicht erfolgreich. Immerhin konnte sie dank regelmäßiger Krankengymnastik wieder laufen.

„Die Beziehung zu meiner Stiefmutter verschlechterte sich zusehends, auch mein Vater glaubte nicht mehr an meine Heilung. Da mich meine Familie aufgegeben hatte, beschloß ich nicht mehr nach Hause zurückzukehren. Lieber wollte ich betteln und auf der Straße schlafen. Aber die Mitarbeiter des Krankenhauses haben sehr unterstützt und schickten mich nach Shire, etwa 800 km im Norden. Dort begann ich im Kindergarten als Putzfrau und Babysitter zu arbeiten. Da es genügend Wasser gibt, um mich zu reinigen, lebte ich ein normales und glückliches Leben, habe alle Prinzipien anwendet, die ich gelernt habe, um sauber und trocken zu leben, auch wenn ich inkontinent bin. Ich habe 11 Jahre dort gearbeitet, ohne mich stigmatisiert zu fühlen “
Da Shire in der „Nähe“ des Außenzentrums Mekelle liegt, wurde Wubet zum 4. Mal operiert und es ging ihr viel besser, auch wenn sie noch nicht ganz trocken war.
Nach 11 Jahren Arbeit im Kindergarten kam Wubet vor fünf Monaten erneut nach Addis Abeba zur Behandlung. Es wurde eine Harnableitung gemacht und sie ist jetzt vollkommen trocken und wird keine Windeln mehr benutzen. Um die Behandlung ganzheitlich zu machen, wurde Wubet in das Rehabilitationsprogramm aufgenommen. „Wäre ich nicht in das Fistula Hospital gekommen, könnte ich jetzt im Grab sein, aber dank dieses Krankenhauses bekam ich bedingungslose Liebe und Fürsorge, die ich nicht von meiner eigenen Familie bekam. Segen für euch alle „, erklärt Wubet. Nach dem Training wird sie in wieder integriert und kann ein neues Leben beginnen. Die Rehabilitationseinheit wird den Wiedereingliederungsprozess von Wubet erleichtern, einschließlich der finanziellen Unterstützung, um ein kleines Unternehmen zu starten,  um ihre Lebenshaltungskosten zu decken.

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