Kassahun Solomon – der Mann hinter dem schönen Garten

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Man bemerkt den Unterschied am deutlichsten, wenn man aus der hektischen, smog-verseuchten Innenstadt von Addis Abeba das Fistula Hospital betritt. Man fühlt sich nicht wie in einem Krankenhaus, sondern eher wie in einem Park oder einem Zoo.

Catherine und Reginald Hamlin begannen damals den Garten anzulegen, der heute so ein schöner und friedvoller Park geworden ist und Teil der Psychotherapie für die Patientinnen.
Kassahun Solomon ist einer der Gärtner, die seit 11 Jahren im Krankenhaus von Addis Abeba arbeiten. Für den 39 Jahre alten Kassahun ist die Gartenarbeit nicht nur ein Beruf, sondern ein Hobby, das er am meisten genießt, mit Leidenschaft, selbstbestimmt und ohne Aufsicht.
„In den vergangenen 11 Jahren habe ich mit meinen Kollegen hart gearbeitet, um den wunderschönen und professionellen Garten zu dem zu machen, was wir jetzt sehen. Wir haben jetzt mehr als 100 Sorten verschiedene Pflanzen, von denen manche sehr selten sind“, sagte Kassahun.
„Ich freue mich immer, Dr. Hamlin zu hören (Emaye, wie er sie nennt und bewundert). Ich habe das Gefühl, dass ich ihr ein wenig von der Schuld bezahlt habe, was sie mit meiner Schwester gemacht hat, ein ehemaliger Patientin, die sie geheilt hat. Sie hat als Krankenschwesterhilfe hier im Hauptkrankenhaus gearbeitet. Deshalb arbeite ich gerne bei Hamlin „, fügte er hinzu.
Neben seiner Pflicht als Gärtner sieht man Kassahun früh am Morgen im Krankenhaus, um Patientinnen im Rollstuhl in der Physiotherapie zu bringen. Dies gehört nicht zu seinen Aufgaben, aber er bemüht sich um jede  mögliche Weise der Unterstützung.
Kassahun hat jetzt seine eigene Familie gegründet und hat drei Kinder.

Ostern mit „Emmaye“ Dr. Catherine Hamlin

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Wie jedes Jahr in den letzten 4 Jahrzehnten feierte Dr. Catherine Hamlin den Tag mit allen Mitarbeiterin einer spirituellen Weise.
Das diesjährige Ostern wurde am vergangenen Donnerstag Nachmittag gefeiert. Wie immer an einem hellen sonnigen Tag, der die Veranstaltung attraktiver machte. Dr. Catherine Hamlin begrüßte alle Angestellten und dankte für die Arbeit und Hilfe, die sie bei der Unterstützung der armen Frauen, die unter verheerenden Geburtsverletzungen leiden, gezeigt haben.
Chöre, Bibellesung und spirituelle Lehre von Kirchenlehrern waren Teil des Ereignisses.
Der CEO, Dr. Tesfaye, unser Ärztlicher Direktor Dr. Fekade, Dr. Catherine Hamlins enge Freunde und Mitarbeiter aus Hamlin-Einrichtungen in Addis waren anwesend.

Der neue OP Saal

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Im Frühjahr 2015 erhielten wir die Zusage der Daimler AG, uns durch die Mitarbeiterstiftung ProCent bei der Anschaffung eines C-Bogens zu unterstützen. Frau Dr. Barbara Teltschik holte Angebote ein und wir entschieden uns für ein Modell von Siemens. Dieses hat den Vorteil, dass es Vorort gewartet werden kann. Mit einem Architekten wurden Pläne für einen neuen OP Saal erstellt. Der Umbau im Fistula Hospital fand in den Sommermonaten während der Regenzeit statt. In dem neuen OP Saal wird jetzt auch der C-Bogen stehen, ein mobiles Röntgengerät in Form eines „C“.

