Neue Produkte in unserem Online Shop

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Vor kurzem sind wir aus Äthiopien zurück gekommen und haben einige neue Sachen für unseren Online-Shop mitgebracht. Der gesamte Erlös kommt dem Fistula Hospital zugute. Vielleicht ist auch etwas für Sie oder Ihre Freunde dabei.

Hamlin Fistula Shop

Sr. Martha – Senior-Hebamme, ausgebildet vom Hamlin Midwife College

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Martha Abebe ist 24. Sie kommt aus Yayo, 36 km entfernt vom Health Center Burrusa, für das sie seit Abschluss ihres Studiums am Hamlin College of Midwifes im Jahr 2012  arbeitet.

Mit dem Eintritt in das Health Center durfte Martha daher erstmals den Titel „Schwester“ vor ihrem Namen führen. Auch Burrusa gehört zu den zahlreichen Gesundheitseinrichtungen in der Region Ormyia, die 2008 ohne eigene Entbindungsstation eröffnet wurden. HFE nahm die Aktivitäten 2012 mit der Entsendung von Martha auf, die ebenfalls dem 3. Jahrgang des Hamlin-Kollegs angehörte. Auch Martha’s Aufgabe war es, das Niveau der medizinischen Versorgung im Bereich der Betreuung von Schwangeren und der Geburtshilfe substantiell zu verbessern. Dies umfasst neben der persönlichen Betreuung der Schwangeren und Entbindenden auch die Prozesse und natürlich die technische Ausstattung der Kliniken / Gesundheitszentren.

Seitdem Sr. Martha und eine weitere Kollegin in Barrusa tätig sind, ist die Anzahl der Entbindungen von höchstens fünf im Monat auf rund 40 monatlich angestiegen. Martha’s Kollegin unterstützt sie seit einem Jahr. Sie hatte davor ihre Prüfungen am Hamlin College erfolgreich bestanden.  “Als von Hamlin ausgebildete Hebamme wird Dir aufgrund Deiner erworbenen Fähigkeiten und Kenntnisse sofort Vertrauen entgegengebracht – auch von Kollegen, die in anderen Einrichtungen ihre Ausbildung erworben haben. Ich bin stolz darauf, eine „Hamlin-Hebamme“ zu sein. Es hat mich in die Lage versetzt, in meiner Gemeinde als hochqualifizierte Kraft der Allgemeinheit zu dienen”.

 

 

 

Schwester Beletu – eine der 12 ersten graduierten Hebammen der Hamlin Fachhochschule

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Nur wenige unserer gut ausgebildeten Hamlin Hebammen arbeiten noch in den ländlichen Kliniken, in denen sie nach ihrer Ausbildung zuerst eingesetzt wurden. Einige von ihnen gingen als Ausbilderinnen an die Hamlin Fachhochschule zurück, andere fanden gut bezahlte Arbeit bei anderen NGOs.

Nur wenige Engagierte, wie Beletu, blieben auch nach Ablauf der vertraglich festgesetzten 4 Jahre in den ländlichen Kliniken, in denen sie nach ihrem Abschluß begonnen hatten. Die dreißigjährige Beletu Tekay kommt ursprünglich aus einem Ort in der Tigrayregion, nur 20 km von dem Health Center entfernt, für die sie die letzten 5 Jahre gearbeitet hat.

Als Beletu in das Health Center kam und mit ihrer Arbeit begann, war sie die erste Hamlin Hebamme, die nur eine Entbindungsrate von 3 pro Monat vorweisen konnte. Das ist nahezu nichts im Vergleich zur derzeitigen Entbindungsrate von 65 pro Monat in diesem Health Center.

Diese Veränderung, sowohl bei der Anzahl der Entbindungen, als auch in der vereinheitlichten Gesundheitsvorsorge von Schwangeren ist ein Ergebnis des allseitigen Supports, der in den vergangenen 5 Jahren umgesetzt wurde.

Beletu sagt dazu: „Als ausgebildete Hamlin Hebamme arbeite ich voller Zuversicht und Überzeugung. Schon meine Anwesenheit im Health Center bringt mehr und mehr hilfesuchenden Mütter dazu, meine professionelle Unterstützung zu erbitten.“

Sie ergänzt: „Da ich meine vier Pflichtjahre mit Hamlin abgeleistet habe, bin ich überzeugt, daß ich eine bessere Stelle in einer großen Stadt bekommen könnte. Aber ich denke immer an Dr. Hamlin und frage mich dann – wenn sie als Ausländerin hierher kam, um meinem Land ihre Hilfe zu widmen, warum sollte ich dann hier weggehen und nach etwas Bequemerem suchen ? Das ist meine Motivation, hierzubleiben und meiner Gemeinde zu helfen.“

Inzwischen ist Belatu selbst Mutter einer vierjährigen Tochter und auch das hat ihre Bereitschaft, Müttern zu helfen, noch weiter erhöht. Und im Geburtenregister der Klinik ist es Beletu, die jeweils die höchste Anzahl von Entbindungen auf ihren Namen verzeichnet, zum Beispiel hat sie im Monat Februar bei 40 von 65 Entbindungen assistiert.

