Azeb Asfaw – Hebamme

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Schwester Azeb hat 2012 ihren Abschluß in der Hebammenschule gemacht und arbeitet seitdem in einem Health Center in der Nähe ihres Geburtsortes, inzwischen im 6. Berufsjahr, weit über die vertraglich festgelegten 4 Jahre hinaus. Sie ist immer noch mit großem Engagement bei der Arbeit und ermuntert andere junge Mädchen, den gleichen Weg zu gehen. Sie gibt Aufklärungskurse und begleitet Mütter während ihrer Schwangerschaft.
„Während meiner Arbeit hier, ist mir klar geworden, wie wichtig eine gute Ausbildung ist. Unsere Arbeit bedeutet auch, sich um die Versorgung mit Medikamenten, der Erneuerung des Kreissaals und um die Bereitstellung eines Krankenwagens bei Komplikationen zu kümmern.“
Vor 3 Jahren hatte sie noch etwa 30 Geburten im Monat, diese Jahr hat sich inzwischen auf über 100 erhöht. Dies zeigt das Vertrauen, das die Hamlin Hebammen inzwischen in der Bevölkerung genießen. Azeb erklärt, warum wir „rechtzeitig in Dörfer der Gemeinde gehen und Gesundheitserziehung geben, wir diskutieren auch mit schwangeren Müttern und überzeugen sie, in unserer Klinik zu gebären.“ Die Zusammenarbeit mit Gesundheitsexperten stärkt den Wandel ebenfalls.
In den vergangenen fünf Jahren ihres Bestehens hat Schwester Azeb allein an fast 700 Geburten teilgenommen. Bis jetzt ist in den 5 Dienstjahren keine einzige Mutter während der Geburt gestorben.
Schwester Azeb ist jetzt 29 Jahre alt und hat ihre eigene Familie gegründet. Sie ist jetzt zum ersten Mal schwanger.

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Asmere Haile – Fistula Patientin

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Asmere stammt aus einem Bergdorf im Norden Äthiopiens in Süd-Gonder.Die Menschen leben dort noch sehr traditionell. Die kleinen und hügeligen Felder reichen nicht aus, um eine Familie für ein ganzes Jahr zu ernähren.
Asmere besuchte nie die Schule, sondern versorgte die Ziegen und Schafe und half ihrer Mutter zu Hause. Mit 17 Jahre wurde Asmere verheiratet. Im Gegensatz zu vielen Ehemännern hatte Asmere Glück, einen fürsorglichen und unterstützenden Ehemann zu bekommen.
Da sie von der Landwirtschaft allein nicht leben konnten, hatte Asmere während der Markttage einen kleinen Handel. In so weit führte Asmere eine glückliche Ehe und wurde Mutter eines Sohnes und zwei Töchter, die inzwischen 18, 14 und 10 Jahre alt sind.
„Wir waren eine sehr glückliche Familie und wurden von den Dorfbewohnern darum beneidet.“
Das 4. Kind starb bei der Geburt. Bei all ihren Schwangerschaften ging Asmere nie zur Vorsorge und bekam alle Kinder zuhause.
Vor fünf Jahren wurde Asmere zum fünften Mal schwanger, auch dieses Mal ging sie nicht zur Vorsorge. Das nächste Health Center wäre auch zwei Stunden Fußmarsch entfernt gewesen. Unerwarteterweise dauerten die Wehen zwei Tage, dann beschloss der besorgte Ehemann, sie in das nächstgelegene Health Center zu bringen. Von dort wurde sie weiter nach Bahir Dar ins Krankenhaus, wo eines der Außenzentren liegt. Asmere hatte eine Totgeburt durch Operation und eine doppelte Fistel. Ein Zustand, den sie und die ganze Familie nie zuvor gekannt haben.
Um im Bahir Dar Außenzentrum behandelt zu werden mußte Asmere drei Monate warten und nach Hause zurückkehren, wobei ständig Urin und Kot austraten. „In diesen drei Monaten war es mein Mann, der meine Kleider wusch, mich badete und alles so normal machte wie sonst jeden Tag, ohne mich erschöpft zu fühlen. Er war der Einzige, der an meiner Seite stand und mir das Gefühl gab, dass ich noch mehr besseren Händen bin als meine Mutter.“

Drei Monate später kam sie vor fünf Jahren in das Bahir Dar Zentrum wo die Harninkontinenz erfolgreich behandelt werden konnte. „In den ersten Monaten dieser traumatischen vier Jahre mit Fistel habe ich mich bei einigen Veranstaltungen mit den Dorfbewohnern vermischt, aber nachdem ich bemerkte, dass einige Leute an meiner Seite ihre Nase bedeckten, hielt ich mich von jeder Veranstaltung fern und blieb Zuhause mit meinem Ehemann und den Kindern.“
Letztes Jahr wurde Asmere in das Addis Abeba Fistula Hospital zur besseren Behandlung gebracht. Sechs Monate lang wurde sie auf die Operation vorbereitet und erhielt schließlich eine Harnableitung, die sie völlig trocken und glücklich ließ.
„Der erste, den ich anrief und von meinem Glück erzählte, war mein Mann. Er freute sich sehr, aber er glaubte mir erst, nachdem ich glücklich und strahlend nach Hause gekommen war.“
Asmere ist jetzt erneut für sechs Monate in Desta Mender, aber diesmal um an dem Rehabilitationstraining teilzunehmen, da sie als eine Langzeitüberlebenden mit psychosozialen Problemen eingestuft wurde.