Urodynamik Fellowship

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Am 24.10.2016 haben 2 weitere Ärzte als Fellows unseres Ausbildungsprogramms “Uro-Gynäkologie” offiziell gestartet – beide aus Hamlin: Dr. Bitew, der das Zentrum in Bahir Dahr leitet, und Dr. Yeshina, der mit uns in Addis arbeitet.

Hintergrund unserer Fellowship ist es, dass Frauengesundheit in Äthiopien trotz vieler Anstrengungen nach wie vor ein großes medizinisches Problem darstellt: Immer noch ist die Müttersterblichkeit hoch, immer noch gibt es geburtsbedingte Fisteln und auch die Häufigkeit von Gebärmuttervorfall, teils erheblichen Ausmaßes sowie Harn- und Stuhlinkontinenz ist groß, vor allem im ländlichen Bereich.

Nach wie vor treffen diese Herausforderungen auf eine sehr geringe Zahl gut ausgebildeter Ärzte mit Spezialkenntnissen.

Obwohl die Koordination und die Absprachen zwischen den Partnern eine ständige Herausforderung darstellen, bietet die Kooperation von Hamlin Fistula Ethiopia und der Universitätsklinik Mekelle Ayder Hospital wichtige Vorteile: die gemeinsame Nutzung der vorhandenen Ressourcen und die offizielle staatliche Anerkennung der Ausbildung. Natürlich ist die Unterstützung durch ausländische Partner und Tutoren dabei unerlässlich, um qualitativ internationalen Standards zu genügen – unser erklärtes Ziel. Das Curriculum wurde aus den USA entlehnt und auf äthiopische Verhältnisse zugeschnitten. Einen Schwerpunkt des Programms bildet deshalb der Komplex “geburtsbedingte Fisteln”, aber auch urologische Komplikationen und deren Behandlung.

Unser erstes Jahr war ein großer Erfolg: Dr. Fekade und Dr. Melaku – unsere “alten Fellows” – haben trotz ihrer großen Erfahrung als Fistelchirurgen von den intensiven Trainingseinheiten profitiert. In diesem Jahr stehen colo-rectale Chirurgie, spezielle Urologie und Neurologie auf ihrem Lehrplan. Auch werden beide bereits im Februar als Tutoren für die “neuen Fellows” bereit stehen, da die amerikanischen Kolleginnen wegen der politischen Situation in Äthiopien erst im Mai wieder einreisen – da können sie ihre Eignung als Lehrende unter Beweis stellen.

Das Trainings-Programm für das erste und zweite Ausbildungsjahr steht also und wird wieder von hochrangigen Tutoren aus USA, England, Deutschland und Holland praktisch und theoretisch gestaltet. …und jedem Anfang liegt ein Zauber inne….Ich hoffe aber, dass allen Beteiligten Leidenschaft, Ausdauer und Geduld bewahrt bleiben, um dies ein auf lange Sicht erfolgreiches Projekt werden  zu lassen.

Dr. Tesfaye Yacob, neuer CEO des Fistula Hospitals

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Am 15. April 2016 begann der neue Geschäftsführer Dr. Tesfaye Yacob seine Arbeit als Geschäftsführer im Fistula Hospital. Seit über 30 Jahren hat er in verschiedenen staatlichen Krankenhäusern und NGOs als Ausbilder, Public Health Manager und in der Forschung gearbeitet.

1985 machte er seinen ärztlichen Abschluß und studierte weiter Management. SeineErfahrung reicht vom Direktor eines staatlichen Krankenhauses bis zum CEO eines Entwicklungsprogramms. Er betreute 1.200 Mitarbeiter in 450 Schulen, 4 Kollegs und 11 Kliniken und mehrere andere Projekte in städtischen und ländlichen Entwicklungsprojekten.

Er hat große Erfahrung im Management und viel Verständnis für komplexe Programme und Verhandlungsgeschick mit internen und ausländischen Partnern.

Wir wünschen ihm für seine Zukunft alles Gute und viel Erfolg.