Miskiya ist etwa 25 Jahre alt und kommt aus einem kleinen abgelegenen Dorf im Osten Äthiopiens, in der Nähe von Harar. Die Menschen leben dort von der Landwirtschaft, die aber kaum ausreicht, die Familie das ganze Jahr über zu ernähren. In dem Dorf gab es immerhin eine Schule, die Miskiya 1 Jahr lang besuchte, danach musste sie sich um die Ziegen kümmern und der Mutter zuhause helfen.
Mit 17 heiratete Miskiya einen Bauern und lebte mit ihm glücklich bis sie 2 Jahre später schwanger wurde. Obwohl das nächste Health Center nur eine Stunde entfernt war, besucht sie keine Schwangerschaftsvorsorge. Zur Entbindung kehrte sie zu ihrer Mutter zurück. Die Wehen dauerten 2 Tage bis sie endlich in das Health Center gebracht wurde. Von dort wurde sie mit der Ambulanz in das nächstgrößere Krankenhaus gebracht. Die Ärzte konnten immerhin ihr Leben retten, das Baby hatte keine Chance und wurde tot geboren und Misikiya überlebte inkontinent.
„Nach der Operation spürte ich eine große Erleichterung, dass die Schmerzen endlich vorbei waren, aber als ich dann vom Tod meines Babys erfuhr und bemerkte, dass ich inkontinent war, weinte ich und gab die Hoffnung auf“, erinnert sich Miskiya.
Obwohl das Außenzentrum in Harar nicht sehr weit entfernt war,mussten Miskiya und ihre Familie noch sieben Monate bis zur Erntezeit warten, bis sie Transportkosten zusammen hatten. „In diesen 7 Monaten heiratete mein Mann eine andere Frau und ich blieb bei meinen Eltern und verlies das Haus nicht. Gerne wäre ich zum Markt oder in die Kirche gegangen, aber ich wollte keine Schande über meine Eltern bringen.“
Während Miskiya’s Familie die Erntezeit abwartet, um das Geld für die Transportkosten zu bekommen, reiste ein Gesundheitsoffizier des Harar Centers in das Dorf, um Fistelopfer zu identifizieren. Er entdeckte Miskiya und brachte sie mit der Ambulanz nach Harar.
Wegen der komplizierten Fistel schickten sie Miskiya weiter in das Fistula Hospital in Addis Abeba. In den letzten vier Monate wurde Miskiya stabilisiert und auf die Operation vorbereitet. Mit der ersten Operation wurde die Fistel geschlossen, die sie völlig trocken und glücklich machte.
Sie spricht zwei Zeilen eines Gedichts in ihrer eigenen Sprache und beschreibt, wie glücklich sie ist. „Hamlin ist ein Krankenhaus, das niemand weggehen wird; und Dr. Fekade, der medizinische Direktor, der ihre Operation durchführt, ist eine Person, die alle Frauen heilt.“

http://hamlinfistula.de/shop/geschenke/fistel-operation.html