Mit Beletu haben wir eine wirklich engagierte, leidenschaftliche Hebamme.

Kebebush Feyissa

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Nachdem sie im Alter von 18 Jahren geheiratet hatte, wurde Kebebush bald Mutter von drei Kindern. Sie war glücklich mit ihrer Familie. Das vierte Kind wurde tot geboren. Ihr Mann sorgte als Landwirt eines kleinen Betriebs für den Lebensunterhalt. Kebebush übernahm in der Familie eine traditionelle Rolle: die Hausfrau, die sich um Kinder und Haushalt kümmert und ihren Mann zusätzlich durch den Verkauf von Gemüse auf lokalen Märkten unterstützt.

Im Heimatort der Familie gelten Kindern traditionell als soziale Absicherung –   viele Kinder zu haben, steigert auch deshalb das soziale Ansehen einer Familie. Für Kebebush war es daher selbstverständlich, ein fünftes Mal schwanger zu werden und so zu versuchen, ihre Familie durch ein weiteres Kind zu vergrößern. Doch die Geburt verlief schwierig. Nach zwei Tagen in den Wehen verließ sie die Kraft, weiter zu pressen. Erst dann brachte ihre Familie sie zum nächstgelegenen Krankenhaus, das zu Fuß in sechs Stunden erreicht werden konnte. Im Krankenhaus brachte sie dann ein totes Kind zur Welt. Sie selbst war schwer verletzt und hatte eine Geburtsfistel entwickelt, die sie inkontinent zurückliess – eine Krankheit, von der sie noch nie vorher gehört hatte.

Auf Empfehlung des örtlichen Arztes blieb Kebebush vier Monate zuhause, um sich soweit zu erholen, dass eine Operation gewagt werden konnte.

Unsere Ärzte in Yirgalem benötigten nur zwanzig Tage, um Kebebush zu heilen und sie vollständig trocken wieder nach Hause zu entlassen.

Drei Jahre nach der erfolgreichen OP ist Kebebush nun wieder als Patientin in Yirgalem. Nun aber als Entbindende, die vor einigen Wochen ein wunderschönes Mädchen sicher per Kaiserschnitt zur Welt gebracht hat.

Nun hat die Familie zwei Töchter und zwei Söhne.

„Gott danke allen, die mich hier bei Hamlin Fistula behandelt und wieder zu einer gesunden Frau gemacht haben – mögen Ihre Kenntnisse und Fähigkeiten sich vervielfältigen in Äthiopien, um mehr Frauen zu helfen“.

 

Hebammenschwestern

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Die 24 Jahre alte Simegn Sori gehört zum 4. Jahrgang des Midwife College. Vor einem Jahr schloss sie ihre Ausbildung dort erfolgreich ab und begann ihre Tätigkeit am Burrussa Health Center, nur wenige Kilometer entfernt von ihrem Heimatort Gorre. Sie gehörte zu den besten Absolventinnen ihres Jahrgangs und hat bereits während ihrer Ausbildung 80 sichere Geburten – nach dem hohen Hamlin-Standard – verantwortlich begleitet.

Sr. Simegn hatte das Glück, gemeinsam mit ihrer Schwester Selam studieren zu können. Selam Sori hat ihre Studien dieses Jahr abgeschlossen. Aufgrund der knappen Kapazitäten – nur 25 Studentinnen aus allen ländlichen Regionen können jährlich ihre Ausbildung beginnen – kommt es nur selten vor, dass Geschwister gemeinsam ihr Studium absolvieren.

“Wir wissen, wie viel Glück wir hatten! Wir sind nun zwei Geschwister, die beide die Chance haben, diesen lebensrettenden Beruf am einzigartigen Hamlin College erlernen zu dürfen. Und wir haben beide unsere Berufslaufbahn in unserer Heimat beginnen können“, erzählt Simegn.  Simegn hat im vergangenen Jahr mehr als 1500 sichere Geburten begleitet – ein hervorragender Start auf dem Weg zur Realisierung der Vision, die Dr. Hamlin’s Lebenswerk inspiriert hat.

Was für eine tolle Familie, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Gesundheitssituation Schwangerer und Gebärender in ihrer eigenen Gemeinde zu verbessern. Weiter so, Simegn und Selam!