Emebet Lemma – Hebammen Mentorin

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Emebet Lemma ist jetzt 27 Jahre alt und wurde in einer kleinen Stadt in Südäthiopien geboren. Vor 10 Jahren war sie in der zweiten Ausbildungsklasse der Hebammenschule. Nach 4 Jahren intensiver Ausbildung und Schulung begann sie ihre berufliche Karriere in einem der staatlichen Health Center in der Nähe ihres Geburtsortes.
Sie arbeitete 6 Jahre lang in diesem Health Center und hat in dieser Zeit 2.000 Frauen bei der sicheren Geburt begleitet. 2017 wurde sie zur Mentorin für insgesamt 7 Health Center ernannt. Sie besucht regelmäßig diese Health Center und betreut die 14 jüngeren Hebammen bei ihrer Arbeit. Sie gibt praktische Ratschläge und dient als Mittlerin zwischen HFE und den Hebammen.
„Bei Hamlin habe ich nicht nur meinen Beruf gelernt, sondern auch mein Lebensprinzip, andere Frauen zu betreuen und zu unterstützen. Ich liebe meinen Beruf und bin mit Leidenschaft dabei.“

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Teticha Health Center

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Das Teticha Health Center ist nach der gleichnamigen Kleinstadt benannt und liegt etwa 60 km südlich des Außenzentrums Yirgallem. Gegründet 2011, wurde es schon ein Jahr später mit Hamlin Hebammen besetzt und die Geburtshilfe wird durch HFE* unterstützt und finanziert. Seitdem haben schon 6 gut ausgebildete Hamlin Hebammen in diesem Health Center gearbeitet.

Schwester Emebet, die vor Kurzem nach 6 Jahren Hebammentätigkeit im Teticha Health Center Mentorin für die umliegenden Health Center wurde, erinnert sich: Als meine Kollegin und ich damals hier ankamen, hatten wir am Anfang 4 Geburten im Monat. Jetzt haben wir fast 60 Geburten. Die Frauen der Umgebung waren anfangs sehr misstrauisch, aber der gute Service, der hier geleistet wird, hat sie überzeugt. Die führende Rolle, die von den Hamlin-Hebammen geleistet wird, wurde kürzlich vom regionalen Gesundheitsamt ausgezeichnet.“

Der Einsatz von qualifizierten Hebammen, die Renovierung der Kreisssäle, die medizinische Versorgung und der Bau von Unterkünften, sowie die technische Unterstützung, sind die wichtigsten Maßnahmen, die von HFE in Addis Abeba im Rahmen eines Präventionsprogramms bisher durchgeführt wurden. Wir von Fistula Deutschland unterstützen mit Ihrem Spenden auch dieses Health Center.
*HFE = Hamlin Fistula Ethiopia

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Blen Kekebo – Hamlin-Hebamme

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Die 26-jährige Blen ist die einzige Tochter ihrer Familie, aufgewachsen in Yirgallem. Da in der Hebammenschule nur Frauen aus ländlichen Gebieten ausgebildet werden, begann Blen 2011 mit ihrer Ausbildung zur Hamlin Hebamme. Nach ihrem Abschluss wurde sie 2015 ins Teticha Health Center geschickt und begann dort zu arbeiten.

„Ohne diese fundierte Ausbildung wäre ich nicht in der Lage, den Schwangeren so zu helfen, wie ich es jetzt tue. Dr. Catherine Hamlin ist mein Vorbild, sie hat mich für diesen Beruf begeistert.“

Während ihrer Ausbildung betreute Blen über 90 Geburten und in den 2 Jahren im Teticha Health Center hat sie schon über 360 Babies zur Welt gebracht. Sie und ihre Kollegin wurden beide von der regionalen Gesundheitsbehörde für ihre Arbeit ausgezeichnet.

„Ich liebe meinen Beruf und mit der kontinuierlichen Unterstützung, die ich von HFE bekomme, glaube ich, dass ich mein Bestes gebe, um Dr. Catherines Traum zu verwirklichen und Geburtsfisteln zu eliminieren. Danke meinen Lehrern, vielen Dank an meine Sponsoren und vielen Dank an die HFE-Mitarbeiter „, sagte Blen.

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